Die 46. Ausgabe unserer limitierten BLUE ROSE NUGGETS nun erhältlich - bestellt 4 Titel aus unserem Mailorder und ihr bekommt die CD mit - wie kann es anders sein - herrlicher Blue Rose-Musik - GRATIS dazu! Mehr dazu weiter unten...



BLUE ROSE
CHRISTMAS PARTY


Ticket € 33,00
Wir möchten uns zunächst dafür entschuldigen, dass es in diesem Jahr so lange gedauert hat, bis wir unsere zur Tradition gewordene "Weihnachtsfeier" offiziell bekannt geben können. Nachdem für uns zwar schon sehr früh im Jahr klar war, dass wir die Blues Garage in Isernhagen nicht mehr ansteuern würden, war es doch ein Problem, eine geeignete Location zu finden. Mehrere Möglichkeiten wurden diskutiert, bis sich dann erst vor wenigen Wochen die Möglichkeit auftat, dass wir wieder in den Gewölbekeller des Bürgerhauses Heilbronn-Böckingen ziehen können, wo wir bereits neben zahlreichen Konzerten auch mehrere Christmas Partys gefeiert hatten. Der große Vorteil des Gewölbekellers ist, dass er aus zwei Räumen besteht - neben dem eigentlichen Konzertsaal gibt es noch einen großen Café-Bereich mit vielen Sitzgelegeheiten, wo sich der Besucher auch einmal zur Erholung, zum Füße vertreten oder für ein kleines Schwätzchen zurückziehen kann - oder um den Durst oder/und den Hunger zu stillen. Zusätzlich zu den vorhandenen Tischen und Stühlen werden wir noch einige Biertischgarnituren aufstellen, so dass die Umbaupausen nicht auch noch im Stehen verbracht werden müssen. Neben dem Veranstaltungsort stand dann allerdings immer noch ein großes Fragezeichen hinter dem Headliner, da kein Blue Rose-Act im Dezember auf Tour war. Dass es nun eine der angesagtesten Americana-Bands in Texas geworden ist, freut uns umso mehr!




 
    
Große Weihnachts-Aktion:
Kaufe 4 beliebige Artikel aus unserem Mailorder-Programm und nimm eine beliebige Blue Rose-CD kostenlos mit!
Wer in der Zeit vom 1.11. bis 31.12.2010 aus unserem immer umfangreicher werdenden Mailorderprogramm pro Bestellung 4 Artikel bestellt (unabhängig vom Preis oder Label), kann sich aus dem auch nicht gerade kleinen Blue Rose-Katalog eine (1) kostenlose CD bis zum Wert von 13,90 € aussuchen und das entweder auf dem Bestellformular oder bei einer Internetbestellung im weißen Kommentarfeld (erscheint kurz vor Abschicken der Bestellung) vermerken. Unter einem Blue Rose-Artikel verstehen wir eine CD mit einer BLU-Artikelnummer, unter 1 Artikel verstehen wir 1 Stück, egal ob Einfach-, Doppel-, Dreifach- oder Multiple-CD/LP/DVD. Und selbstredend zählt eine kostenlose Nuggets-CD, die beim Erwerb von mindestens 4 Artikel automatisch jeder Bestellung beigelegt wird, nicht zu den notwendigen 4 Artikeln dazu, um in den Genuss einer kostenlosen Blue Rose-CD zu kommen.
    
 



18.11.

MAILORDER NEWS

VINYL SPECIAL


Die Vinyl-Gemeinde ist nicht ungebrochen existent, sie wird immer größer, was nicht nur die Industrie dazu veranlasst, die Produktion neuer Plattenspieler auszubauen, sondern auch das Angebot an den guten alten Vinyl-Scheiben zu erhöhen. Wir möchten heute hier einen kleinen Überblick über bei uns erhältliche LPs geben. Da sind sowohl interssante Scheiben etablierter als auch LPs von "kleinen" Acts dabei.

AZURE RAY
Drawing Down
The Moon


LP € 16,90
CARL BROEMEL
All Birds Say



LP € 16,90
ERIC CLAPTON
Clapton



2-LP € 29,90
LEONARD COHEN
Songs From The
Road


2-LP € 24,90
THE DUKE AND
THE KING
Long Live...


LP € 15,50
JUSTIN TOWNES
EARLE
Harlem River Blues


LP € 15,50
GIANT SAND
Blurry Blue
Mountain


LP € 15,50
STEVE LUKATHER
All's Well That
Ends Well


LP € 15,50
NEIL YOUNG
Le Noise



LP € 30,90



18.11.

MAILORDER NEWS


US RAILS
Live DVD


DVD € 14,90
Joseph Parsons und Tom Gillam sind Blue Rose-Fans und -Kennern schon seit einigen Jahren ein Begriff, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir kommen jetzt auch noch hinzu, denn das gemeinsame Projekt der 5, US RAILS, hat vom Stand weg gut eingeschlagen. Dazu beigetragen hatte sicherlich auch der allererste Auftritt in Deutschland bei der Blue Rose Christmas Party im Dezember 2009, die erste große Tour in unseren Gefilden im Oktober und November 2010 wurde zu einem einzigen Triumphzug.
Besucher Thomas Lexow etwa beschrieb den Auftritt in der "Wunderbar Weiten Welt" im hessischen Eppstein so: "Es war ein erstklassiges Konzert mit immens hohem Spaßfaktor. Das lag natürlich an den tollen Musikern, von denen Tom Gillam und Joseph Parsons nichts mehr beweisen müssen, wo hingegen Scott Bricklin, Ben Arnolod und Matt Muir mich überaus positiv überaschten. Scott Bricklin z.B. ist nicht nur ein klasse Bassist und Sänger, sondern auch ein erstklassiger und witziger Entertainer. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. Ben Arnold hielt sich zwar mit seinem Keyboard im Hintergrund, wusste aber mit seinem Spiel zu überzeugen und setze herrliche Kontrapunkte zum Gitarrensound von Gillam/Parsons. Und seine brüchige Stimme hat dazu was sympathisches. Tom Gillam war wirklich super drauf, spielte eine saugeile Stromgitarre und streute mitreißende Soli am fließenden Band ein. Joseph Parsons haut einen immer wieder mit seiner Hammer-Stimme um, und ich fragte mich mal wieder, wozu der ein Mikro braucht. Sensationell. Tja, und im Zusammenspiel bzw. Zusammengesang (alle 5!) war das einfach mitreißend und muss sich - um mal eine Hausnummer zu nennen - hinter den Heathens nicht verstecken. Im Gegenteil, phasenweise musste ich an die Resentments denken oder an Hardpan, die mich mit ihrer Spielfreude begeisterten. Für mich der Höhepunkt: Shine Your Light als letzter Song des 2.Teils des Konzertes in einer irren Extralong-Fassung, die am Ende in einen lupenreinen Gospel-Gesang verwandelte, mit einem geradezu ekstatischen "Reverend" Tom Gillam. Wow. Dass das Publikum die Band nicht ohne Zugaben gehen ließe, lag auf der Hand. Ein toller Abend."

Bereits im April 2010 hatte die Band in ihrer Heimat USA einige Shows gespielt, die im Tri County Performing Arts Center in Pottstown, Pennsylvania am 16.4. wurde mit mehreren Kameras für eine Live-DVD mitgeschnitten. 13 Stücke sind auf dieser DVD enthalten, die die Band lediglich während den Konzerten verkauft hatte. Jetzt exklusiv über unseren Mailorder erhältlich!


WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 46/2010

MASSY FERGUSON
Hard Water



CD € 14,90
GRATEFUL DEAD
Dead On Wax



5-LP € 114,90



15.11.

MAILORDER NEWS



BRENT AMAKER
AND THE RODEO
Please Stand By


CD € 14,90
SKIP BATTIN
Topanga Skyline



CD € 14,90
MARGARET CHO
Cho Dependent



CD € 14,50
ELVIS COSTELLO
National Ransom



CD € 16,50
CHRIS DUARTE GROUP
Infinite Energy



CD € 15,90
BLEU EDMONDSON
The Future Ain't
What It Used To Be


CD € 14,50

FABULOUS GINN SISTERS
You Can't Take
A Bad Girl Home


CD € 12,90
FRONTIER RUCKUS
Deadmalls &
Nightfalls


CD € 12,90
HILL COUNTRY
REVUE
Zebra Ranch


CD € 12,90
CHRIS HILLMAN &
HERB PEDERSEN
At Edwards Barn


CD € 13,50
JAMEY JOHNSON
The Guitar Song



2-CD € 16,90
3-LP € 22,90
CALEB KLAUDER
Western Country



CD € 15,90

JERRY LEE LEWIS
Mean Old Man



CD € 15,50
RAUL MALO
Sinners & Saints



CD € 13,90
LIZ PHAIR
Funstyle



2-CD € 15,50
SISTER HAZEL
Heartland Highway



CD € 10,90
CHIP TAYLOR &
CARRIE RODRIGUEZ
The New Bye & Bye


CD € 15,50
VOLEBEATS
The Volebeats



CD € 15,90



09.11.

MAILORDER NEWS

SPECIAL PICK

The 25th Anniversary - Rock & Roll Hall Of Fame Concerts



VARIOUS ARTISTS
The 25th Anniversary Rock & Roll Hall Of Fame Concerts


4-CD € 39,90
2-Blu-ray
€ 34,90
3-DVD € 30,90
Es gibt sie reichlich, die Musikfestivals, die über Jahre oder gar Jahrzehnte in Erinnerung bleiben. Woodstock (1 und 2, vor allem natürlich das Original) oder Live Aid (1 und 2, und auch hier das von 1985, als wir von mittags bis früh morgens vorm Fernseher gesessen hatten), von den unzähligen Benefizveranstaltungen, angefangen beim Concert for Bangladesh, ganz zu schweigen, zu dem die Creme de lá Creme der Rockmusik ihren Beitrag leistete. Viele dieser Mega-Events wurden leider niemals für die Nachwelt festgehalten, durch die neuen Medien ist es heutzutage schon bereits Normalität, dass von den Auftritten nicht nur ein Audio-Livemitschnitt, sondern auch eine DVD und Blu-ray erscheinen. Was ja auch Sinn macht, kann man als Normalsterblicher doch eh nicht überall dabei sein.

Leider traf das auch zu bei den beiden Shows zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Rock And Roll Hall of Fame, die am 29. und 30. Oktober 2009 im Madison Square Garden in New York City über die Bühne gegangen waren und die sicher in die Geschichte der Rockmusik eingehen werden. Selten zuvor wurde eine Veranstaltung so generalstabsmäßig geplant und durchgeführt, über 2 Jahre dauerte es von der Idee von Jan Wenner, dem Herausgeber des Rolling Stone, bis zur Umsetzung. Viele Künstler und Bands wurden in Betracht gezogen, eingeladen, nicht berücksichtigt (etwa Van Morrison), andere mussten aus Gesundheitsgründen absagen (Eric Clapton, Little Richard), andere wiederum wollten nicht den Weg auf sich nehmen (Chuck Berry, Fats Domino) oder lehnten ab (Bob Dylan, Led Zeppelin, Rolling Stones), und dennoch war die Liste der auftretenden Künstler das Feinste, das die (Rockmusik-) Welt seit langem gesehen hatte. Wenner hatte 2008 zunächst die beiden größten Acts unserer Zeit, Bruce Springsteen und U2, angefragt, und nachdem diese sofort "Ja" gesagt hatten, konnte die Planung weitergeführt werden. Und so kamen im Laufe der Monate immer mehr First Class-Musiker/innen auf die Teilnehmerliste, bei der einem Musikfan der Atem stocken sollte: Crosby Stills & Nash, Bonnie Raitt, Jackson Browne, James Taylor, Simon & Garfunkel, Stevie Wonder, B.B. King, Sting, Jeff Beck, John Fogerty, Billy Joel (!), Jerry Lee Lewis, Buddy Guy, Billy Gibbons (ZZ Top), Metallica, Lou Reed, Ozzy Osbourne, Eay Davies, Patti Smith, The Black Eyed Peas oder Mick Jagger waren mit von der Partie, wobei die 2 Abende in 4 "Themenbereiche" unterteilt wurden und mit Crosby Stills & Nash, Bruce Springsteen & The E-Street Band, Metallica und U2 vier "House Bands" auf der Bühne standen, die neben eigenen Beiträgen die "Gäste" als Backingband begleiteten. Schon alleine diese Vorstellung sollte jedem Musikfan eine Gänsehaut bereiten. Unglaubliche 5 Stunden und 20 Minuten, insgesamt 54 Songs (CD) und 63 auf DVD und Blu-ray, wurden auf CD, DVD und Blu-ray gebannt, in bester Audio- und Video-Qualität, darunter auch etliche Stücke, die bei der Fernsehausstrahlung des Pay-TV-Senders HBO nicht berücksichtigt worden waren. Ein Ereignis können wir hier anbieten, das seinesgleichen sucht. Schaut euch die komplette Setliste an und ihr werdet uns recht geben.

Noch ein wichtiger Hinweis: Die DVD-Version ist nur für DVD-Player mit Ländercode 1 (USA) oder entsprechender Einstellung abspielbar (über das DVD-Laufwerk im PC läuft die Disc natürlich problemlos), die Blu-ray-Ausgabe dagegen spielt auch ein "deutscher" Player ab.


WEITERE NEUZUGÄNGE WOCHE 45/2010

BRUCE SPRINGSTEEN
The Promise



2-CD € 16,90
4-LP € 34,90
3-CD+3-DVD
€ 74,90
RAY DAVIES
See My Friends



CD € 14,90
BEN WEAVER
Mirepoix & Smoke



CD € 12,90
HUGO RACE
Fatalists



CD € 15,50
JOE BONAMASSA
Live From The
Royal Albert Hall


2-CD € 14,90

SPECIAL OFFERS




31.10.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 43/2010

NEIL DIAMOND
Dreams


CD € 12,90
Special Price
ELLIOTT SMITH
An Introduction To


CD € 16,90
LP € 16,90
EMILY JANE WHITE
Ode To Sentience


CD € 14,25
GIANT SAND
Blurry Blue Mountain


CD € 15,50
LP € 15,50

SPECIAL OFFERS




31.10.

Neu im Midprice-Segment (€ 8,90):
The Bottle Rockets - Lean Forward (BLU DP0490)
Drive-By Truckers - The Fine Print (NW 6169)
Drive-By Truckers - Live From Austin TX (NW 6168) - CD+DVD
Steve Earle - Townes (BLU DP0478) - 2-CD
Gov't Mule - A Tail Of 2 Cities (BLU DV0443) - 2-DVD
Ben Lee - The Rebirth Of Venus (NW 6159)
Rickie Lee Jones - The Sermon On Exposition Boulevard (BLU DP0414) - CD+DVD
Kris Kristofferson - Closer To The Bone (BLU DP0492)
Corb Lund - Losin' Lately Gambler (NW 6177)
Buddy & Julie Miller - Written In Chalk (BLU DP0479)
Willie Nile - House Of A Thousand Guitars (BLU DP0486)
The Resentments - Roselight (BLU DP0477)
Todd Thibaud - Broken (BLU CD0474)
Ad Vanderveen - Still Now (BLU DP0448) - 2-CD
Wrinkle Neck Mules - Let The Lead Fly (BLU CD0495)

Neu im Budget-Segment (€ 4,90):
Trevor Alguire - Thirty Year Run (BLU DP0462)
Kasey Anderson - The Reckoning (BLU DP0465)
The Baseball Project - Vol.1: Frozen Ropes & Dying Quails (BLU DP0451)
Blue Mountain - Midnight In Mississippi (BLU DP0455)
Blue Mountain - Omnibus (BLU DP0456)
Buffalo Tom - Three Easy Pieces (BLU DP0423)
Austin Collins - Roses Are Black (BLU DP0452)
Danny & Dusty - Cast Iron Soul (BLU CD0417)
Tim Easton - Ammunition (BLU CD0395)
Easton Stagger Phillips - One For The Ditch (BLU DP0469)
Gov't Mule - Mighty High (BLU CD0437)
Rich Hopkins & Lisa Novak - Loveland (BLU DP0472)
Jason Isbell - Sirens Of The Ditch (BLU DP0424)
Ben Lee - Ripe (BLU DP0426)
Rickie Lee Jones - The Sermon On Exposition Boulevard (BLU DP0413)
Scrappy Jud Newcomb - Ride The High Country (BLU DP0470)
Hank Shizzoe & the Directors - Headlines (BLU DP0425)
Scott Weiland - Happy In Galoshes (SD 0003) - 2-CD
The Whipsaws - 60 Watt Avenue (BLU CD0459)
Steve Wynn - Crossing Dragon Bridge (BLU DP0447)



31.10.


VARIOUS ARTISTS
Blue Rose Nuggets 46


CD € 5,00
oder kostenlos!
Jede Menge Neuheiten befinden sich auf der 46. Ausgabe unserer kleinen und exklusiv nur über unseren Mailorder erhältlichen CD-Serie Blue Rose Nuggets. Stacie Collins, Old 97's, Statesboro Revue, Steve Wynn und Elliott Murphy warten jeweils mit neuen Alben auf, wobei wir mit Stacie Collins aus Nashville, Tennessee und der Statesboro Revue aus Austin, Texas zwei neue Familienmitglieder begrüßen dürfen. Hank Shizzoe ist diesmal dabei mit seinem Beitrag von der Blue Rose Christmas Party 2008, die wir langsam aber sicher über die Nuggets-Ausgaben "abarbeiten". Eine weitere Serie möchten wir mit dieser Nuggets-Edition starten: Die beiden Blue Rose-Künstler Joseph Parsons und Todd Thibaud traten am 12.11.2007 im Rahmen ihrer damals durchgeführten Duo-Tour auch im "Red River Saloon" in Heilbronn auf, wovon anschließend eine Live-CD der Official Bootleg Series veröffentlicht worden war. Diese CD enthielt nicht die komplette Show - einige damals unveröffentlichte Stücke wurden außen vor gelassen. Songs wie etwa "Blue Skies Back", "Dume Room", "Stone I Can't Roll" oder "Heavens Above" sowie ein Gastauftritt von Markus Rill ("Guitar Town") liegen bisher ungenutzt in den Archiven, ab dieser Nuggets-Ausgabe wollen wir die insgesamt 7 "missing tracks" nachreichen und starten heute mit "Sitting On Top Of The World", das Joseph Parsons mit Elliott Murphy geschrieben hatte.
The Band Of Heathens begleiten uns durch fast sämtliche der letzten Nuggets-Ausgaben - es gibt auch verdammt viele interessante Nummern des Quintetts, die bisher unveröffentlicht sind. Wie auch der Kevin Welch-Song "Millionaire", den die Band bisher nur als kostenlosen Download über ihre Website zur Verfügung gestellt hatte - hier also nun exklusiv auf einem Tonträger erhältlich! Nicht vergessen möchten wir, mit dieser "Weihnachtsausgabe" auch einen "Christmas Song" beizupacken. Todd Thibaud übernahm diese Aufgabe.

Da immer wieder neue Kunden und Interessenten zu uns stoßen, hier nochmals eine kleine Erklärung, was es mit der Blue Rose Nuggets-Reihe auf sich hat:
Die NUGGETS-Serie besteht aus Songs aus allen bisher erschienenen Blue Rose-Scheiben, bunt gemischt und für heraushebend gut befunden. Darunter sind auch bisher unveröffentlichte Aufnahmen, Studio-Outtakes, Live-Recordings oder auch Videos.
Die NUGGETS-Serie gibt es ausschließlich über den Blue Rose-Mailorder. Außerdem bekommt jeder, der mindestens 4 Artikel aus unserem Programm bestellt, den aktuellen NUGGETS-Sampler automatisch - KOSTENLOS - mitgeliefert (gilt für alle Bestellungen innerhalb Europas). Er muss also nicht als 5. Artikel mitbestellt werden, wie das hin und wieder welche tun. Das führt dann dazu, dass wir nochmals ein Exemplar beilegen, da wir ja nicht wissen, ob der Besteller absichtlich 2 Exemplare wollte - eines kaufen und eines geschenkt. Die Portofreigrenze (nur für Deutschland) bleibt hiervon unberührt, bei der Bestellung von mindestens 5 Artikel (da ist die kostenlose Nuggets-CD natürlich nicht eingerechnet) spart man also nicht nur das Porto, sondern bekommt obendrein noch eine CD im Wert von 5 €. Denn die NUGGETS-CD kann man auch käuflich erwerben, man muss also nicht unbedingt 4 Artikel bestellen. Dieses Angebot ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man sich andere Compilations wünschen kann, wenn man die NUGGETS-Serie schon besitzt.
Mehrfach zugesandte NUGGETS-CDs können auch verschenkt oder über Ebay versteigert werden - bei der begrenzten Auflage sicher bald ein Sammlerobjekt. Einige Ausgaben sind bereits ausverkauft...


Die Songliste der 46. Ausgabe:
1. STACIE COLLINS - Hey Mister / aus dem Album Sometimes Ya Gotta…
2. OLD 97's - Every Night Is Friday Night (Without You) / aus dem Album The Grand Theatre Volume One
3. TODD MCBRIDE - Chains / aus dem Album Sketchy
4. STATESBORO REVUE - Little Girl Like You / aus dem Album Different Kind Of Light
5. PLAINSONG - Here Comes The Rain / aus dem Album Pangolins
6. STEVE WYNN & THE MIRACLE 3 - On The Mend / aus dem Album Northern Aggression
7. KIRK SWAN - Find Our Way Back / aus dem Album It's About Time
8. HANK SHIZZOE - Split The Loot
9. HANK SHIZZOE - Rabbits On The Farm
Beide Songs live aufgenommen bei der Blue Rose Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen am 13.12.2008 (bisher unveröffentlicht)
10. ELLIOTT MURPHY - Rock'n Roll 'n Rock'n Roll / aus dem Album Elliott Murphy
11. PARSONS THIBAUD - Sitting On Top Of The World / live aufgenommen im Red River Saloon in Heilbronn am 12.11.2007 (bisher unveröffentlicht)
12. THE BAND OF HEATHENS - Millionaire / auf keinem BOH-Album erhältlich
13. CRACKER - Teen Angst / aus dem Album Live At The Rockpalast/Crossroads Festival
14. RICH HOPKINS & LUMINARIOS - World On Fire / aus dem Album El Otro Lado/The Other Side
15. TODD THIBAUD - Christmas Without You / aus dem Album Dead Flowers



30.10.

ELLIOTT MURPHY
Elliott Murphy


CD € 13,90
LP+CD € 17,90
lieferbar ab
24.11.
Der renommierte Singer/Songwriter ELLIOTT MURPHY gehört eindeutig zu den stärksten Säulen des Blue Rose Labels. Seit 15 Jahren veröffentlicht der in Paris lebende amerikanische Musiker hier in regelmäßigen Abständen und in beispiellos verlässlicher Weise. Elliott Murphy ist sein ungefähr 32. Album seit 1973 (Sampler und Livemitschnitte eingerechnet) - gut ein Drittel davon sind Blue Rose-Veröffentlichungen! Elliott Murphy bedeutet nicht nur eine weitere Fortschreibung des Wohlbekannten, sondern markiert - gar nicht mal spektakulär, aber in "evolutionärer" Entwicklung - einen Punkt im Leben, der dem Stillstand adieu sagt und zu einigen neuen Ufern aufbricht. Oder an alte Qualitäten anknüpft, weil der richtige Biss noch da ist, weil das Feuer wieder lodert, weil es weiterhin Ziele zu erreichen gilt!

Wenn ein Künstler nach so einer langen Karriere sein neues Werk derart simpelst möglich betitelt, nämlich nur nach sich selbst, dann bedeutet das oft eine Wende oder einen Neuanfang. Nun, niemand wird sich im fortgeschrittenen Alter von 61 Jahren rundum neu erfinden können oder wollen. Allerdings..., mal aus dem üblichen Trott rausgehen, ein paar Nuancen verändern, eine gewohnte Arbeitsweise überdenken oder - ganz einfach - die besten Songs seit langem schreiben, doch, das ist Elliott Murphy hier eindeutig gelungen. Nicht zum ersten Mal übrigens! Bereits der 2008er Studiovorgänger Notes From The Underground markierte eine äußerst positive und produktive Rückblende zu den 70er Glanztaten, als er dank solcher Werke wie Aquashow, Lost Generation und Just A Story From America zu einem der hoffnungsvollsten, ambitioniertesten Singer/Songwriter wurde, der modern klang, sich in seiner Poetry mit dem Zeitgeist befasste und zu einer ganz neuen Ära der intellektuellen Rock Troubadour/Storyteller-Szene zählte, die auf Basis von Bob Dylan und Lou Reed mit der Musik von Bruce Springsteen bis David Bowie flirtete.

Seit jenen Zeiten mit dem Fluch oder Segen des "New Dylan" steht Elliott Murphy international nicht mehr so im Rampenlicht, wie es hätte werden können, wenn er nicht Ende der 80er von New York City weggezogen wäre, um in Frankreich sein Glück und anspruchsvollere künstlerische Herausforderungen zu suchen, wenn er sich nicht ganz bewusst der Major Label-Option verweigert hätte, um lieber bei kleinen unabhängigen Firmen seine Vorstellungen durchzusetzen, wenn er sich Trends und Marktstrategien unterworfen hätte, statt den "letzten aufrechten Rock'n Roll-Bohemien" für sich zu kultivieren. Hier in Europa allerdings hat er sich mit zahlreichen Platten und häufiger Präsenz in all den einschlägigen Clubs des Kontinents einen klangvollen Namen als hervorragender Entertainer erworben, dem man die Lust zu rocken sofort abkauft und der immer in der Lage ist, sein Publikum mit dieser markanten sonoren Sprechstimme zu hypnotisieren. Ein denkender, belesener, literarisch ambitionierter Amerikaner, der es gelernt hat, den Lauf dieser Welt durch eine europäische Brille zu betrachten.

Zurück zum Album Elliott Murphy. Die vielleicht wichtigste formale Veränderung ist die Abtretung des Produktionsjobs an die nächste Generation. Elliott Murphy's Sohn Gaspard, gerade 20 Jahre alt und mitten im Studium in den USA einerseits, auf der anderen Seite aber selber auf dem Weg zum Vollblutmusiker, zeichnet verantwortlich für das erheblich zeitgemäßere Klangbild - als alleiniger Produzent und Soundmixer der Aufnahmen, die wie so oft in den letzten Jahren im Studio Franklin in Le Havre stattfanden (mit zusätzlichen Terminen in NYC und Paris). Befreit von allen technischen Aufgaben drumherum konnte sich Elliott Murphy also tief in seine Musik stürzen - mit dem Ergebnis von 11 brandneuen Klassesongs, die sich auch live als künftige Volltreffer erweisen werden, keine Frage! Gleich mit dem Eröffnungshit 'Poison 'n Grace' befinden wir uns mitten in "Murphyland", wie die bildhafte, cinemaskopisch geprägte Musik von seinen Fans gerne genannt wird. Der eingängige Refrain, die Endlosstrophen à la Bob Dylan und all die Anspielungen auf alte Filme, kultige US-Städte und Bruce Springsteen's Nebraska insbesondere lassen früh nur einen Schluss zu: Elliott Murphy ist in prächtiger Form, er zeigt sich songtextlich lebendig und strotzt nur so vor Troubadour-Power. 'Maybe You Were Laughing' in feinster 'All Along The Watchtower'-Manier, die mit 'Rock'n Roll 'N Rock'n Roll' adäquat betitelte (in der Tat: Rock'n Roll-) Hymne, das wundersam bis ins Firmament entschwindende 'Gone, Gone, Gone', 'With This Ring' mit kernigem Guitar Twang, 'The Day After You' mit nostalgischer 'Walk On The Wild Side'-Atmosphäre, das schnell rockende, mit Frauenchor und Orgel unterlegte 'Rain, Rain, Rain' oder das abschließende, über 6-minütige 'Train Kept A Rolling'... - sie alle tragen die deutliche, so sehr spezielle Elliott Murphy-Signatur!

Seit Ende der 90er arbeitet Murphy fest mit dem famosen Gitarristen Olivier Durand zusammen, der sich über die Zeit zu den kreativsten seines Fachs in Europa gemausert hat! Mit Bassist Laurent Pardo und Drummer Alan Fatras bildet er die Normandy All Stars, seit etlichen Jahren Murphy's Begleitband und auch hier wieder das musikalische Rückgrat bei den Studiosessions. Das Quartett - Elliott Murphy spielt akustische und elektrische Rhythmusgitarren, Klavier und Orgel - wird ergänzt von dem bekannten Keyboarder Kenny Margolis (Lucky 7, Cracker, Willy DeVille, Silos), Gaspard Murphy mit zusätzlichen Gitarren und Arrangements, den Backingsängern Alan Chenevière (Alligators, Pow Wow), Lisa Lowell (Springsteen) und Laura Mayne (Native).

Elliott Murphy ist ab dem 12. November sowohl über unseren Mailorder als auch im regulären Handel erhältlich.



30.10.

Welcome to Blue Rose:
STACIE COLLINS

STACIE COLLINS
Sometimes Ya Gotta...


CD € 13,90
2-LP+CD € 24,90
Sometimes Ya Gotta... heißt das neue Album von Rockröhre STACIE COLLINS aus Nashville und man braucht gar nicht allzu viel Phantasie, um bereits nach einem ersten Höreindruck diese Phrase zu komplettieren - sometimes ya gotta (rock out bad-ass), sometimes ya gotta (take the blues and nail it down to the floor), sometimes ya gotta (sing your heart out and blow the harp like the devil) oder einfach: sometimes ya gotta (make such a fine record like this one)! Ja, so in etwa könnte es heißen, angesichts der Qualitäten dieser Powerhouse-Akteurin und ihrer kräftig abrockenden Studioband der Extraklasse. Stacie Collins ist bereits eine echte Hausnummer in den Staaten, wenn es um satten Roots Rock mit Southern Boogie, Blues und etwas Country geht, mit Sometimes Ya Gotta... sollte sie auch die Rock'n Roll-Herzen hier bei uns im Sturm erobern!

Von klein auf hatte Stacie den Wunsch, Sängerin zu werden, doch erst als sie ihren späteren Ehemann, den Profimusiker Al Collins (aktueller Bassist bei Jason & The Scorchers), traf, nahm so etwas wie eine richtige Musikerlaufbahn Gestalt an. Wie sie selber sagt, konnte sie weder Songs schreiben noch singen oder gar die Blues Harp spielen, als sie mit ihm in den 90ern zusammenkam. Doch er hatte ihr Mut gemacht, ihren eigenen Weg zu gehen und ehrgeizig an sich zu arbeiten. So konnte sie bereits früh auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum von 2000 reichlich was bieten. Zu der Zeit lebte das Paar noch in Cleveland, Ohio und die Musik, übrigens damals schon ausschließlich Collins/Collins-Material, war sehr Country-geprägt, etwa in der Tradition von Emmylou Harris bis Kelly Willis. Das hat sich dann in den Folgejahren analog zu ihrem Umzug nach Nashville stark geändert. Die neue Blickrichtung hieß fortan Southern Roots Rock in den Koordinaten Blues, Boogie, Rock'n Roll, Country Rock und - wenn man den derzeit allumfassenden populären Begriff verwenden möchte - die dreckige, rohe Seite von Americana! The Lucky Spot hieß im Sommer 2007 der zweite Streich und Stacie Collins hatte sich ganz offenkundig nicht nur zu einer strammen Rocklady mit enormen Shouterqualitäten gemausert, sondern auch ihr schneidendes Spiel auf der Harmonica kultiviert und das gemeinsame Songwriting mit ihrem Mann präzisiert, auf eine breitere Basis gestellt. Nicht wenig hilfreich für den neuen, rough & rowdy-rockigen Sound war dabei die Verbindung zu einem der heißesten Gitarristen/Produzenten der Stadt, Dan Baird. Der steht natürlich auf Ewigkeit als Boss der legendären Georgia Satellites in den Rock Music-Annalen, als Solomann mit diversen Bands und als Partner von Eric Ambel, Keith Christopher und Terry Anderson bei den Yayhoos, hat darüberhinaus aber auch so viele andere Acts produziert und begleitet: z.B. Chris Knight, Blue Mountain, Will Hoge und - Jason & The Scorchers! Seine Freundschaft zu den Scorchers Al Collins und Warner E.Hodges hat nach The Lucky Spot zu drei weiteren Gemeinschaftsprojekten geführt: Centerline, das einzige Soloalbum von Hodges (2008), Halcyon Times, das grandiose JATS-Comebackalbum, das Anfang 2010 auch bei Blue Rose veröffentlicht wurde, und Sometimes Ya Gotta..., um das es hier ja geht.

Baird, Hodges und sogar noch ein dritter Gitarrist, Eric "EBO" Borash (Radney Foster, Jack Ingram), stehen hier für den speziell rockenden Saitensound, alle drei sind Meister auf ihren Instrumenten, wobei Borash zusätzlich die Einsätze an Lap Steel und Slide Guitar erhält, Dan Baird auch mal Bass spielt, wenn Al Collins zwischendurch zur Gitarre wechselt. Collins und Drummer Jimmy Lester (Webb Wilder, Los Straitjackets, Billy Joe Shaver) komplettieren das Basis-Lineup, der erfahrene Studiokeyboarder Michael Webb (Brooklyn Cowboys, Mark Germino & The Sluggers, Allison Moorer) ergänzt die Arrangements manchmal um ein paar Piano-, Orgel- oder Akkordionparts, die Singer/Songwriter-Kollegin Jonelle Mosser singt Background Vocals, Baird persönlich hat die Sessions produziert. Da weiß man dann, wie das Ergebnis klingt: laut, riffig, rockig, bad-ass Boogie!

Und Stacie Collins? Singt, schreit, gospelt sich die Seele aus dem Leib, pustet auf mehr als der Hälfte der Stücke in ihre Blues Harp, dass es noch weit über den Mississippi hinaus schallt und so manchen Studiocrack vom Fach alt aussehen lässt, hat alle 12 Tracks zusammen mit ihrem Mann und zum Teil mit Co-Autoren wie Tommy Womack, Warner E.Hodges und Charlie Moore komponiert. Wahre Killertracks sind darunter wie das rumpelnd-frech eröffnende 'Hey Mister', 'I Won't Do You Like That', das sich nicht entscheiden will, ob es mehr "Stones", mehr "Faces" oder doch mehr "Black Crowes" sein möchte, das slow-swampige 'A Good Man', oder 'Give It Up', dass wie ein besserer ZZ Top-Stomper mit mean & dirty Girl Vocals daher kommt. Wenn auch Country Rock bei Stacie Collins mittlerweile kaum noch stattfindet, so steht sie klar zu den ein anderen Roots-Bezügen. Ganz deutlich hört man das auf 'Carry Me Away', nicht nur wegen der heftigen Akkordion-Komponente dem Cajun-Staat im Süden zuzuordnen, auf dem Bayou-schwülen Trance Blues von 'Cool' und bei den beiden einzigen Songs, die dem Acoustic-Lager zuzurechnen sind: 'Little Things', eine fließende Ballade mit schönen Harmony Vocals und einem süffigen Refrain, der zum Mitsummen einlädt; und 'It Hurts To Breathe', dann doch die eine große Country-Hymne, die es in jede Americana und Alt.Country Charts dieser Welt nach ganz vorne schaffen sollte! All thumbs up!!

Sometimes Ya Gotta... ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 12. November erhältlich.



27.10.

R.E.M.
Live From Austin TX


DVD € 18,90
 
Mike Mills und Warner E. Hodges
Kurze Vorgeschichte zum nächsten Thema: Bei unserem jüngsten Besuch der Americana Music Conference in Nashville trat unter anderem auch die Rock'n Roll-Königin Wanda Jackson, mittlerweile 73 Jahre alt, in der Mercy Lounge auf, einem astreinen Musikclub, Fassungsvermögen ungefahr 400 Leute. Unter den Besuchern neben Warner E. Hodges (Jason & the Scorchers), der seine Mutter zum Konzert begleitet hatte (die alte Dame bekam vor Aufregung fast einen Herzkasper) und Keith Christopher (Georgia Satellites, Yayhoos, Dan Baird's Homemade Sin) auch Mike Mills von R.E.M.. Der Mann konnte sich vollkommen frei bewegen, da war kein Auflauf von Fans, die Foto/Autogramm haben wollten, der saß einfach mit seiner Begleiterin in der Menge und genoss die Show. Blue Rose-Labelchef Edgar Heckmann hatte die Gewinnspiel-Gibson Les Paul-Gitarre dabei und hatte vereinbart, dass Hodges und Christopher das Teil nach der Show signieren. Hodges fragte, ob Mills ebenfalls ein Autogramm auf die Gitarre setzen solle, worauf Heckmann etwas zögernd antwortete, dass auf der Gitarre nur Blue Rose-Acts oder Musiker auf Alben der Künstler unterschreiben können. Und Mike Mills damit ja leider nicht in Frage komme. Hodges daraufhin mit einem echten Pudelblick und der ganz langsam und deutlich formulierten Frage: "Dass ich das jetzt auch richtig verstehe - du möchtest nicht, dass Mike Mills, Mitglied einer der populärsten Rockbands auf diesem Planeten, die Gitarre signiert???" Heckmann kleinlaut: "Ich denke schon, dass wir das machen sollten..." Er also runter zum Auto, Gitarre aus dem Kofferraum, zurück in den Club, um die Unterschriftenprozedur durchzuführen. Doch Mike Mills war plötzlich nicht mehr auffindbar. Keith Christopher und Warner Hodges rennen durch den Club, unten im Auto wartet dessen Mutter, die nach Hause möchte, damit sie von Wanda Jackson träumen kann. Christopher erreicht Mills schließlich auf dem Handy, dieser sitzt bereits im Taxi und ist auf dem Weg ins Hotel - er hatte die Gitarrenaktion vergessen. Und was macht er - sagt dem Cab Driver, er solle zum Club zurück fahren. Hodges hatte sich zwischenzeitlich am Eingang postiert, die Gitarre unterschriftsbereit auf einem Tisch liegend. Christopher hatte bereits unterschrieben, war für das "Gruppenfoto" dann aber leider nicht mehr auffindbar ("that's typically Keith", zuckte Hodges mit den Schultern). Mills springt bei strömendem Regen aus dem Taxi, setzt seinen Fritz-Wilhelm auf die Gitarre, umarmt Hodges, Foto geschossen, kurz mit Heckmann einen Smalltalk gehalten, zurück ins Taxi gesprungen und Abgang. Was für eine Hammer-Aktion - welcher Künstler in der obersten Liga hätte diesen aufopferungsvollen Aufwand sonst noch gemacht???

Das Problem blieb - wie kann die Unterschrift von R.E.M.-Mitglied Mike Mills auf der Gibson Blue Rose-technisch begründet werden? Zurück im Hotel wälzte Kollege Thomas Dewers seine Datenbank und fand zu unserer Begeisterung heraus, dass Mills auf dem Album Kitty der Blue Rose-Band Dashboard Saviors seinerzeit Orgel gespielt hatte. Na also, da war die Verbindung doch noch hergestellt. Dass Band-Kollege Peter Buck dieses Album damals gar produziert hatte, passt ebenfalls voll in diese Geschichte, auch wenn wir von ihm keine Unterschrift haben. Buck ist nämlich ebenfalls Teil der Blue Rose-Familie, denn er spielt neben Steve Wynn, Linda Pitmon und (R.E.M.-Gitarrist) Scott McCaughey im Baseball Project mit, von dem wir im Februar 2011 das zweite Album veröffentlichen werden. Und wenn wir ganz weit ausholen würden, dann gehört auch R.E.M.-Sänger Michael Stipe zur Blue Rose-Familie, hatte dieser doch das Debüt-Album von Vic Chesnutt (R.I.P.) produziert...

So viel R.E.M. - da passt es doch perfekt, dass wir über unseren US-Partner New West Records am 29. Oktober eine Live-DVD dieser Rockmusik-Institution aus Athens, Georgia, veröffentlichen! Im Rahmen der US-TV-Musiksendung Austin City Limits trat die weltberühmte Band am 13. März 2008 im Studio des Senders auf, auf den Bänken eine überglückliche kleine Fangemeinde, die ihren Idolen wohl noch nie so nahe war wie an diesem Abend. R.E.M. stellten bei dieser denkwürdigen Show ihr neuestes Album Accelerate vor und präsentierten dann auch gleich 8 Stücke aus diesem Werk, unterbrochen durch einige Klassiker der Band wie etwa "Drive", "Losing My Religion", "Electrolyte" oder "Man On The Moon". 17 Songs insgesamt umfasst die 72 Minuten dauernde DVD, die erstmals in erweiterter Länge (bei der TV-Ausstrahlung fehlten die Stücke "So. Central Rain" und "Fall On Me") als Teil der Serie Live From Austin TX erhältlich ist - in perfektem 5.1- und dts-Sound.




26.10.

STEVE WYNN & THE MIRACLE 3
Northern Aggression


CD € 13,90
LP+CD € 17,90
(LP lieferbar ab 5.11.)
STEVE WYNN ist wieder da mit einem neuen Album. Einer der wichtigsten, fleißigsten, schillerndsten Künstler innerhalb der Blue Rose-Familie seit 1997! Und Steve Wynn kommt nicht alleine, er hat nach einer Pause von gut 5 Jahren seine Lieblingsband dieser Dekade reaktiviert: The Miracle 3. So steigt er also ein ins nächste Jahrzehnt. Wenn das kein deutliches Signal ist?! Steve Wynn & The Miracle 3, das bedeutet nichts weniger als lauten Rock'n Roll, knappe Songansagen, furiosen Gitarrenkrach und eine schnelle, harte Gangart in bester Garage Rock-Tradition! Northern Aggression heißt das Werk, das gleichermaßen Comeback und nahe Zukunft bedeutet, das mit seinen 11 konsequent aufregenden Nummern die Grundlage für kommende, garantiert fulminant abrockende Live Shows bildet!

In den 5 Jahren ohne die "wunderbaren Drei" war Steve Wynn freilich nicht untätig. Ab 2006 gab es eine Wiederbelebung des legendären Danny & Dusty-Projekts mit Dan Stuart. Ausgedehntes Touren durch Europa sowie jeweils ein auf Blue Rose erschienenes Studio- und Live-Album füllten seinen Terminkalender in 2007. Wynn und der Ex-Green On Red-Frontmann Stuart spielten dabei mit einer Allstar Band inkl. Chris Cacavas, Stephen McCarthy, Bob Rupe und Johnny Hott - praktisch eine Reunion von Wynn's 90er Combo Gutterball. In 2008 nutzte er die Slowenien-Connection zu Chris Eckman (Walkabouts) für sein Soloalbum Crossing Dragon Bridge, das mit experimentellen Ansätzen und ungewöhnlichen Arrangements überraschte. Eine ausführliche Tour mit dem Dragon Bridge Orchestra (feat. Eckman, Cacavas, Rodrigo D'Erasmo, Eric van Loo und Linda Pitmon) und eine daraus resultierende Live-Scheibe waren die Folge. Ebenfalls in 2008 startete Wynn sein etwas verrücktes Baseball Project, eine einzige Hommage an verdiente US-Baseball-Größen in Form von fulminanter Power Pop/Guitar Rock-Musik. In Quartettbesetzung: Wynn, Peter Buck (R.E.M.-Gitarrist), Scott McCaughey (Minus 5/R.E.M./Young Fresh Fellows-Mastermind) sowie natürlich wieder Linda Pitmon. Die Schlagzeugerin, langjährige Freundin und jetzige Ehefrau, fehlt niemals bei einer Steve Wynn-Veranstaltung.

Und bildet demzufolge auch 2010 wieder - zusammen mit Bassist Dave DeCastro - den harten, dynamischen Backbeat der Miracle 3! Der Wunderbarste unter den Wunderbaren ist allerdings Gitarrist Jason Victor, von dem man nie weiß, was er als nächstes spielen wird. Seine spontanen Einfälle, gepaart mit einer urigen Lust am Lärmen und einer exzellent ausgebildeten Technik, sind Salz und Pfeffer in jeder Miracle 3-Suppe, es sind seine freakigen Soli auf der Elektrischen, die bei vielen Stücken den gewissen Unterschied ausmachen!

Victor, DeCastro und Pitmon fuhren also mit ihrem Boss (Sänger, Autor aller 11 neuen Songs, Gitarrist, gelegentlicher Keyboarder, Produzent) Steve Wynn im Herbst 2009 von New York runter in den Süden nach Richmond, Virginia, quasi in Wynn's zweite Heimat, wo er in den 90ern die Combo Gutterball mit Musikern von House Of Freaks, Silos und Ex-Long Ryders Stephen McCarthy zu einem kurzfristigen Indie-Supergroup-Ruhm führte. McCarthy buchte für die neuen Sessions genau jenes Montrose Studio, in dem 1993 die legendäre erste Gutterball-LP aufgenommen wurde und empfing die Crew aus dem Norden mit dem gut gemeinten Ratschlag: "cool down, relax, leave your northern aggression at the door"! Im Verlauf der einwöchigen Aufnahmen geriet dieser Begriff zum geflügelten Wort und drängte sich am Ende als Albumtitel förmlich auf! Northern Aggression steht so im übertragenen Sinn für den von Wynn bezweckten Aufprall der Kulturen von arroganten, hektischen, Adrenalin-geladenen Yankees im "Feindesland" südlich der Mason-Dixon Line mit seinem eher lässigen easy livin' Lifestyle.

Eine erste Hörprobe des Eröffnungssongs 'Resolution' zeigt, dass die Rechnung aufgegangen ist: Das ist lauter, vorwärts treibender Rock'n Roll mit nervösen Gitarrenlinien und psychedelisch verklärtem Gesang und einem Ende in prächtiger Feedback-mania nach 5:43. Was für ein Start! Das von elektrischer Rhythmusgitarre bestimmte 'We Don't Talk About It' nimmt dann mächtig Fahrt auf, das temperamentvolle 'No One Ever Drowns' punktet mit verklärtem Echogesang und mysteriösem Synthesizergewaber im Zusammenspiel mit der Pedal Steel Guitar von Stephen McCarthy. Beim folgenden 'Consider The Source' mag man gar von einer Ballade sprechen - klar: Rockballade, dominiert von Orgelfluss und E-Piano-Grummeln... bis Jason Victor den Song mit einem völlig abgespaceten Electric Solo humorlos beendet! 'Colored Lights' erinnert mit seinen gewundenen, mehrfach überlagerten und verschobenen Gitarren und dem dichten Heavy Sound der Rhythm Section an klassischen Acid Rock der 60er Jahre, 'The Death Of Donny B' ist das erste im Netz zu findende Video, eine schleichende, ziellose, irgendwie bedrohliche Slow Motion-Nummer. 'The Other Side' kommt als beweglicher Rocker mit Orgel und Twin Guitars, dem man die Southern-Komponente wahrlich anmerkt, dasselbe gilt dann für das mit Girl Harmonies (von Linda Pitmon) und perlender Lap Steel (von McCarthy) aufgemotzte 'Cloud Splitter'. 'St.Millwood' ist eine weitere Steve Wynn-Gänsehautballade, seine vermutlich stärkste seit langer Zeit! Die Pedal Steel-Verzierungen von Stephen McCarthy wirken hier so dominant, dass man fast von "Alt.Country" sprechen möchte - jedenfalls ein klarer Fall von Miracle 4 statt 3! Wenn jemand im Zusammenhang mit Steve Wynn einmal von Southern Rock reden sollte, dann kann damit nur 'On The Mend' gemeint sein: drei sich gegenseitig anstachelnde E-Gitarren (Lead, Rhythm & Lap Steel) über druckvoll rockenden Bass & Drums und eine Orgel mittendrin. Zum Schluss entlässt uns 'Ribbons And Chains' mit krachenden Gitarren, einer unwiderstehlichen Hookline und einem Steve Wynn mit herrlich aggressiven Yankee-Vocals!

In dieser Qualität steht Northern Aggression als dritte Studioproduktion von Steve Wynn & The Miracle 3 zwar in der Tradition seiner beiden Vorgänger Static Transmission (2003) und tick... tick... tick... (2005), verharrt dort aber nicht, sondern stürmt offensiv ins nächste Jahrzehnt!

Northern Aggression ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 29. Oktober erhältlich (die Vinyl-Ausgabe - mit beiliegender CD - ist ab dem 5.11. lieferbar).



22.10.

VARIOUS ARTISTS
Imus Ranch Record II


CD € 13,90
Don Imus, der Betreiber der Imus Ranch, und New West Records freuen sich gemeinsam auf eine weitere Ausgabe der CD-Compilation-Serie The Imus Ranch Record. Wie beim Vorgänger kommen die Einnahmen der Arbeit der Ranch zugute, die sich um Kinder, die an Krebs oder anderen ernsthaften Blutkrankheiten leiden, kümmert. Die CD enthält unter anderem Songs von fünf Grammy-Gewinnern wie etwas die Blind Boys Of Alabama, Delbert McClinton und die Phantom Blues Band, einige Rock and Roll Hall Of Fame-Mitglieder sowie mehrere Nummer 1-Hits. Das Album beginnt mit einer brandneuen Aufnahme von Jamey Johnson, einem aufgehenden Stern am Country Music-Himmel, der Meat Loaf's "Two Out Of Three Ain't Bad" covert, gefolgt von Sam Moore von Sam & Dave, der den Song "Bop", einem Nr.1-Hit von Dan Seals aus dem Jahr 1985, neu interpretiert. Hayes Carll, einer der populärsten Vertreter der New Americana Scene, steuert Roger Miller's Klassiker "King Of The Road" bei, und der zweimalige Grammy-Gewinner Levon Helm huldigt Bob Dylan mit dessen "It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry", produziert von Dylan's langjährigem Gitarristen Larry Campbell.



22.10.

MAILORDER NEWS




21.10.

OLD 97's
The Grand Theatre Vol. One


CD € 13,90
Über zwei Jahre haben sie ihre Fans warten lassen, aber nun sind OLD 97's zurück mit einem brandneuen Studioalbum, The Grand Theatre Volume One. Es ist bereits ihre 10. Veröffentlichung seit 1994 und die 4. hintereinander auf New West/Blue Rose! Irgendwelche Verschleißerscheinungen sind dabei nicht in Hörweite, im Gegenteil: Mit diesem Kickass-Frischefaktor dürften sie wieder alle begeistern, die ihre Entwicklung von einer einstmals lokalen Insurgent/Alt.Country/No Depression Combo aus Texas zu einem Roots Pop/Rock Act mit globalem Anspruch aufmerksam verfolgt haben.

Miller, Hammond, Bethea und Peeples - das sind die Vier von Old 97's, genau jene Vier, die vor über 17 Jahren in Dallas diese Band gegründet haben, in der es tatsächlich nie eine einzige Personaländerung gegeben hat. Das ist schon mal einen kräftigen Applaus wert, besonders wenn man weiß, dass es durchaus die ein oder andere Achterbahnfahrt zu bewältigen galt! Nach unruhigen Jahren mit manchen Labelwechseln vom Indie zum Major und wieder zurück zum Indie, mit einigen Stilkorrekturen dazwischen, aber nur ganz wenigen Verirrungen, scheinen Old 97's mit der aktuellen Situation sehr zufrieden zu sein. Der (heimliche) Bandleader Rhett Miller (Guitar, Lead Vocals) geht häufig mal fremd, soll heißen: versucht sich an einer (meistens nicht ganz so erfolgreichen) Solonebenkarriere, den "zweiten" Mann, Murry Hammond (Bass, Lead Vocals, auch Guitars, Keyboards), verschlägt es öfter mal nach Kalifornien in seine neue Heimat. Aber immer wenn sie dann wieder zusammentreffen mit den beiden anderen, Ken Bethea (Lead Guitar, Harmony Vocals) und Philip Peeples (Drums, Percussion), sind sie voll da, engagieren sich mit dem Adrenalin einer aufstrebenden College Band für ein neues Projekt, das in der Regel nicht nur eine CD-Veröffentlichung sondern auch heftiges Touring drumherum beinhaltet. Auf diese Art und Weise haben es Old 97's zu einer echten Marke in Sachen All American Roots Pop gebracht, freilich nicht ganz so groß wie Wilco oder gar R.E.M., aber schon in der Liga von Jayhawks, Whiskeytown, Minus 5, Drive-By Truckers, Son Volt, Sadies u.ä.

Rhett Miller war im letzten Jahr mal wieder alleine unterwegs. In England, Irland, Skandinavien, als Vorprogramm zu Steve Earle. Im Schatten dieses großartigen Singer/Songwriters und unter dem Eindruck all der Traditionen und Skurrilitäten in Old Europe sind ihm die Texte zu den neuen Songs geradezu aus der Feder geflossen - in Taxis, Flugzeugen und Zügen, in Bars und Umkleideräumen, im Hotelzimmer oder kurz vorm Soundcheck: 'The Grand Theatre', 'Every Night Is Friday Night', 'The Dance Class', 'Love Is What You Are', 'Please Hold On While The Train Is Moving'... Wieder zuhause in den Staaten fand sich die Band in Dallas in der fast 100-jährigen Sons Of Hermann Hall ein, um diese Stücke zu komplettieren, zu verändern, neu zu arrangieren und um sie in der Praxis auf künftige Live-Tauglichkeit zu testen. Mehr als zwei Dutzend wurden für so hochwertig befunden, dass man sie eine Woche später in Austin im Treefort Studio mit Produzent Salim Nourallah, der schon für das Vorgängeralbum Blame It On Gravity verantwortlich zeichnete, und Recording Engineer Jim Vollentine (Spoon, Blues Traveler, Heartless Bastards, Patty Griffin) in kürzester Zeit - mit dem Live-Aspekt noch im Hinterkopf - einspielte. Neben den "europäischen" Rhett Miller-Nummern gibt es auch noch das ein oder andere "amerikanische" Stück im selben Geist wie z.B. 'A State Of Texas' (Zustand, nicht Staat!), wie üblich aber auch wieder zwei sehr starke Beiträge von Murry Hammond ('You Were Born To Be In A Battle' und 'You Smoke Too Much') und eine große Überraschung, der einzige Song mit älterem Datum - 'Champaign, Illinois'. Wenn man so will, ein Klassiker aus den 60ern, nämlich kein geringerer als Bob Dylan's 'Desolation Row'. Rhett Miller hörte diesen Song im Autoradio während einer düsteren Autofahrt durch Illinois und erfand spontan völlig neue Lyrics dazu. Nach komplizierten Verhandlungen mit der Dylan-Rechtsabteilung hörte sich der Meister die neue Version an, ließ sich die Miller-Zeilen kommen und... segnete das Ganze unter einem fairen 50/50-Deal ab. So gibt's hier die irgendwie surrealen Co-Credits "Bob Dylan/Old 97's".

'Champagin, Illinois' steht denn auch nicht zufällig genau im Zentrum dieses famosen Albums! Eingerahmt von einem lustvoll pulsierenden come-and-go von meist schnellen Nummern: Alt.Country Rock, Power Pop, Good Time Rock'n Roll, 60s Psychedelic Pop, Merseybeat, British Invasion Sound, Cowpunk, Hard Twang... - Old 97's feiern auf The Grand Theatre Volume One eine einzige Americana Pop'n Roll Party auf höchstem Niveau. Und die ist noch lange nicht zuende. Über 25 Songs haben sie schließlich insgesamt aufgenommen, womit logischerweise klar sein dürfte, wie das nächste Album heißen wird: The Grand Theatre Volume Two, Veröffentlichung geplant für Mai 2011.

The Grand Theatre Volume One ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 12. November erhältlich.



15.10.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 40+41/2010

KINGS OF LEON
Come Around
Sundown


CD € 15,50
ROD STEWART
Fly Me To
The Moon


CD € 12,90
STEVE LUKATHER
All's Well That
Ends Well


CD € 15,50
Lim.CD € 16,90
LP € 15,50
JUSTIN TOWNES EARLE
Harlem River Blues



CD € 15,50
LP € 15,50
TONY JOE WHITE
The Shine



CD € 15,50
SUZANNE VEGA
Close-Up 2:
People & Places


CD € 15,50



12.10.

Welcome: CHILL @ BLUE ROSE



Es war einmal ein Mailorder, der sich auf damals, Ende der 70er Jahre, noch "Country Rock" genannten Musikstil spezialisiert hatte und der Fans dieser Gattung mit seltenen und hierzulande kaum erhältlichen Alben versorgte. Internet oder gar ebay war noch nicht geboren und so war man auf solche "Versorgungskanäle" angewiesen, wenn man sich mit Musik jenseits des Mainstreams befassen wollte. Er wurde von drei Köpfen geleitet, die sich dann 1994 ziemlich in dieselbigen gerieten, sich trennten und aus einem gleich drei Mailorder machten. Einer davon wurde von Thomas Dewers (mit-) geleitet und hatte den Namen Chill Music. Thomas hatte relativ spät "bewusst" Musik gehört (immer schon mit einem deutlichen Hang nach Amerika) seit Ende 1969, konkreter dann mit den ersten LPs ab 70/71. Früh wurde er dann geprägt von den Byrds, CSNY, Jackson Browne, Fairport Convention, Grateful Dead, Jefferson Airplane, von 73-76 auch eine musikalische Parallelwelt mit ELP, Yes, Gentle Giant, Genesis usw., Ende der 70er entdeckte er die Liebe zum Bluegrass. Dann hatte er die 80er US-Aufbruchsphase voll erlebt mit Green On Red/Long Ryders/Los Lobos/Blasters usw., war dadurch noch mehr zur Roots/Americana Music gekommen, in den 90ern wurde er No Depression-Fan. Sein Hörspektrum innerhalb dieser Koordinaten hat er immer mehr erweitert, auch nach hinten in die Historie. Seit Anfang der 70er, seit Taschengeld und Ferienjobs also, wurde er LP-, seit 1990 CD-Sammler.

Der erste Chill-Music-Katalog war im Sommer 1994 erschienen und glänzte sofort durch bisher nicht gekannte feine und säuberliche Albumbesprechungen. Im Laufe der Jahre wurde der Katalog für die Fans der Roots-/Americana-/Bluegrass/Southern Rock-/Blues Rock- und Country Rock-Schiene zu einer unverzichtbaren Lektüre, die man voller Gier aus dem Briefkasten fischte und nicht mehr aus der Hand legte, ehe man auf der letzten Seite angelangt war. Die CDs waren damals nicht gerade billig zwischen 30 und 35 DM, aber da die Scheiben fast ausschließlich aus den USA importiert worden waren und der damalige Dollarkurs wesentlich schlechter war als heutzutage, mussten die Fans diese bittere Pille schlucken. Was letztes Endes vielleicht auch das Ende von Chill Music bedeutete - zu wenige Kunden, keinen Etat für Werbemaßnahmen, keine Zeit für Internet-Auftritt und der bereits erwähnte schlechte Dollarkurs waren einige Gründe, warum Chill Music nach 30 Katalogausgaben Ende 2001 die Segel streichen musste.

Thomas Dewers war nur für sehr kurze Zeit arbeitslos, denn er wurde schnell mit einem weiteren Tonträgermailorder, Glitterhouse Records, einig, in deren Katalog mit der Marke "Chill Music" über mehrere Seiten genau da weiterzumachen, wo er bei seiner eigenen Firma aufgehört hatte.
Parallel begann er vor etwa 6 Jahren, für Blue Rose die Neuheiteninfos zu verfassen, und neben der geschäftlichen Beziehung entwickelte sich auch ein sehr freundschaftliches Verhältnis zwischen Thomas und Blue Rose. Regelmäßige Besuche unserer Christmas Party oder gar weite Fahrten von Bremen nach Heilbronn zu einem der Musik-Stammtischabende von Heckmann und seinen Kumpels oder gemeinsame Reisen zum SXSW-Festival nach Austin, Texas vertieften die freundschaftliche Bande, und so war es nur eine logische Entwicklung, dass Dewers mit seiner Rubrik zu Blue Rose wechseln würde, als die Zusamenarbeit mit Glitterhouse im August 2010 beendet wurde.

Mit einem veränderten Konzept starten wir heute die Ära Chill @ Blue Rose. Waren Thomas' Short Stories einmal monatlich im Glitterhouse-Katalog zu finden, werden wir - je nach Neuheitenausstoß - die CDs topaktuell auf dieser NEWS-Seite vorstellen und dann im zweimonatlich erscheinenden Blue Rose-Katalog zusammenfassend präsentieren. Wenn also zukünftig das obige Chill @ Blue Rose-Logo auftaucht, ist das gleichbedeutend mit interessanten CD-Neuheiten im Bereich Roots Rock und Americana (wir üblich wird vor Beginn der eigentlichen Besprechung das Musiksubgenre abgegrenzt sowie das Erscheinungsjahr angeführt). Aber nicht nur da - Chill @ Blue Rose wird das Spektrum erweitern, dadurch noch vielseitiger, umfassender und spannender machen. Dennoch sind wir weiterhin bestrebt, unsere Lieferzeit gewohnt kurz zu halten - "Testkäufe" sind willkommen!

Mit dem heutigen Start gehen wir direkt in die Vollen und präsentieren 34 Alben Chill @ Blue Rose in gewohnter Top-Quality, denn nur wo Chill Music drauf steht, ist auch Chill Music drin!


EINIGE CHILL @ BLUE ROSE-HIGHLIGHTS


AZURE RAY
Drawing Down The Moon


CD € 14,50
(Songwriter/Indie Pop/Alt.Folk) 2010 Saddle Creek - Comeback des legendären Indie-Duos Maria Taylor & Orenda Fink! Jetzt hatten sich beide mit ihren diversen Solosachen soweit emanzipiert und weiterentwickelt, dass eine erneute Zusammenarbeit nach fast 7-jähriger Pause zwar überrascht, aber andererseits auch wieder möglich und sinnvoll erscheint. Remember? Die beiden Frauen, jede für sich eine eigene Künstlerpersönlichkeit, kamen in den 90ern zunächst bei der Band Little Red Rocket in Athens, Georgia zusammen, veröffentlichten 2 Alben. Seit Beginn des Jahrtausends machten sie 4 weitere CDs als Azure Ray (je 2 auf Warm und Saddle Creek) und wandelten fortan auf den Trails zwischen Athens und Nebraska, wurden für Saddle Creek neben Cursive, Bright Eyes, Two Gallants und Rilo Kiley zu einer echten Identifikationsband! Nach ihrer freundschaftlichen Trennung in 2003 veröffentlichte Maria Taylor 3 gestandene Soloalben, zog zwischenzeitlich nach Omaha und lebt jetzt in Los Angeles. Orenda Fink hatte 2 eigene Saddle Creek-CDs, spielte bei O+S, McCarthy Trenching, Jason Boesel und ist nun auch nach L.A. gezogen, was diese Reunion logistisch einfach macht. 'Drawing Down The Moon' ist denn auch die fast geschwisterliche Weiterführung der bekannten Azure Ray-Kultur unter Einbeziehung der verschiedenen Soloerfahrungen, was sich besonders im erwachseneren Songwriting bemerkbar macht. Aber keine Sorge, die Musik ist nach wie vor kreativ, innovativ, vertrackt, verspielt, aufregend, unterschwellig pulsierend und irgendwie auch modern geblieben. Viele Feinheiten entdeckt man erst nach mehrmaligem Hören, aber die umwerfend zart gehauchten Stimmen und ihre geradezu verführerischen Harmonien betören einen natürlich sofort!! Weitgehend im Trio eingespielt in North Carolina mit Multiinstrumentalist/Klangtüftler Eric Bachmann (Crooked Fingers, Archers Of Loaf), dazu in gezielten Nebenrollen andere Musiker mit Harfe, Cello, Oboe, Drums, Geige, Bassoon.

JENNY & JOHNNY
I'm Having Fun Now


CD € 12,90
(Indie Pop/Folk Rock) 2010 Warner - Schuld hat Conor Oberst! Der hat die beiden - Jenny Lewis und Johnathan Rice - einander bereits in 2005 vorgestellt. Fortan betreiben sie eine dauerhafte Liaison, so hat Rice auf den Platten von Lewis eine stets herausragende Rolle gespielt, war bei jedem ihrer Liveauftritte mit auf der Bühne. Die Karriere von Jenny Lewis aus Los Angeles ist ja gut dokumentiert (Frontfrau von Rilo Kiley, danach solo mit 'Rabbit Fur Coat'/2006, 'Acid Tongue'/2008, Gastrollen bei M.Ward, Watson Twins, Elvis Costello usw.), Johnathan Rice (Virginia, Glasgow, NYC, L.A.) ist dagegen mehr als Begleitmusiker für Lewis, Costello, Neal Casal, Gary Louris, Vetiver und mit seiner Filmrolle als Roy Orbison in 'Walk The Line' aufgefallen als mit seinen beiden Soloalben 'Trouble Is Real' (05) und 'Further North' (07). Bei/als Jenny And Johnny haben beide nun 50% Anteil, teilen sich genau die Songcredits, Gitarren, Bass, Drums und die Stimmen! Herausgekommen ist dabei etwas völlig anderes als je zuvor: oft schneller, kompakter, bisweilen wavig-abrupter Indie (Power) Pop/Rock à la Pixies, frühen R.E.M., Reivers, Spoon, Posies, Breeders, Belly mit eingängigen Melodien, offensiven Gitarren, lauten Folk Rock-Vocals (oft in strikter Stereotrennung), knackiger on-the-spot Produktion und dem ein oder anderen "Hit für die Ewigkeit" dazwischen ('Switchblade', 'Animal', 'New Yorker Cartoon'). In Nebenrollen dabei: "Farmer" Dave Scher (Beachwood Sparks, Neal Casal), Jason Boesel (Rilo Kiley, Bright Eyes, Jakob Dylan), Pierre de Reeder (Rilo Kiley) und Soundmann Mike Mogis (Bright Eyes, Maria Taylor, Monsters Of Folk, She & Him). Yes, they're having fun now!

SHINYRIBS
Well After While


CD € 15,90
(Songwriter/Roots/Alt.Country/Folk Rock) 2010 Nine Mile - Shinyribs ist der Spitzname von Kevin Russell, hauptberuflich einer der beiden kreativen Masterminds der Gourds aus Austin, TX. Obwohl die Gourds regelmäßig spielen und Platten veröffentlichen, scheint der Gute nicht ausgelastet, bereits in 2002 ging er als Kev Russell's Junker fremd und betreibt nun seit 2006 dieses Zweitprojekt unter dem Namen Shinyribs, das er mit einer wenig stabilen, ständig wechselnden Besetzung zu einem regelmäßigen Austin Club-Ereignis entwickelt hat. Wer gerade Lust und Zeit hat, schaut da hinein. Für dieses erste Studioalbum sind es u.a. Gourds-Drummer Keith Langford, Alejandro Escovedo Orchestra-Drummer Stephen Belans, Keyboarder Bukka Allen, Resentments-Boss "Scrappy" Jud Newcomb, Geigerin Eleanor Whitmore, Rick Richards, Mark Rubin, Ray Wylie Hubbard, Brad Rice, Michael Fracasso und Bassist & Produzent George Reiff, der ja für seine Arbeit mit RWH ('A. Enlightenment B. Endarkenment') wahre Lobeshymnen eingeheimst hat und soeben mit der Band Of Heathens im Studio ist. 'Well After Awhile' ist eine sehr dynamische Americana-Mischung mit vielen Alt.Country-Anteilen, sowohl akustischer als auch elektrischer Natur, geworden - natürlich nicht weit vom Gourds-Sound der letzten Jahre entfernt, also auch ernsthafter und bodenständiger als man diese kauzige Truppe gemeinhin in Erinnerung hat. In der Tat sind es mal wieder die genialen Songs von Kevin Russell, die hängenbleiben. Und sein prägnanter Gesang, der mich wiederholt sehr an Levon Helm erinnert. Ein tolles 'Change Is Gonna Come' von Sam Cooke zum Abschluss: solo, nur "Shinyribs" mit Mandoline und Stimme.

STEEL DRIVERS
Reckless


CD € 15,50
(Bluegrass/Roots/Folk) 2010 Rounder - ach, diese Musik, diese Band, es ist eine einzige Freude!! Bluegrass ist absolut "in" in den Staaten, davon konnte man sich wieder mal überzeugen anlässlich der jüngsten Americana Music Conference: Chatham County Line, Cadillac Sky, Railroad Earth, Infamous Stringdusters gehören zu den absoluten Americana Stars dieser Tage und ich glaube, die SteelDrivers sind sogar noch einen Schritt vorneweg. Bereits ihr selbstbetiteltes Debüt in 2008 machte mächtig von sich reden: mit einem kompakten Sound, der mehrstimmige Gesangssätze und filigranste Instrumentalsoli kongenial miteinander verbindet, mit charakteristischen, eigenen Songs und mit einer beherzten "new music with the old feeling"-Attitüde, die eben auch junge Leute hochgradig anmacht! So gab es Anfang September in den einschlägigen Medien einen regelrechten Hype um das neue Album und - quasi ein Parallelprodukt ohne Überschneidungen! - ihre Beiträge auf dem 'Get Low' Soundtrack. Anders als die Traditionals dort haben wir es auf 'Reckless' wieder ausschließlich mit Kompositionen aus dem Hause Chris Stapleton/Mike Henderson zu tun. Ersterer ist Gitarrist und alleiniger Leadsänger (mit attraktiver Reibeisenstimme) der SteelDrivers, Henderson, ausgestattet mit einem langen Register an Credits für Künstler des Dead Reckoning Labels, für John Hiatt, Waylon Jennings, Guy Clark, Dixie Chicks bis hin zu Emmylou Harris und Mark Knopfler, spielt hier Mandoline, Dobro und Harmonica. Der Grammy-nominierte Ace-Banjopicker Richard Bailey hat schon für Jim Lauderdale, Tom Rush, Roland White uind George Jones gearbeitet, Akustikbassist/Harmoniesänger Mike Fleming war lange Jahre bei David Olney und Fiddlerin/Harmoniesängerin Tammy Rogers gehörte ebenfalls zum illustren Dead Reckoning-Clan mit Kevin Welch, Kieran Kane, Mike Henderson et al und wird von Buddy & Julie Miller gerne für deren Projekte favorisiert. Ja, und genau dieses Team hat mit 'Reckless' die allertollste Genre-CD des Jahres veröffentlicht, da lege ich mich schon mal fest!!

TRUTH & SALVAGE CO.
Truth & Salvage Co.


CD € 14,90
(Rock/Roots Rock/Country Rock) 2010 Silver Arrow/Megaforce - kapitales, omnipotentes neues Sextett aus..., sagen wir mal: Los Angeles. Dort nämlich haben sich die Musiker im Hotel Cafe zuerst getroffen und später mit Ober-Black Crowes Chris Robinson als Produzent dieses ausnahmslos starke Debütalbum eingespielt. In Wirklichkeit sind die 6 (darunter gleich 4 eigenständige Singer/Songwriter!!) noch gar nicht lange zusammen und stammen aus Atlanta, Tupelo, New Orleans und Indianapolis, spielten zuvor in Bands wie Old Pike und Scrappy Hamilton oder solo. Tim Jones (Guitars, Vocals), Scott Kinnebrew (Guitars, Lap Steel, Vocals), Walker Young (Klavier, Orgel, Vocals) und Bill "Smitty" Smith (Drums, Vocals) mit Joe Edel (Bass) und Adam Grace (Piano, Orgel, Mellotron, E-Piano). In dieser opulenten Besetzung haben Truth & Salvage Co. also einen kompakten, zwingenden, flüssigen Bandsound geschaffen, mit dem man in idealer Stromlinie die Highways und Freeways dieser Welt herunterrauschen kann! Das auf und ab von semiakustisch/elektrischen Midtempo-Nummern, melodiösen Boogie Stompern und herrlich altmodischem Rollin' Rock mit so einigen Country-Anklängen und ganz viel Westcoast-Feeling sorgt genauso für Frische, Vielseitigkeit und Abwechslung wie die kerngesunden Songs und die individuellen Leadstimmen oder die perfekt sitzenden Harmonies - Marke "gehobene Professionalität mit natürlicher Leidenschaft" oder vice versa. Neben den üblich verdächtigen 70er Country Rock-Assoziationen (New Riders, Poco, Flying Burrito Brothers) hört man hier weitere Spuren von Mother Hips, The Band, Eagles, Wallflowers, Fleetwood Mac, Guess Who, Freewheelers, Kings Of Leon und Black Crowes. Klasse Teil, bei dem bis hin zur aufwändigen Klappverpackung alles stimmt!!

TURNPIKE TROUBADOURS
Diamonds & Gasoline


CD € 12,90
(Country Rock) 2010 Privatlabel - Red Dirt rocks! In dem schier unerschöpflichen Reservoir von Country/Americana/Roots-whatever Bands aus Oklahoma gibt es tonnenweise gute bis mittelmäßige Bands, die es mehr oder weniger lohnt sich anzuhören. Aber eben auch überdurchschnittlich viele sehr gute, dies es unbedingt zu entdecken gilt! Wenn der Name Mike McClure irgendwo draufsteht, dann ist das in etwa so ein Qualitätssiegel wie für andere Szenen/Genres die Namen Buddy Miller, T-Bone Burnett oder Joe Henry: Es ist dann mit Sicherheit kein Mittelmaß, es handelt sich immer um zumindest handwerklich astreine Wertarbeit und meistens um eine überdurchschnittliche Band mit spezieller Aura. McClure brauche ich hier wohl niemandem mehr vorzustellen, seine eigenen Platten (und die seiner alten Band Great Divide) und seine (Produktions-) Jobs für Cross Canadian Ragweed und Jason Boland & The Stragglers machten ihn schließlich zu so etwas wie den Paten von Stillwater, OK. Und nun hat er sich zusammen mit seinem langjährigen, kongenialen Partner, dem erfahrenen Memphis/Nashville-Recording Engineer Joe Hardy (Radiators, Green On Red, Georgia Satellites, ZZ Top, Steve Earle, Chris Knight, Tommy Keene) diese exzellente junge Truppe vorgeknöpft, die solch einen erstklassigen, unverfälschten, jederzeit zu Begeisterungsstürmen hinreißenden Country Rock klassischer Machart zelebriert, wie ich sowas in vielen Monaten nicht meher gehört habe!! 'Diamonds & Gasoline' ist die zweite CD der Turnpike Troubadours, die 12 Songs galoppieren zumeist im schnellen bis mittelschnellen Tempo und immer definitiv country-rockig in formvollendeter Acoustic/Electric-Manier heran, die Lead Vocals von Bandchef und Hauptsongschreiber Evan Felker kommen knackig und engagiert rüber, die Leadgitarre von Ryan Engleman schiebt sich immer im genau richtigen Moment nach vorne, die Rhythm Section und der Fiddler komplettieren den Bandsound, der insgesamt ungemein an die Nitty Gritty Dirt Band und Reckless Kelly oder Waylon Jennings mit Micky & The Motorcars und Wrinkle Neck Mules erinnert. Als Gastmusiker sind dabei Roger Ray (Jason Boland & The Stragglers) mit tollen Einsätzen an Pedal Steel und Dobro, John Fullbright (neuer Singer/Songwriter-Geheimtip aus Okemah, watch out!) und Mr. McClure selber mit weiteren Gitarren.

WEITERE CHILL @ BLUE ROSE-NEUHEITEN

ASLEEP AT THE WHEEL
& LEON RAUSCH
It's A Good Day


CD € 14,90
BLASTERS
Blasters



CD € 14,50
BLASTERS
Non Fiction



CD € 14,50
BLASTERS
Hard Line



CD € 14,50
BLUE GIANT
Blue Giant



CD € 15,50
CARL BROEMEL
All Birds Say



CD € 11,90
S. CAREY
All We Grow



CD € 14,90

LUKE DOUCET
& WHITE FALCON
Steel City Trawler


CD € 14,90
JUSTIN TOWNES
EARLE
Harlem River Blues


CD € 15,50
LP € 15,50
KRISTIN HERSH
Cats And Mice



CD € 9,90
INFAMOUS
STRINGDUSTERS
Things That Fly


CD € 14,90
INNOCENCE MISSION
My Room In
The Trees


CD € 13,90
KAISER CARTEL
Secret Transit



CD € 12,90
RAY LAMONTAGNE
& THE PARIAH DOGS
God Willin' & The...


CD € 15,90

JON LANGFORD
& SKULL ORCHARD
Old Devils


CD € 15,90
CHARLIE LOUVIN
Hickory Wind



CD € 12,90
CORY MORROW
Brand New Me



CD € 15,50
CHARLIE ROBISON
Beautiful Day



CD € 13,90
SAHARA SMITH
Myth Of The Heart



CD € 14,90
LESLIE STEVENS
& THE BADGERS
Roomful Of Smoke


CD € 10,90
MARTY STUART
Ghost Train



CD € 15,50

JIMMIE VAUGHAN
Plays Blues,
Ballads & Favorites


CD € 13,90
DALE WATSON
Carryin' On



CD € 13,90
THE WEEPIES
Be My Thrill



CD € 13,50
PEGI YOUNG
Foul Deeds



CD+DVD € 15,90
VARIOUS ARTISTS
Soundtrack:
Get Low


CD € 15,50
VARIOUS ARTISTS
Broken Hearts
& Dirty Window


CD € 13,50
VARIOUS ARTISTS
Twistable
Turnable Man


CD € 15,50



08.10.

BLUE ROSE CHRISTMAS PARTY 2010


 
Micky & the Motorcars
BLUE ROSE
CHRISTMAS PARTY



Ticket € 33,00
Wir möchten uns zunächst dafür entschuldigen, dass es in diesem Jahr so lange gedauert hat, bis wir unsere zur Tradition gewordene "Weihnachtsfeier" offiziell bekannt geben können. Nachdem für uns zwar schon sehr früh im Jahr klar war, dass wir die Blues Garage in Isernhagen nicht mehr ansteuern würden, war es doch ein Problem, eine geeignete Location zu finden. Mehrere Möglichkeiten wurden diskutiert, bis sich dann erst vor wenigen Wochen die Möglichkeit auftat, dass wir wieder in den Gewölbekeller des Bürgerhauses Heilbronn-Böckingen ziehen können, wo wir bereits neben zahlreichen Konzerten auch mehrere Christmas Partys gefeiert hatten. Der große Vorteil des Gewölbekellers ist, dass er aus zwei Räumen besteht - neben dem eigentlichen Konzertsaal gibt es noch einen großen Café-Bereich mit vielen Sitzgelegeheiten, wo sich der Besucher auch einmal zur Erholung, zum Füße vertreten oder für ein kleines Schwätzchen zurückziehen kann - oder um den Durst oder/und den Hunger zu stillen. Zusätzlich zu den vorhandenen Tischen und Stühlen werden wir noch einige Biertischgarnituren aufstellen, so dass die Umbaupausen nicht auch noch im Stehen verbracht werden müssen. Neben dem Veranstaltungsort stand dann allerdings immer noch ein großes Fragezeichen hinter dem Headliner, da kein Blue Rose-Act im Dezember auf Tour war. Dass es nun eine der angesagtesten Americana-Bands in Texas geworden ist, freut uns umso mehr!

Hier zunächst einmal die wichtigsten Einzelheiten:
Termin: Samstag, 11. Dezember 2010
Ort: Heilbronn, Gewölbe Bürgerhaus Böckingen
Beginn: 18 Uhr (Einlass 17 Uhr)
Eintritt: 33 € im Vorverkauf, 35 € an der Abendkasse
Ticketverfügbarkeit: 230 Stück (bestellbar ab sofort, Auslieferung in ca. 14 Tagen)



Mitwirkende:
MICKY & THE MOTORCARS (Austin, TX)
HANK SHIZZOE & BAND (Bern, Schweiz)
WESTWOOD (Colorado Springs, USA/Adelsheim, Deutschland)
+ Special Guests



---------------------------------


MICKY & THE MOTORCARS
Eine der populärsten Bands auf dem Americana-Sektor sind neben Cross Canadian Ragweed und Reckless Kelly ganz sicher MICKY & THE MOTORCARS - und es bleibt alles in der Familie: Die beiden Brüder Micky und Gary Braun sind wiederum Brüder von Willy und Cody Braun, beide bei Reckless Kelly tätig. Und Cross Canadian Ragweed sind für beide Bands so etwas wie "Blutsbrüder" - sie gehen oft zusammen auf Tour oder bestreiten zumindest gemeinsam einen Abend.
Die Schnittmenge der Musik ist praktisch 100% - die einen sind vielleicht etwas härter (CCR), die anderen smarter (RK), Micky & The Motorcars irgendwo zwischendrin. Mit ihrem 3. Album Careless wurde Blue Rose auf das Quintett aus Austin, Texas aufmerksam, und mit dem Nachfolger Naive zu Beginn dieses Jahres haben sich nochmals eine Schippe drauf gelegt. Schon der Titelsong als Opener hat einen catchy Start mit deftigen Gitarren und einem harten Drumbeat sowie einer (wie könnte es anders sein) mörderischen Hookline, ehe der Break zum Mitsing-Refrain einleitet. Fette Produktion, das wird bereits nach 3 Minuten deutlich. Doch nicht nur das - Micky Braun, der für fast alle Songs verantwortlich zeigt, sind wieder zwei Hände voll griffige Americana/Alt. Country-Songs von der Feder gegangen, die sowohl den Sommer auf der Terrasse, im Freibad, auf der grünen Wiese oder beim Autofahren als auch die Wintermonate vor dem warmen Kamin oder auf dem kuscheligen Sofa gnadenlos versüßen. Und auch ein Blue Rose-Künstler kommt zu Ehren - Jon Dee Graham's "Twilight" (aus The Great Battle) ROCKT wie Hölle - Micky & the Motorcars haben nicht nur wegen dieser grandiosen Coverversion die Prüfung bestanden und sind mit Naive so ziemlich auf dem Country Rock-Gipfel der Neuzeit angelangt.



HANK SHIZZOE & BAND
Der schweizer Musiker HANK SHIZZOE hat sich in den vergangenen fast 20 Jahren von einem viel versprechenden lokalen Talent zu einem der spannendsten, stilistisch flexibelsten und mittlerweile renommiertesten Roots Rock-Musiker in ganz Europa entwickelt! Als exzellenter Gitarrist mit Ausnahmetechnik und innovativer Singer/Songwriter im zeitgenössischen Americana-Sektor ist der Name Hank Shizzoe weit über die Grenzen unseres Kontinents hinaus bekannt, die vermeintlich übermächtige "Konkurrenz" amerikanischer Spitzenkräfte braucht er schon lange nicht mehr zu fürchten, nicht zu Unrecht wurde als der "wohl beste Roots-Rock-Interpret außerhalb Nordamerikas" gefeiert und häufig mit Genre-Größen wie J.J. Cale, Mark Knopfler und Ry Cooder verglichen. Seine Einflüsse bezieht Shizzoe aus dem Countryblues sowie aus Folk-, Rock- und Pop-Elementen amerikanischer Prägung, um daraus einen Roots-Rock zu kreieren, der niveauvoller nicht ausfallen könnte und aus einem ganz eigenständigen Sound heraus entstanden war. zurückführen. Sein Debüt-Album veröffentlichte Shizzoe mit Low Budget im September 1994, und nach 13 Jahren beim CrossCut-Label wechselte er 2007 zu Blue Rose, um noch stärker in die pralle Americana-Welt der Singer/Songwriter und Roots Rocker vorzudringen und wo inzwischen auch schon wieder drei Alben erscheinen sind (Headlines, Live In Motown und Breather).

WESTWOOD
In der Blue Rose-Gemeinde ein unbeschriebenes Blatt, besitzt das Trio WESTWOOD um den US-Amerikaner Dave German und die beiden Deutschen Wolfgang Köhler und German Vogt vor allem in der Gegend um Mosbach und Heilbronn in Baden-Württemberg absoluten Kultstatus. Westwood gibt es bereits seit 1975, ergatterte sich 1980 einen Plattendeal bei Intercord, spielte bis 1985 weit über 1.000 Konzerte in ganz Deutschland, ehe German (nicht der mit dem Vornamen) zurück in die USA ging. Seit 1995 jettet er allerdings alle paar Jahre über den großen Teich für eine weitere Revival-Tour, und erst im September waren wieder über 1.500 Zuschauer bei gerade mal 8 Konzerten Zeuge, dass das Trio nichts von seinem Können verlernt hat. Dave German ist der Mittelpunkt, so gut wie alle Originalkompositionen wurden von ihm verfasst, er selbst singt die Lead Vocals und spielt akustische Gitarre, Banjo und Fiddle. Wolfgang Köhler singt und spielt akustische und elektrische Gitarre, German Vogt singt und spielt Bass. Westwood brauchen kein Schlagzeug, die Arrangements der Stücke erinnern an America oder Crosby Still & Nash und gehen umgehend ins Ohr.

Special Guests
Wie in den Vorjahren werden wir weitere Blue Rose-Künstler einladen, um die Christmas Party nicht nur einem großen Familientreffen, sondern zu einem harmonischen und stimmungsvollen Jahresabschluss zu machen.

Hier noch einige Tips für Übernachtungsmöglichkeiten, wobei anzumerken wäre, dass es in unmittelbarer Nähe des Bürgerhauses keine (empfehlenswerten) Hotels gibt, Taxis daher wohl die einzige Option zum eigenen Auto oder eines längeren Fußmarsches sind und die wir auf Wunsch gerne zum Venue bestellen:
Hotel Central (Roßkampffstr. 15-17, Tel. 07131-62420) - günstig -
Hotel Ibis (Bahnhofstraße 5, Tel. 07131-59440)
Gasthof Rössle (Stadtteil Frankenbach, Saarbrückener Str. 2, Tel. 07131-91550)
Akzent/Stadthotel (Neckarsulmer Str. 38, Tel. 07131-95220)
Best Western Hotel Kastell (Kastellstr. 64, Tel. 07131-91331) - liegt zwischen Autobahnanschluss Heilbronn-Untereisesheim und Venue -



02.10.

Nach 5 Jahren Warten ist es Ende dieses Monats endlich soweit: Am 29.10. erscheint das neue Album von STEVE WYNN & THE MIRACLE 3 unter dem Titel Northern Aggression. In unserer Jukebox auf der Startseite unserer Website sind ab sofort Songschnipsel aller 11 Stücke zu hören, lassen wir auch den Meister selbst zu Wort kommen, was er von seinem neuesten Streich hält:

"Ich kann mich daran erinnern, als meine Band The Miracle 3 und ich letzten Herbst die Stadtgrenze von Richmond, Virginia überquert hatten, bereit, unser erstes gemeinsames Album in über 5 Jahren aufzunehmen. Ich habe meinen alten Kumpel und Bandkollegen Stephen McCarthy angerufen, der mich scherzhaft warnte: " Lass bloß Deine nördlichen Aggressionen vor der Tür." Der Satz war irgendwie lustig, ironisch, treffend, und wurde somit natürlich für alle zum Lieblingsschlagwort der Aufnahmesessions - und wie könnte es auch anders sein - unvermeidlich auch zum Albumtitel.

Wir, die schnellsprechenden, energischen, aufgebauschten, engstirnigen Yankees (und ich beziehe mich hierbei nicht auf Baseball - das hebe ich mir für meine andere Combo auf) schlittern für eine Woche in den langsameren, lockereren, mysteriösen Lebensstil des Südens mit seinem Singsang-Dialekt, eben dem bekannten "southern lifestyle". Jeder, der meine Musikgeschichte verfolgt hat, weiß, wie gerne ich mich mit meinen Musikerkollegen in unbekannte Territorien begebe, was immer genug Spielraum für Überraschungen, Verwirrung, Inspiration und Abenteuer bietet.

Und die Ergebnisse, der Frontalzusammenstoß von Charakteren und Kulturen, macht Sinn. Ich denke, 'Northern Aggression' ist an den richtigen Stellen psychedelisch, schlüpfrig, hinterhältig, manisch, weise, erfahren, nervös und dilettantisch. Wir hatten auf jeden Fall die Freiheit, es einfach fliegen zu lassen. Die Zusammenarbeit mit dem Vater-Sohn Engineering-Team Bruce und Adrian Olsen (der erste hatte beide Gutterball-Alben aufgenommen, der letztere war zu der Zeit kaum aus den Windeln) gaben Jason, Linda, Dave und mir die Möglichkeit, rund um die Uhr zu arbeiten. Bruce war jeden Morgen ab 8 Uhr hinter dem Mischpult, Adrian hat dann so gegen 2 Uhr morgens den Laden dicht gemacht. Ich glaube, in den Stunden dazwischen haben wir irgendwann geschlafen.

'Northern Aggression' ist das dritte Album, das Jason Victor, Linda Pitmon, Dave DeCastro und ich zusammen gemacht haben (die beiden anderen sind 'Static Transmission' und '…tick…tick…tick'). Der Titel ist spitz gesagt eine Anspielung auf das, was die Einwohner hinter der Mason/Dixie-Linie manchmal als Bürgerkrieg bezeichnen, so wie in "the war of northern aggression". Aber dies war kein Bürgerkrieg, keine blutige Schlacht, kein historisches Schauspiel - nein, das waren ich und The Miracle 3 mit dem, was wir am besten können - ein gegenseitiger Aufprall mit uns und unserem Umfeld, ohne große Zurückhaltung und fast ohne Bestandsaufnahme, bis alles fertig ist. Eben das, was wir tun. Um Ornette Coleman zu zitieren, DAS sind unsere nördlichen Aggressionen. ENJOY!"







02.10.

Welcome to Blue Rose:
CHRIS BRECHT

CHRIS BRECHT
Dead Flower Motel


CD € 9,90
CD+LP € 19,90
Nein, nach Texas klingt diese jüngste Neuverpflichtung auf Blue Rose Records nun wirklich gar nicht! Eher nach Kalifornien oder zumindest auf dem Weg dorthin, womit wir der ganzen Geschichte schon etwas näher kommen... Der Singer/Songwriter CHRIS BRECHT zählt derzeit zu den größten Talenten in der riesigen Musikergemeinde von Austin. Dead Flower Motel ist sein zweites Album, eine deutliche Entwicklung weg von den mehr konventionellen Folk & Country-Strukturen des zwei Jahre alten Debüts The Great Ride. Jetzt wird es prickelnder, mutiger, aufbruchsreicher und Band-orientierter: deshalb Chris Brecht & Dead Flowers!

Chris Brecht schreibt seine Lieder meist zur Gitarre, Worte und Texte sind ihm sehr wichtig, er ist ein Poet! Wie die Songs dann letztendlich klingen, welche Arrangements ausgearbeitet, wie die Musiker eingesetzt werden, das wird erst später herausgebildet, im Studio entschieden. Wenn es gut läuft, dann fügt sich irgendwann alles wie von selbst. Bei Dead Flower Motel läuft alles optimal! Als Ergebnis hören wir 9 charakterstarke, eigenständige Songs, jeder für sich ein kleines Juwel, ein kurzes Roadmovie, eine Unterwegs-Novelle. Zusammen ergeben sie einen einzigen Fluss der Bewegung, des Reisens und Suchens - auch und besonders in metaphorischer Bedeutung! -, der in wohl temperierten, sorgfältig ausbalancierten Geschwindigkeiten dahinströmt und zutiefst menschliche Gefühle wie Sehnsucht, Liebe, Verzweiflung, Fernweh, Angst und Hoffnung transportiert, immer dem Horizont entgegen, die endlose Weite vor Augen: als Chance zur Flucht, aber manchmal auch als auswegloses Gefängnis. Wer schon mal längere Strecken im Südwesten der USA gefahren ist, der wird beim Hören dieser Musik an sonnenflirrende Rocky Roads im Big Bend National Park entlang des Rio Grande denken, an Kakteen-gesäumte Highways in Arizona, an Fata Morganas in der Mojave Wüste, an Szenen aus Zabriskie Point im Death Valley, an die Kurven des Highway No.1 am Pazifik... Nur ein paar Beispiele für Gedankenmuster, die aufkommen bei Titeln wie 'Hollywood', 'Wish You', 'Streetlights', 'Witch's Curse' usw.

Mit Dead Flower Motel ist es Chris Brecht gelungen, einen weiten Bogen zu spannen: von den großen Folk-and-beyond Troubadouren der 60er Jahre wie Bob Dylan, Roger McGuinn, David Blue und auch Leonard Cohen über den frühen Cosmic American-Freigeist solcher Trendsetter wie Byrds, Flying Burrito Brothers und The Band bis zum unangepassten Alt.Country Rock der Jetztzeit à la Iron & Wine, frühe My Morning Jacket, David Rawlings Machine und dem "literarischen" Roots Rock von Richmond Fontaine, deren letzte Alben Thirteen Cities und We Used To Think The Freeway Sounded Like A River im engeren und übertragenen Sinn geradezu Brüder im Geiste zu Chris Brecht & Dead Flowers sind!

Chris Brecht ist ein auf sympathische Weise altmodischer Typ, der seine Texte tatsächlich noch auf einer Schreibmaschine tippt und wenig Interesse an seiner MySpace-Seite zeigt ("MySpace sucks"). Das mag sinnbildlich für alles um Dead Flower Motel herum stehen, das auf real Tape aufgenommen und so wenig digital wie irgend möglich produziert wurde. Dazu passt auch, dass Keyboarder Matt Mollica grundsätzlich keine elektronischen Instrumente spielt, sondern eine Hammond B3 Orgel neben Klavier und Wurlitzer E-Piano favorisiert. Womit wir schließlich bei der Besetzung der Dead Flowers wären! Das Gerüst bilden drei Musiker einer der aktuell spannendsten Garage/Alt.Country Rock/Vintage R&B Combos in Austin, The Happen Ins: die Rhythm Section mit John Michael Dayspring am Bass und Falcon Valdez an den Trommeln, sowie Gitarrist Ricky Ray Jackson (Brothers And Sisters, Phosphorescent, Heartless Bastards, Lomita), der seine Pedal Steel Guitar gar nicht wie ein Country-Musiker spielt, sondern eher wie der legendäre "Sneaky" Pete Kleinow seinen eigenen kosmischen Weg sucht. Mollica spielt ansonsten Studiosessions und ist hauptamtlich bei Deadman, Multitasker Scott Davis (Hayes Carll, Jason Eady, Trishas) hält seine ordende Hand über das ganze Projekt, er spielt mehrere Gitarren, Banjo und E-Piano und sorgt als Produzent für die ganz besondere Klanglandschaft ("sonic landscape") dieses so unkonventionellen Albums, das durchweg mit viel Echo und Hall (Stichwort: "reverb") ausgestattet ist. Chris Brecht selber steht jederzeit im Vordergrund, begleitet sich mit Gitarren und Mundharmonika, singt in lässig-lakonischer Art und erinnert dabei mitunter an den Ryan Adams von 'Heartbreaker' und an einen Bob Dylan zu Zeiten von 'Highway 61 Revisited'. And that's not too bad!!

Dead Flower Motel ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 15. Oktober erhältlich.



02.10.



Es hat sich alles etwas hinausgezögert, aber hier nun auch der letzte Tag des Nashville-Trips von BR-Labelmanager Edgar Heckmann und Thomas "Chill Music" Dewers, der nochmals auf seine gewohnt ausführliche und sachkenntliche Art und Weise den letzten Tag des diesjährigen Americana Music Festivals Revue passieren lässt:

Samstag, 11.9.2010

Unser Abschlusstag in Nashville. Leider. Schade. Das "Station Inn" ist der einzige Club der Americana Music Conference-Veranstaltung, in dem wir noch nicht waren. Die Sweetback Sisters und Paul Burch & The WPA Ballclub sind also um 8pm genau die richtige Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen und den Abend befreit von übermäßigen Erwartungen und ohne Zeitdruck locker anzugehen. Ca. 80% der Fläche vor der Bühne sind mit Tischen und Stühlen, quasi Essrestaurant-mäßig, vollgestellt, sodass man als reiner Zuschauer (mit dem Shiner in der Hand, versteht sich!) ein echtes Problem bekommt, vernünftig zu hören und zu gucken. Egal, beide Acts sind interessant und musikalisch erste Liga, aber jetzt nicht das allergrößte Ding. Die SWEETBACK SISTERS aus Brooklyn sind ein Sextett mit klar verteilten Rollen: vorneweg Zara Bode (Vocals) und Emily Miller (Geige, Vocals), zwei Frauen, die sich mit Gesang und Entertainment abwechseln, ihre 4 männlichen Begleiter fest im Griff haben: eine Rhythm Section mit Standbass und Schlagzeug, ein zweiter Geiger, der auch Gitarre spielt und zwei Mal singt, sowie... yes!, Ross Bellenoit, der kleine aber so mächtige Electric Guitarist der Joseph Parsons Band, mit erstaunlich weirden Lead Licks inmitten all der Heehaws & Hoedowns, Trucker Songs, Honky Tonk-Nummern, Twin Fiddle/Stringband- und straight & classic Country-Stücke. Unterhaltsam. PAUL BURCH aus Nashville, übrigens derzeit auch auf dem extrem rührigen Ramseur Label (Avett Bros. etc.) beheimatet, steht zunächst nur mit der bekannten Tastenfrau Jen Gunderman (Jayhawks, Caitlin Cary, Last Train Home) als Duo auf der Bühne. Sie untermalt seine ruhigen Country-bis-Alt.Country Songs meist mit Akkordion. Später stößt der komplette WPA Ballclub dazu: Electric Guitar, Drums und am Bass kein Geringerer als Dennis Crouch, der aktuell wahrscheinlich meistbeschäftigte 4-Saiter "in town"! Wir müssen los in die Mercy Lounge zu Susan Cowsill, aber Paul Burch habe ich mir fest vorgemerkt für ein - hoffentlich! - nächstes Mal.

 
Susan Cowsill
Edgar hatte sie ja schon bei der SXSW gesehen, aber für mich geben SUSAN COWSILL und ihre wirklich hervorragende Begleitband ein prächtiges Live-Debüt! Eines, das mich ob der Vielseitigkeit des Programms, der Musikalität der ganzen Truppe und der frischen, extrovertierten Performance der Hauptperson regelrecht mitreißt. Susan also im Mittelpunkt, dahinter ihr verlässlicher Drummer/Lebenspartner Russ Broussard und Mary Lasseigne am Bass, rechts und links daneben die enorm flexiblen Brüder Jack Craft (Cello, Guitar, Keyboards, Vocals) und Sam Craft (Fiddle, Guitar, Vocals). Dieses Team spannt ohne Mühe einen stilistischen Bogen von reelin' & rockin' Louisiana/Cajun-Stoff über stringy Chamber Pop zu 70s British Folk Rock und Americana Roots Rock. Ihr Repertoire reicht dabei von alten Cowsills Hits wie 'The Rain, The Park And Other Things' - natürlich garniert mit der kokettierenden Ansage, dass sie damals gerade 9 Jahre alt war! - über Continental Drifters-Material ('The Rain Song') bis zu - schwerpunktmäßig - ihrem aktuellen Album Lighthouse mit tollen Versionen von 'Dragon Flys', 'Real Life', 'Avenue Of The Indians', der eindringlichen Ballade 'River Of Love' und einem furiosen 'Crescent City Sneaux' zum Abschluss. Ein fulminanter, "tighter", extrem starker Auftritt!!

 
Micky & the Motorcars
Danach bin ich schnell runter in den Cannery Ballroom zur TODD SNIDER ROCK AND ROLL REVUE. Der steht schon auf der Bühne und rockt (r-o-c-k-t!) mit seiner Band, in der sich im Laufe der folgenden aufregenden Stunde etliche V.I.P.s als Mitglieder und/oder Special Guests tummeln sollten: Dan Baird als Gitarrist und Sänger (u.a. bringt er den Georgia Satellites-Klassiker 'Keep Your Hands To Yourself'), Don Was am Bass, Keith Christopher als Leadgitarrist (!), Warner E. Hodges von Jason & The Scorchers als gelegentlicher... Backing Vocalist, der legendäre Studiosaxofonist Jim Hoke in der Bläsersection, die wunderbare/wunderschöne Amy LaVere aus Memphis als Rockabilly Blueserin (steht am Ende des Konzerts bei Sly & The Family Stone's 'I Want To Take You Higher' auf den Monitoren und rockt sich die Seele aus dem Hals!), der völlig Piano-verrückte/durchgeknallte Jason D. Williams als perfekter Jerry Lee Lewis-Impersonator (balanciert ein Bierglas auf dem Kopf, während er seine Tasten in "crazy wild man"-Manier traktiert, macht Kopfstände auf dem Klavier, rutscht rücklings/bäuchlings drüber!). Fast etwas schade: Todd Snider selber gibt sich generös und lässt seinen Celebrities den Vortritt, steht oft nur am Rand seiner eigenen Revue.

Luft holen, durchatmen, kleine Pause und zum Final Showdown nochmal rüber ins "Rutledge". Dort schließt sich für uns der musikalische Kreis unserer Austin/Nashville-Tour mit MICKY & THE MOTORCARS! Remember?! Die hatten wir gleich nach unserer Ankunft vor einer Woche schon mal gesehen. Hier im Clubambiente gefallen sie mir denn auch wieder wesentlich besser. Sie bieten genau das abgestufte Programm, das sie nachweislich draufhaben: 'Don't Be Sad', 'Somebody's Baby', 'Carolina Morning', 'Long And Lonely Highway', 'Naive, 'Twilight'. 'Long Enough To Leave', 'Stay With Me', 'Grow Old' usw. Relaxt, rockig, Gänge rauf und runter schaltend - just perfect!



26.09.

MAILORDER NEWS

NEUZUGÄNGE WOCHE 37+38/2010

NEIL YOUNG
Le Noise


CD € 16,90
ERIC CLAPTON
Clapton


CD € 16,90
ZAC BROWN BAND
You Get What You Give


CD € 16,90
AMERICAN AQUARIUM
Small Town Hymns


CD € 18,90

MATTHEWS SOUTHERN
COMFORT
Kind Of New


CD € 14,90
LEONARD COHEN
Songs From The
Road


CD+DVD € 14,90
2LP € 24,90

SPECIAL OFFERS




26.09.

THE BAND OF HEATHENS haben nach dem Song "Free Again" ein weiteres bisher unveröffentlichtes Stück als kostenlosen Download ins Netz gestellt: Für die Besucher unserer Blue Rose Christmas Party 2008 oder die Käufer der entsprechenden Live-CD ist die BOH-Version von "Sin City" nicht unbekannt, hier nun allerdings eine Studioversion. "We're trying to share some new music as often as possible through the mailing list and the website so here goes another free song... This acoustic cover of The Flying Burrito Brothers' "Sin City" was an outtake from the One Foot In The Ether Sessions. Written by Gram Parsons and Chris Hillman, this song has all of the components of a great country song. Dig in." Unser Dank gilt der Band, wir sind begeistert und hoffen auf mehr, ehe das neue Album Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.





25.09.



Freitag, 10.9.2010

Wir sind zwar schon seit knapp zwei Wochen von unserem USA-Musik-Trip zurück, doch die Aufarbeitung ist noch nicht abgeschlossen. Hier schon mal der Freitag, für den sich Kollege Thomas "Chill Music" Dewers ein fettes Programm zusammengebastelt hatte. Hier seine Eindrücke:

 
Frontier Ruckus
 
Sarah Jarosz
Und es gibt sie also doch, die Day Shows! Nicht so exzessiv wie in Austin während der SXSW, aber immerhin. Heute passt es mal ganz gut mit unseren anderen Terminen überein, dass ich ins "Hard Rock Cafe" gehe, um einen Teil des Ramseur Records Showcases zu erleben. Ramseur, das ist die Heimat der just berühmt gewordenen Avett Brothers, aber das Label hat auch viel mehr zu bieten. Zunächst bekomme ich noch ein paar Songs von PALEFACE mit. Der New Yorker (jetzt North Carolina) tritt schon seit Jahren als unbeirrter Anti Folkie auf, hier zusammen mit Schlagzeugerin Monica Samalot im Duo. Es scheppert und holpert enorm - Alt.Acoustic Folk & Roots Rock in durchweg hohem Tempo, die beiden bieten eine sehr vitale Performance. Danach FRONTIER RUCKUS aus Michigan. Eine dieser derzeit so sehr angesagten Bands mit weirder Instrumentierung, ländlichem "Dylan & The Band in Woodstock"-Outfit, schrägen Tempowechseln und nöligem Hinterwäldlergesang. Mit anderen Worten: very rural Americana, irgendwo zwischen Felice und Avett Brothers mit The Low Anthem. Banjo, Trompete, Säge, Horn, Acoustic Guitar, Bass, Drums, Harmonica... - bei aller Leidenschaft und emotionaler Begeisterung doch sehr ausgearbeitete, mitunter konzertante Arrangements. Gefällt mit seeehr, schaue mir den kompletten Set an! Was ich beim nächsten Act nicht wirklich durchhalten kann: LANGHORNE SLIM, Frontmann, Gitarrist und Mastermind des gleichnamigen Quartetts aus Pennsylvania gebärdet sich als wahrer Schreihals mit (für meinen Geschmack) zu hoher Stimme, steigt schon nach dem zweiten Stück auf die Tische vor der Bühne und scheint mir ohnehin ein wenig zu hyperaktiv mit ausschließlich schnellen Stücken. Interessante Besetzung mit Standbass, Drums und einem Keyboarder (Klavier, E-Piano, Orgel), der auch noch Banjo spielt, und das alles in souveräner Manier. Aber diese sich überschlagende Stimme... rückt den ganzen Vortrag doch arg in Richtung Klamauk.

 
Charlie Louvin
 
Emmylou Harris
Den gesamten Abend über bin ich ausschließlich im "Rutledge" an der 4th Avenue South - wegen der breiten Bühne, exzellenter Sichtverhältnisse, guten Sounds und überhaupt ist das ganz klar mein favorisierter Club in diesen Tagen. Es geht los mit KEVIN GORDON aus Nashville (davor Iowa, geboren in Louisiana). Staubtrockener, no-show Singer/Songwriter Roots Rock mit ganz viel Southern Flair, musikalisch erstklassiger Performance und wirklich allerbesten Songs in zum Teil längeren Jam-Versionen, die noch lange nachwirken! Gordon singt mit dunkler, sämiger Stimme und spielt dazu eine kompetente E-Gitarre, liefert sich im Laufe der ihm zur Verfügung stehenden Stunde etliche Duelle mit seinem Lead & Slidegitarristen Joe McMahan (Allison Moorer, Webb Wilder). An Bass & Drums übrigens mit Ron Eoff (Cate Bros.) und Marco Giovino (gestern noch mit Robert Plant gesichtet!) weitere Hochkaräter. Oh man, what a great band!!

Es folgt der upcoming Folkgrass Superstar SARAH JAROSZ aus Austin im Acoustic Trio mit Casey Driessen (Fiddle) und Viktor Krauss (Bass). Wirklich überragend, wie die beiden erfahrenen Topmusiker die junge Hauptperson, die so schnell nach oben gespült wurde und noch gestern als bester "new & emerging artist of the year" im Ryman ausgezeichnet wurde, in ihre Mitte nehmen und stets die haargenau passenden Läufe anbieten, um Jarosz' außergewöhnliche Fähigkeiten als Sängerin, Instrumentalistin und Songschreiberin herauszustellen. Die 19-Jährige spielt dabei Banjo, Mandoline und Gitarre, präsentiert viele Songs von ihrem Debütalbum, aber auch ein paar neue, hinterlässt insgesamt einen erstaunlich souveränen Eindruck! New Stringband Americana and beyond oder so ähnlich!!

So, danach wird's... traditionell und gebrechlich. Es wird die Show des gesundheitlich stark angeschlagenen Oldtimers CHARLIE LOUVIN. Die Living Legend (und dieser Begriff darf hier wohl zu Recht verwendet werden) ist im Juli 83 geworden und kürzlich auch noch an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Absolut bewundernswert, wie der Mann es auf die Bühne schafft und sich inmitten seiner professionell aufspielenden Country & Bluegrass Band an dieser seiner wundervollen Musik zumindest für eine gute halbe Stunde erfreuen kann: 'Hickory Wind', 'The Christian Life', 'Wreck On The Highway', 'Cash On The Barrelhead', ein Hit nach dem anderen, dazu herzergreifende bis launige Geschichten über Gram Parsons (dem er sein jüngstes Album widmete), den er nie getroffen hat, und über Emmylou Harris, mit der er gleich 'If I Could Only Win Your Love' im Duett singen wird...! In der Tat kommt Emmylou dann höchstpersönlich durch einen Seiteneingang auf die Bühne, steht etwa einsfünfzig vor mir, sieht phantastisch aus und singt göttlich. Dagegen ist es schon fast "nebensächlich", dass sich kein Geringerer als der große Al Perkins die ganze Zeit nahezu unspektakulär auch auf meiner Bühnenseite befindet und Steel Guitar und Dobro spielt. Wahnsinn!

 
The John Henrys
 
Paul Thorn
Die JOHN HENRYS aus Kanada kommen nicht mit der vollen Band, sondern als Acoustic Trio, und können deshalb in ihrer dennoch sehr abwechslungsreichen und stimmungsvollen Show nur die eine Variante ihrer Platten präsentieren: Acoustic Folk Rock mit Prairie Country und beseelten zwei- und dreistimmigen Harmony Vocals. Mit ihrem etatmäßigen Bassisten und Drummer, der wegen "Schwangerschaft" fehlt, wäre es zweifellos lauter geworden, so überwiegen die Feinheiten und Kleinigkeiten in der oft subtilen Musik des Trios, man achtet auf die intelligenten Texte und lauscht bewundernd dem wirklich herausragenden Acoustic Lead Guitar Picking und den drei völlig unterschiedlichen Leadstimmen.

Aber der letzte Act soll der klare Winner des Abends werden, ja, vielleicht sogar die Überraschung des gesamten Americana Festivals: PAUL THORN und seine Band rocken das "Rutledge" auf eine so dermaßen geile Art, dass man danach nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann. Noch lange in der Nacht zurück im Hotel durchforsten Edgar und ich das Internet und meine Datenbank nach weiteren Informationen über diesen fulminanten Künstler, der uns mit seiner Darbietung (und der seiner nicht minder begeisternden Band!) ein paar Stunden zuvor so in seinen Bann gezogen hat. Paul Thorn ist ein mit allen Performer-Qualitäten gewaschener Profi-Shouter & Frontman, der es drauf hat, im völligen Einklang mit seiner perfekt geölten, frenetisch abrockenden Band, sein Publikum zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Frauen kreischen losgelöst, Paare tanzen vor der Bühne, keiner im Rutledge kann dabei noch ruhig bleiben, jeder ist am rocken angesichts dieser kongenial eingefädelten Abfolge von Riffs, Hooklines und Killerrefrains, die Thorn und seine Band, allen voran Gitarrist Bill Hinds, da pausenlos abfeuern! Thorn gibt dabei in lässig-machohafter Manier den Entertainer Marke "böser Mann mit Augenzwinkern" (aktueller Hit: 'I Don't Like Half The Folks I Love'), genießt sichtlich die ihm entgegenwogenden Sympathien und verteilt zum Dank nach Ende des Konzerts Bonbons im Publikum. Beeindruckend, großartig, ach was: Das war der Hammer schlechthin!!




12.09.



 
Buddy Miller und
Jim Lauderdale
 
Emmylou Harris
und Rodney Crowell
Dieser Abend sollte ganz im Zeichen der "Americana Association's Honors And Awards Show" stehen. Was da an Promis aufgefahren werden würde… - das ist schlicht awesome, um DAS Schlagwort in diesen Tagen zu benutzen. Very awesome! Ich fange einfach mal mit einer "kleinen" Liste der Acts an, die jeweils einen Song spielen zwischen all den vielen Preisverleihungen, wobei man vorneweg und vornehmlichst Jim Lauderdale erwähnen muss, der als MC durch die ganze Veranstaltung führt und mit Witz, Schlagfertigkeit und dem nötigen Respekt allen Künstlern gegenüber immer die richtigen Sätze findet. Er macht nichts weniger als einen Superjob!

In Buddy Miller's House Band, also der Backing Band für die meisten Künstler heute, spielen neben Buddy (zig elektrische & akustische Gitarren, Vocals) u.a. Sam Bush (Fiddle, Mandolin, Vocals), Greg Leisz (Pedal Steel, Dobro), Darrell Scott (Guitars, anything with strings), Don Was (Acoustic Bass) und Bryan Owings (Drums), Patty Griffin und Emmylou Harris singen, manchmal kommt ein Pianist hinzu oder ein Saxofonist, ein Akkordionspieler, ein alternativer E-Bassist.
 
John Mellencamp
 
Rosanne Cash
und John Leventhal
Und diese Truppe startet den Abend mit 'Tumbling Dice' von den Stones. Das ist doch schon mal 'ne Hausnummer, oder?! In dieser Reihenfolge dann: John Mellencamp ('Save Some Time To Dream'), Sarah Jarosz, Corb Lund, Hayes Carll, Lucinda Williams ('Born To Be Loved', eine brandneue Nummer vom künftigen Don Was-produced Album, sehr stark!!), Carolina Chocolate Drops (mit Blu Cantrell's 'Hit 'Em Up Style' in einer Art "Appalachian Beat Version" - awesome, awesome, kriegen Standing Ovations), Minton Sparks (eine neue, uns völlig unbekannte Americana-Frau mit Handtasche…, exakt wie Marlene Jaschke, nur nicht so lustig…), Joe Pug (up-and-coming Singer/Songwriter aus Chicago, und gut!), Emmylou Harris & Rodney Crowell ('Leaving Louisiana In The Broad Daylight'), Ryan Bingham, Ray Wylie Hubbard (mit Lucas an der Gitarre), Rosanne Cash & John Leventhal (ohne weitere Begleitung eine unglaublich intensive, leise, fast gespenstische Gänsehautversion von 'Ode To Billy Joe'!), Wanda Jackson ('Shakin' All Over'), Avett Brothers ('I And Love And You' - sagte ich hier schon mal… awesome?), Jim Lauderdale. Das ist's! (der offizielle Teil…).
 
Courtyard Hounds
 
Avett Brothers und
Grace Potter

Ich will euch an dieser Stelle die Liste der ganzen Award Winner ersparen, all die guten Menschen hinter den Kulissen erhalten sicher zu Recht ihre Auszeichnungen, aber ein paar V.I.P.s, die heute nicht spielen, sondern "nur" als Laudatoren auftreten, sollten noch erwähnt werden: Mary Gauthier, John Oates, Grace Potter ("MTV ready"!), Jack White, Mary Chapin Carpenter, Courtyard Hounds. Oh ja, und das Outfit von "Lifetime Achievement Award Winner for Producer/Engineer" Brian Ahern ist… oh dude, ich finde keine Worte dafür! Ich hoffe, Edgar hat ein Foto gemacht. Unbelievable. Definitely NOT awesome!

 
Brian Ahern
Hier schnell die Gewinner in den jeweiligen Kategorien:
Album Of The Year: The List (Rosanne Cash)
Artist Of The Year: Ryan Bingham
Duo/Group Of The Year: The Avett Brothers
Instrumentalist Of The Year: Buddy Miller
New & Emerging Artist Of The Year: Hayes Carll
Song Of The Year: "The Weary Kind (Theme From Crazy Heart)"

Außerdem wurden noch Auszeichnungen für das Lebenswerk durchgeführt. Die Geehrten:
Performance: Wanda Jackson
Songwriting: John Mellencamp
Jack Emerson Lifetime Achievement Award for Executive: Luke Lewis
Instrumentalist: Greg Leisz
Producer/Engineer: Brian Ahern


 
Robert Plant und Patty Griffin
Okay, das ist's natürlich noch nicht gewesen jetzt! Oder, um es mit dem Titel des neuen Albums von Wanda Jackson zu sagen: The Party Ain't Over! Nicht mehr völlig überraschend (denn das war in den Tagen zuvor der "talk of the town") wird nach einer kleinen Pause der Surprise Guest angekündigt - es sind in der Tat keine Geringeren als ROBERT PLANT & His Band Of Joy! Hammer, echt, richtig ein Hammer. Wir sind natürlich schon mal im Vorfeld wie elektrisiert, können auch nun endlich zusammen sitzen, nachdem reichlich Publikum gegangen ist. Ignoranten, reine Country Fans, Led Zeppelin-Hasser… who knows, who cares?! Völlig unspektakulär kommt der Mann, der noch jüngst ein Zig-Millionenangebot für eine Reunion Tour besagter Rockheroen abgelehnt hat, auf die Bühne, zusammen mit einer wahren Americana-dream-came-true-Band vom Allerfeinsten: Buddy Miller (Electric & Acoustic Guitars), Patty Griffin (Vocals, Acoustic Guitar), Darrell Scott (Banjo, Mandolin, Acoustic Guitar, Pedal Steel), Byron House (Acoustic & Electric Basses) und Marco Giovino (Drums, Percussion). Robert Plant und Patty Griffin teilen sich die Lead Vocals etwa 80:20 (also anders gewichtet als bei Plant & Krauss). Buddy Miller und Griffin singen Harmony Vocals, aber auch die anderen werden in diverse Backing Vocals- & Percussion-Arrangements mit einbezogen.

So, und jetzt festhalten: Sie spielen tatsächlich nicht nur mal eben eine kleine Extrazugabe, sondern bieten ein richtiges Miniprogramm von 7 Songs des brandneuen, in diesen Tagen erscheinenden Albums plus Zugabe in einer guten halben Stunde! Es ist der Wahnsinn. Da erlebt man die Awards Show mit den ganzen Celebrities und dann kommt noch so ein "ganz kleines" Sahnehäubchen obendrauf. Die Musik ist im weitesten Sinn Folk Rock mit archaischen Soundscapes, Mountain Folk, Singer/Songwriter, Gothic Americana, deep dark Folk Blues und haunting Gospel. Aufregend, spannend, intensiv. Die 8 Songs sind 'Monkey' (Low), 'House Of Cards' (Richard Thompson), 'Cindy, I'll Marry You Some Day', 'Satan Your Kingdom Must Come Down', 'Central Two-O-Nine' (Lightnin' Hopkins), 'Harm's Swift Way' (Townes Van Zandt), 'Angel Dance' (Los Lobos) und 'And We Bid You Goodnight'.

 
Wanda Jackson
Nachhaltig schwerst beeindruckt von diesem Abend verlassen wir das ehrwürdige Ryman Auditorium und machen uns auf den Weg zu… richtig: noch mehr Musik! Es geht in die Mercy Lounge zu einem der nur noch ganz raren Auftritte der 72-jährigen WANDA JACKSON, der ersten Königin des Rockabilly und des Rock'n Roll in den Staaten. Also nochmal, bitteschön: Wir reden hier über jemanden, die ihre Karriere praktisch mit Elvis begann! Vom R&R zum Country, später zu Jesus und Gospel und nun - dank Jack White von den White Stripes - wieder zurück zum R&R! Der umtriebige White, dem anscheinend kein Projekt zu viel ist, produziert gerade Jackson's neue Comebackplatte The Party Ain't Over, die im Januar 2011 erscheinen soll. Er hat für sie die absolut launigste und intelligenteste Laudatio des Abends vor wenigen Stunden zum Lifetime Achievement Award gehalten und wird von ihr sowohl im Ryman als auch jetzt in diesem kleinen Club geradezu verehrt: für seinen guten Job mit ihrer Musik, aber auch dafür, dass er sie immer wieder angestachelt hätte, noch mehr aus sich rauszuholen. "Push, push, push, he always pushed…" klagt Jackson mit einem Grinsen im Gesicht und schließt mit "… he pushed me right into the 21st century!". Wanda Jackson's furioser Auftritt völlig im Einklang mit der gut arbeitenden Band zeigt die alte Dame in - vor allem - stimmlich guter Verfassung, er ist gespickt mit einer Mischung aus alten Hits ('Rock Your Baby', 'Funnel Of Love', Let's Have A Party', 'Right Or Wrong'), Gospelnummern ('I Saw The Light') und vielen, witzig vorgetragenen Anekdoten. Die beste: Ihr Stück 'Fujiyama Mama' von 1959 wurde wie so viele andere von den US-Radiostationen abgelehnt, aber ausgerechnet in Japan landete das mit anzüglichen Zweideutigkeiten (auch über die Atombombenabwürfe) gespickte Lied auf Nummer 1. Sie jetzt dazu: "They didn't win the war, we won the war, didn't we? They lost the war, but they loved my record!"

Roheste, urbändigste Power zum Abschluss eines musikalisch und überhaupt megamäßigen Tages, den wir nicht so schnell vergessen werden. Das DEX ROMWEBER DUO aus North Carolina ist ein einziger Ritt in die Vorhölle und zurück - Garage Rockabilly, Psychobilly, Alt.Roots Rock, Link Wray in Punk… der ehemalige Leader der kultigen Flat Duo Jets, Dex Romweber, mit seiner Schwester Sara (Ex-Let's Active/Snatches Of Pink) an den Drums vorne links auf der Bühne, er mal wie ein wilder Stier, mal wie ein angeschlagener Boxer dreinschauend daneben mit dreckigster Rockabilly-Gitarre. Beide legen los wie die Feuerwehr und keiner kann sie für die nächsten 60 Minuten bremsen: urgewaltig, manisch, eindringlich, intensiv. Wie eine einzige Predigt, bei der alle Sünden mit einem Sandstrahler ausgetrieben werden. Oder so ähnlich. Die reine Urgewalt jedenfalls.



11.09.

 
Todd Thibaud
 
Mike Mills und Warner E. Hodges
 
Chris Brecht


 
Cindy Bullens
 
Jason Ringenberg
 
Susan Cowsill
Unser USA-Kurztrip kristallisiert sich langsam aber sicher nicht nur als lohnenswert heraus, was neue Kontakte zu Künstlern betrifft, sondern auch in Bezug auf weitere Unterschriften für unsere Gibson Les Paul-Gitarre. Bekamen wir in Austin Autogramme von Micky und Gary Braun (Micky & the Motorcars), Alejandro Escovedo und dem neuen Familienmitglied Chris Brecht, so konnten wir uns in Nashville Cindy Bullens, Jason Ringenberg, Susan Cowsill und Todd Thibaud "schnappen", um sich auf dem Instrument, das wir im Rahmen unserer Jubiläums-Aktion CATCH THE PREMIUMS verlosen, zu verewigen. Ein besonderer Schnappschuss gelang uns mit Jason & the Scorchers-Gitarrist Warner E. Hodges und Mike Mills von R.E.M. (!). Beide waren bei der Show von Wanda Jackson ("Let's Have A Party"), und als wir Warner um eine Unterschrift baten, fragte er, ob wir auch gerne eine Unterschrift von seinem "Buddy" Mike Mills hätten. Auf unseren Einwand hin, er wäre kein Blue Rose-Künstler, fragte Warner nochmals nach: "Habe ich das richtig verstanden, ihr möchtet nicht, dass Mike die Gitarre signiert"??? Naja, die Chance, von einem R.E.M.-Mitglied eine Unterschrift zu ergattern, wollten wir uns allerdings dann doch nicht entgehen lassen, und vielleicht hatte er ja gar bei einem Blue Rose-Album mitgespielt und erfüllte somit unsere "Anforderungen". Allerdings war Mills plötzlich nicht mehr aufzufinden - Warner und Keith Christopher (Yayhoos, Georgia Satellites, Dan Baird's Homemade Sin) rannten umher, telefonierten - und erreichten ihn schließlich im Taxi. Er war bereits auf dem Weg zurück ins Hotel. Und was macht der Mann, der Millionen Platten verkauft hat und zu den populärsten Musikern gehört, die das Business derzeit zu bieten hat? Er kommt zurück, setzt seine Unterschrift auf die Gitarre und lässt sich zusammen mit Warner E. Hodges als "Beweis" fotografieren. Starallüren? Nicht die Bohne. Keith Christopher war für das "Fotoshooting" nicht mehr aufzufinden, die Unterschrift vom ihm haben war allerdings ebenfalls.

Unser "Research" zu Mike Mills hat dann doch tatsächlich ergeben, dass er beim Album Kitty der Dashboard Saviors Orgel gespielt hatte und damit auch die Anforderungen für die Unterschrift erfüllt hat... Welcome to the Blue Rose family!



10.09.



Nashville. Bin neu hier und nach den Eindrücken des ersten Tages kann ich Edgar schon mal androhen: Nächstes Jahr muss er mich ganz sicher wieder "ertragen"! Es gibt zwar auch sogenannte Day Shows und überhaupt hört man entlang dem Broadway Live Music aus den Kneipen kommen, aber mit Austin während der SXSW ist das hier in keinster Weise zu vergleichen. So vergeht ein erster Stadtbummel regelrecht entspannt. Zwar laufen Edgar fortwährend irgendwelche Bekannten über den Weg, aber nichts wirkt hektisch oder stressig.

 
Stonehoney
Der Abend beginnt mit einem ganz starken Newcomer Act: STONEHONEY aus Austin, Texas. Merken! Vier Typen unterschiedlichen Alters stehen vorne an der Rampe nebeneinander, ein Sessiondrummer spielt dahinter. Shawn Davis, Nick Randolph, David Phenicie und Phil Hurley (Ex-Gigolo Aunts) heißen die vier Protagonisten, allesamt eigenständige Singer/Songwriter mit Gitarren bzw. Bass, die sich im Leadgesang abwechseln und in den Harmony Vocals auf geradezu "dreiste" early Eagles-Art zueinander finden. Also, diese langgezogenen, hypermelodischen Ooooos und Aaaaas, aber auch der (Lead-) Gitarrensound erinnern stark an die 70er Jahre, besonders an Eagles und On The Border, aber auch an so manche Poco-Platte der goldenen Ära oder an Electric Range, eine längst vergessene Combo aus den 90ern. Mit vier Kreativkräften hat man natürlich großes Potenzial und die zur Verfügung stehenden 45 Minuten reichen soeben, um die wichtigsten Titel wie 'Two Years Down', 'I Don't Wanna Go Home', 'Lucky One', 'Texas Sun', 'There Is A Light', 'Good As Gone' einem begeisterten Publikum vorstellen zu können. Keiner stammt übrigens aus Texas, sondern aus Boston und Südkalifornien. So verwundert einen denn auch gar nicht, dass Stonehoney so enorm nach Westcoast, nach Laurel & Topanga Canyon klingen. Die zwei Texas-style Roots-Nummern - wohl ein Zugeständnis an ihre neue Wahlheimat - fallen dagegen deutlich ab. Sowas sollten sie den "Ureinwohnern" überlassen. Deswegen also nur 4,5 stars out of 5!

 
Ray Wylie Hubbard
Was den Bekanntsheitgrad angeht, ist RAY WYLIE HUBBARD gegen Stonehoney eine wahre Lichtgestalt. Der ist hier extrem angesagt, der riesige Erfolg um das jüngste Album A. Enlightenment, B. Endarkenment ist spürbar und Titel wie 'Snake Farm', das mit Hayes Carll geschriebene 'Drunken Poet's Dream', 'Down Home Country Blues' oder 'Whoop And Hollar' werden mit Freude angenommen. Hubbard, der auch voll diese Ein-Akkord-James McMurtry-Masche des stets leicht granteligen, widerborstigen Rant & Rappers drauf hat, kommt allerdings trotz all der stoischen Beats sehr viel lockerer, humorvoller, spontaner und beweglicher rüber, hat klasse Ansagen mit Selbstironie und viel Esprit drauf und ist: … einfach der Größte ("he's the best"), sagt sein Bassist/Produzent, der bekannte George Reiff, und der muss es wissen. Am Schlagzeug sitzt Rick Richards (Gurf Morlix, Tom Russell, Slaid Cleaves, Mary Gauthier), aber die meiste Aufmerksamkeit heimst der blutjunge Lucas Hubbard ein ("he's my son, he's 16 or 17 years old" - diese Ansage des Vaters sorgt für viele Lacher). Er spielt sowas von einer richtig scharfen Electric Lead, dass es einem fast die Sprache verschlägt! Leidenschaft gepaart mit sauberer Technik und einer gewissen Coolness-Note: Von diesem Burschen werden wir alsbald hören, kein Thema!

 
Raul Malo
Wir befinden uns übrigens gerade im Süden von Downtown Nashville, die Location ist praktisch, weil es sich um einen Doppelclub handelt. Oben ist die Mercy Lounge (gute Akustik, tolle Sicht, Sitzmöglichkeiten, Shiner Bock erhältlich!), unten befindet sich der Cannery Ballroom (alles das weniger und kein Shiner!). Die beiden ersten Konzerte waren oben, nun wollen wir mal runter in den Ballroom, um die Situation für das groß beworbene "Exile On Mainstreet Tribute" zu checken. Der, der dort aber noch vorher spielt, ist kein Geringerer als der große Roots/Mex/Pop Crooner RAUL MALO. So bekommen wir noch ca. 20 Minuten lang einen Eindruck, wie makellos sauber und glasklar der ehemalige Mavericks-Boss singen kann, das hat schon was von Roy Orbison! Höhepunkt gegen Ende ist eine gut 10-minütige Jam Session-Version von 'Guantanamera'. Dass ich bei diesem Song nochmal eine Gänsehaut bekommen würde… unbelievable, aber Malos Stimme geht unter dieselbe, wie ich es selten erlebt habe! Die Band (Bass, Drums, Keyboards/Trompete, Akkordion, Malo selber an der Electric Guitar) groovt, schmalzt, mex-popt und rockt bei dieser schweißtreibenden Show, was das Zeug hält, und schaukelt sich mit abwechselnden Soli fast zur Ekstase. Der halbe Saal ist am Tanzen. Ganz stark!!

 
Stone River Boys
 
Dan Baird
Um die Shiner-Grundversorgung zu gewährleisten, sind wir wieder oben in der Mercy Lounge und bekommen so noch einen Eindruck von den STONE RIVER BOYS, der neuen Band von Ex-Paladins/Ex-Hacienda Brothers Dave Gonzalez und Ex-Hollisters Mike Barfield. Nicht nur mit dem Soulklassiker 'Can I Change My Mind' erweisen die Fünf (Gary Newcomb/Steel, Scott Esbeck/Bass und Mark Patterson/Drums) ihrem Motto "Country's got Soul" alle Ehre.

Rechtzeitig zum Start der Exile Show stehen wir mit Hunderten gemeinsam vor der Bühne, um die sich anbahnenden Großereignisse gut mitzubekommen. Was bei dem ständigen Wechsel von Musikern und Frontleuten (also denen, die den "Mick" machen) äußerst kompliziert wird. Jedenfalls wird das komplette Doppelalbum von der ersten bis zur letzten Sekunde in Originalreihenfolge aufgeführt. Gnadenlos alle 18 Titel, auch wenn es mir am Ende vorkommt wie damals, als die LP rauskam…
 
Warner E. Hodges
Es ist simply too much, etwa 3-5 Songs weniger, das wär's gewesen! Aber, oh no, es geht ja noch weiter. Nach einer kurzen Pause wollen sie dann die Bonus Tracks des aktuellen Reissues spielen… Wir wieder hoch für die nächsten Shiners, um dann reichlich ermattet zu beschließen, zurück ins Hotel zu fahren. Am Ausgang bekommen wir mit, dass die Allstar-Truppe immer noch spielt… Mittlerweile sind sie bei 'Jumpin' Jack Flash' und 'Brown Sugar', für uns ist endgültig Feierabend. Zum Line-up: In der House Band spielen u.a. bekannte Nashville-Typen wie Keyboarder Michael Webb und Gitarrist Eric Whorton, die McCrary Sisters singen Back-up, Stonehoney haben einen Gastauftritt, von den Original-72er Sessions steht Bobby Keys in der Bläsersection und für Al Perkins (ja, ja, ja, DER Al Perkins!) wird eine Pedal Steel auf die Bühne geschoben usw. Als Jagger-Clones wechseln sich ab: Warner E.Hodges (Jason & The Scorchers), Dan Baird (Georgia Satellites, Yayhoos), Jesse Dayton, Jim Lauderdale, Jimmy Hall (Ex-Wet Willie), Michael Des Barres (Ex-Power Station, ein wüster Typ mit einer wüsten Show), Ray Wylie Hubbard, Paul Thorn, Mike Farris (Ex-Screamin' Cheetah Wheelies)… Got it? Hab' ich jemanden vergessen?!



08.09.

 
George Reiff
 
Gitarren ohne Ende
"Medicine Man", "I Ain't Runnin'", "Enough" oder "Should Have Known Better" - all diese Songtitel werden (noch) nichts sagen, allerdings wird sich das Anfang nächsten Jahres garantiert ändern. Sie werden Teile des neuen Albums der BAND OF HEATHENS sein, das wohl im Februar 2011 veröffentlicht werden wird und an dem die Band gerade arbeitet. Jede freie Minute ihrer endlosen Tour durch die USA wird genutzt, um neue Songs zu schreiben und Studiozeit zu buchen, um die neuen Stücke einzuspielen. Wir nutzten die Gelegenheit unseres Austin-Aufenthaltes und besuchten die Jungs im Top Hat Studio in South Austin, nur einen Steinwurf entfernt von unserem Lieblings-Mexikaner "Curra's". Jon Dee Graham hatte hier seine beiden Alben The Great Battle und Full aufgenommen, die Resentments ihr Switcheroo-Album, Rich Hopkins nutzte es für Teile des Albums The Horse I Rode In On, außerdem hatten dort Künstler wie Richard Buckner oder Trish Murphy gearbeitet.
Von außen vollkommen unscheinbar als normales Einfamilienhaus aussehend (hat garantiert eine Rundumbewachung sowie eine megateure Alarmanlage), wird man innen geradezu erschlagen von Aufnahmeequipment.
 
Gordy Quist
Tonbandmaschinen, Monitore, Computer, ein riesiges Mischpult, Kilometer von Kabel sowie jede Menge Maschinen, die man eben braucht, um ein Album aufzunehmen. Wir kämpfen uns ins nächste Zimmer, wo unzählige Gitarren hängen und stehen, dazu Gitarrenverstärker ohne Ende. Durch die Küche hindurch gelangt man in den eigentlichen (abgeschotteten) Aufnahmeraum, der durch ein Fenster mit dem Raum, in dem das Mischpult steht, verbunden ist.

 
Ed Jurdi
Anwesend an diesem Nachmittag waren von der Band Ed Jurdi und Gordy Quist, John Chipman und Seth Whitney hatten ihre Parts bereits mehr oder weniger komplett eingespielt und waren praktisch kaum noch zugegen. Für die Produktion hatte sich die Band diesmal wieder einen Produzenten an Bord geholt, der uns gut bekannte George Reiff. Bis vor kurzem war uns George nur als großartiger Bassist bekannt gewesen, den wir bei der Jon Dee Graham-Tour 2002 kennengelernt hatten. In den letzten Jahren wurde er zu einem äußerst gefragten Session- und Tour-Musiker, tourte und nahm auf mit Gary Louris & Mark Olson (Ready For The Flood), Ian Moore, Michael Hall, Charlie Sexton oder Jess Klein. Seine jüngste Mitwirkung war bei dem Dixie Chicks-Ableger Court Yard Hounds, mit denen er in Kürze auch auf Australien-Tour gehen wird. Bereits für das BOH-Debütalbum hatte er die Aufnahmen gemischt, und nachdem Reiff mit seinem ersten richtigen Voll-Album-Produzenten-Werk von Ray Wylie Hubbard (A. Enlightenment B: Endarkenment) einen Volltreffer gelandet hatte (ist bei den heute in Nashville stattfindenden American Music Awards in 3 Kategorien nominiert), ist er auch als Produzent ein gefragter Mann. BOH wollten eigentlich unter diversen Produzenten auswählen, aber nachdem Reiff für den Download-Track "Free Again" so überzeugend war, kam man überein, ihn das gesamte Album produzieren zu lassen. "Free Again" wird zusammen mit dem von Levon Helm (The Band) bekannt gewordenen Song "Hurricane" (geschrieben von Keith Stegall, Stewart Harris und Thom Schuyler) die einzigen bisher bekannten Stücke auf dem Album sein, alles andere ist neues Material!

 
Beratung
 
Ed Jurdi und Steve Christensen
Was für Eindrücke hatte denn Thomas "Chill Music" Dewers, der mit im Studio war, von den neuen Songs?
"Also alles anders als zuvor, die meisten Ideen, Arrangements werden diesmal im Studio geboren und dann wie ein Puzzle zusammengefügt. Sehr aufwändig, extrem engagiert und inspiriert. Alle wissen, dass das das beste Album bislang werden soll und scheinen auch alles dafür zu tun. Sie haben sogar Songmaterial für 2 weitere Alben bereits fertig und wollen gleich wieder ins Studio, wenn dieses Album rauskommt. Sie hätten ungefähr 6 Songs, zum Teil in Fragmenten und natürlich nur als Rough Mixes gehört und jeder einzelne war anders. Ed meinte, auch die anderen 5 wären jeweils nochmal anders!! Weg scheint die Gospelmasche, weg ist Country Rock und überhaupt der stark ausgeprägte Roots-Anteil. Neu: Es rockt, zum Teil deftig und roh, es wird groovy und funky im 70er Jahre Stil, es gibt viele Soulelemente und es wird experimentell "poppig" à la Wilco. Think: Band Of Heathens mit Hipness/Coolness-Faktor im Kreativitätsrausch oder mit den Worten von Ed: "all over the place". Sie sind quasi in der Mitte des ganzen Projekts, d.h. die Basic Tracks sind alle fertig, die meisten Gitarrensoli und Keyboards (oh yes, seeehr viele Keyboards) sind auch schon dabei und
 
Cheese!
etliche Vocals. Im Moment verfeinern sie unter George Reiff und dem ganz jungen, aber immerhin schon Grammy-behafteten Toningenieur Steve Christensen (Steve Earle - Townes) die 11 neuen Tracks mit Lead Vocals, Backing Vocals, zusätzlichen Gitarrenspuren, Synthesizer etc. So konnten wir erleben, wie zunächst Ed einen seiner neuen Songs ('Should Have Known Better') einsang - ungefähr 15x hintereinander, was dementsprechend dauerte. Dann sang Gordy die Vocals für 'Hurricane', eine Wahnsinnsnummer, die wir aus Hannover schon kennen, die einzige Fremdkomposition und das einzige "alte" Stück. Alles andere sind brandneue Bandtitel, die sie auch noch nicht live gespielt haben!!"

Na, das sollte doch Geschmack auf mehr machen. So ca. 5 Stunden hingen wir im Studio herum (der Ausdruck ist nicht übertrieben, denn so richtig "Action" kommt bei Plattenaufnahmen nicht vor - ständig wurden neue Song-Ideen oder Harmony Vocals ins Spiel gebracht, aufgenommen, miteinander verglichen, dazwischen hin und wieder ein kühles Bier aus dem Kühlschrank genommen. Alles in allem ein super Erlebnis für uns.

Beim Besuch am nächsten Tag war dann auch noch Colin Brooks in die Gesangsaufnahmen involviert, zudem schauten Seth und John kurz vorbei, um ein "Gruppenfoto" mit der von der Firma Gibson zur Verfügung gestellten "Les Paul" zu machen, die wir im Rahmen unseres Jubiläumspreisausschreibens unter allen Teilnehmern verlosen werden.



08.09.



 
Hayes Carll
Nächster Tag, nächstes Festival: "Hayes Carll's Labor Day Bash" in Luckenbach. Objekt unserer Begierde sind The Trishas, aber dazu später mehr. Zunächst eröffnet Singer/Songwriter HAYES CARLL als Veranstalter das Event, das auf zwei Bühnen stattfindet - am Nachmittag erstmal auf der kleinen Holzterrasse neben dem legendären Luckenbach Store, herrlich im Schatten gelegen, unter Bäumen, mit langen Holzbänken und Tischen, auf denen man mehr als zwei Shiner Böcke abstellen kann…! Und zwischen den Reihen laufen die Hühner rum - eine geradezu idyllisch anmutende Atmosphäre. Hayes Carll aus Houston (mit Austin Connections), den vor ein paar Jahren noch keiner kannte, ist mittlerweile über Texas hinaus eine - für diese eigentlich völlig "normale" Musik - höchst erstaunliche Erfolgsstory geworden. Sein 2008er Lost Highway-Album Trouble In Mind (und darauf besonders der Jahrzehnt-Song 'She Left Me For Jesus') bekam zu Recht nur die besten Kritiken und gewann einen Preis nach dem anderen. Irgendwie verkörpert der schlacksige, unauffällig sympathische Typ wohl all das, was Texamericana ausmacht, in einer Person! Mit seiner kleinen Begleitband (Bonnie Whitmore - Bass/Vocals, Kenny Smith - Percussion und Scott Davis - Electric & Acoustic Guitars/Banjo/Backing Vocals) spielt er einen very laid-back Backporch Set, 'Little Rock' habe noch im Ohr und eine starke neue Nummer, 'Chances Are', aber da wir soeben auf die Trishas trafen, sind wir natürlich abgelenkt!

 
John Evans (links)
Carlls Kumpel JOHN EVANS reitet auch auf der Houston-Austin-Schiene und ist im lokalen Texas-Terrain ein "household name", über die Landesgrenzen hinaus vermutlich eher gar nicht. Veröffentlicht aber schon seit 10 Jahren Alben, die beiden letzten kamen immerhin auf Smith Music raus. Besonders live kommt er mit seiner Band auch optisch klasse rüber: Outfit, Frisur, der fette Doghouse Bass, eine Steel Guitar… Ja, das lässt schon mal auf genau die Musik schließen, die wir gleich hören werden: Rock'n Roll, Blues, Country, Hot Rod Rockabilly und nochmal Rock'n Roll. Das ist dann unterm Strich ein gelungener Mix aus Domino Kings und Buddy Holly, The Cramps und Paladins, Jason Ringenberg und Beat Farmers (Evans singt wie Buddy Blue!), gewürzt mit etwas Western Swing und ein, zwei cry-in-yer-beer Balladen. Meistens gibt's aber Dampf und Power, Mottosong: 'Bad Thoughts In A Good Way'!

 
The Trishas
Enter THE TRISHAS! Eine vierköpfige Mädelsband aus Austin, über die seit längerem als ganz heißes Eisen geredet wird, die es aber bislang nur zu einer Mini-CD und Gastauftritten auf den jüngsten Platten von Kevin Welch und Ray Wylie Hubbard gebracht haben. Edgar und ich hatten sie schon bei der SXSW im März gesehen und sind gleichermaßen schwerst begeistert, was ja auch nicht so häufig vorkommt… Jamie Wilson, Kelley Mickwee, Liz Foster und Savannah Welch (Kevins Tochter) heißen die vier: allesamt profilierte Singer/Songwriterinnen in eigener Sache, die hier ihr ganzes Talent zusammenschmeißen. Besonders wenn die sehr unterschiedlichen Stimmen in allen mathematisch möglichen Kombination aufeinander, nebeneinander und zusammen treffen, dann funkelt pure Americana-Magie!! Keine Frage, in einer Roots Music-Welt, in der Acts wie die Angel Band, Po'Girl, Be Good Tanyas, Tres Chicas, Ollabelle und wie sie alle heißen über Jahre höchst erfolgreich arbeiten, da sollte für die Trishas ein Platz an der Sonne drin sein! Country, Gospel, Folk, Singer/Songwriter - die 9 Titel in diesen 40 Minuten kommen aufregend und abwechslungsreich. Das Quartett begleitet sich mit Gitarren, Mandoline, Tambourinen, Percussion, Mundharmonika. Fest im Team - und oft exponiert mit Soli - spielt eine Geigerin, ausgerechnet die einzige Trisha hier (Keefer), Produzent/Gitarrist/Banjopicker und Hayes Carll-Sideman Scott Davis sowie ein Schlagzeuger ("he's got the best view in the band") komplettieren das Line Up.

 
Corb Lund
Der große kanadische, in seiner Heimat höchst dekorierte (5-maliger Juno-Winner und zig andere Trophäen) Prairie Troubadour CORB LUND aus Alberta beschließt den schattigen Nachmittag und beweist mit seinen Hurtin' Albertans, wie dicht Luckenbach und Edmonton zumindest im Geiste beisammen liegen. 'Expectation And The Blues', 'Alberta Says Hello', 'Horse Soldier', 'Students Visas', '5 Dollar Bill', 'Losin' Lately Gambler', 'This Is My Prairie', zum Abschluss 'I Wanna Be In The Cavalry' und 'Rye Whiskey'. Lund hat einfach großartige Songs, schwerpunktmäßig mit den Themen Civil War, Horses, Whiskey, cheatin' & lyin' und Irish/American History. Und er bringt sie im Stil eines souveränen Entertainers aus dem hohen Norden, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Fast! Der dreiste Hahn läuft nicht nur vor der Bühne rum, sondern kräht genau zwischen zwei Songs so markerschütternd, dass Lund vor Lachen kaum weiter singen kann: "hey buddy, I'll eat you later!" Der Mann hat Humor und seine Band große Klasse, besonders Twangmeister Grant Siemens an den Saiteninstrumenten! Und wieder mal bekam Edgar von mir zu hören, dass er soeben einen der besten Acts erlebt hat, die er je vermarket hat!!

Nach einer längeren Pause geht's rüber zur großen Bühne. Gutes Timing, denn die Sonne brennt nun nicht mehr so gnadenlos auf den völlig freien Platz ohne Schatten. Die High School Kids von SCHOOL OF ROCK ersparen wir uns noch, dann kommt - für Edgar allzu heftig - wieder "richtiger" Country: JESSE DAYTON und seine Band spielen true & very hard driving Country und Country Rock mit satter elektrischer Gitarre und herrlich jaulender Steel. Und wirklich: Endlich steht eine richtige Buddy Emmons Pedal Steel auf der Bühne und dahinter sitzt einer, der weiß, wie man damit umgeht - Nathan Fleming. Texas-Legende Billy Dee (Gilley's Houseband, Dale Watson) am Bass und Eric Tucker (Drums) sorgen wir den nötigen Backbeat für diese Musik in wahrer Waylon & Willie-Manier. Ja, vor allem Waylon! Tierische Versionen von 'I Fought The Law' und Waylons Hymne 'Luckenbach, Texas (Back To The Basics Of Love)' am Ende - pretty perfect!!

Wenn ROSIE FLORES im Gespräch backstage hinterher nicht so freundlich gewesen wäre… Okay, ich mache es kurz: Ihr Set ist einfach von der Tatsache belastet, dass sie sich wohl immer noch nicht zu 100% von ihrem Armbruch im Frühjahr erholt hat und die Gitarrensoli nicht so platzieren kann, wie sie es drauf hat (was wir dann doch noch später erleben sollen…). So wirkt ihre Roadhouse Rockabilly-Filly/Honky Tonk/Heartache/Rockabye Boogie-Mischung auf uns ein wenig dröge und langweilig. Ihr Gitarrist, Rockabilly Legend Danny B.Harvey (Rockats, Swing Cats, Levi & The Ripchords, Honeydippers, Lemmy u.v.a.), kommt merkwürdigerweise dann doch noch spät hinzu und bringt Farbe in diesen Set. Den das Publikum dagegen von Anfang an als gelungen empfindet? Jedenfalls wird zum ersten Mal heute heftigst getanzt!

Nochmal HAYES CARLL. Der Veranstalter und Organisator beendet höchstselbst mit seinem zweiten Auftritt sein eigenes Festival, und zwar bereits vor dem eigentlichen Haupact. Very strange, aber wegen der zu erwartenden Rock Power von Alejandro Escovedo wohl nicht anders zu machen. Außerdem hat er somit noch alle Zuschauer beisammen. Danach klappen die Country Fans nämlich ihre Stühle zusammen und werden nicht mehr gesehen! Carll und dieselbe Band vom Nachmittag präsentieren deutlich forscher und elektrischer 'Heaven Above', 'I Got A Gig', 'Bad Liver And A Broken Heart', das mit RW Hubbard co-geschriebene 'Drunken Poet's Dream' und selbstverständlich 'Faulkner Street', in dem ja der CD-Titel Trouble In Mind drin steckt. Sein ganzer Auftritt erinnert mich an eine optimale Kombination aus Rodney Crowell und Todd Snider.

 
Rosie Flores und A. Escovedo
 
Alejandro Escovedo
Soviel gute Musik den ganzen Tag lang in so herrlicher Umgebung, und das alles nur für 35 $! Gut, wir hatten Freitickets, aber ich bin trotzdem voll auf meine Kosten gekommen, aber da passiert ja noch der Höhepunkt in Gestalt von ALEJANDRO ESCOVEDO & HIS SENSITIVE BOYS. Nach einem stimmungsvollen, nahezu psychedelischen Gitarrenjam-Hors d'Oeuvre des Meisters mit seinem langjährigen Leadgitarristen David Pulkingham geht's - wie spätestens nach dem Genuss seines jüngsten Albums erwartet - richtig in die Vollen! Drei heftig rockende Tracks am Stück von Street Songs Of Love und dann… Pause, Aufregung, "it happened an accident"! Escovedo und Drummer Hector Munoz gehen von der Bühne und es entsteht ein totaler Bruch im Ablauf. Munoz wurde von einem umgekippten Monitor am linken Arm verletzt und es ist zeitweise nicht klar, ober er weiterspielen kann. Die Restband - Pulkingham, Bobby Daniel am Bass und zwei Chicks mit Backing Vocals, Karla Manzur (Fresh-Up Girls, Ghost Of Deep Edward) und Gina Holton (Sweetmeat) - improvisiert, bevor der Chef zurückkommt und das ganze Programm eine Kehrtwende zu einem akustischen bzw. halbelektrischen Americana Set "alter" Prägung nimmt. Ich sage nur: 'Rosalie'…!!! Von der Gänsehautversion von 'Down In The Bowery' (ab da wieder mit Drummer) bis zum abschließenden 'Beast Of Burdon' in einer wahrhaft tierischen Fassung erleben wir einen etwas unebenen Escovedo-Set, der vielleicht genau daher seinen Reiz bezieht. Oh yes, die Stones-Nummer artet in einen unglaublichen Soul & Dance Groove Jam aus, mit… jawohl: Rosie Flores in heißesten Gitarrenduellen mit David Pulkingham und Escovedo in völlig berauschter Shouter-Pose! Ekstatisch. Danach müssen wir erstmal mächtig durchatmen!

Noch vor der Show ließ es sich Alejandro Escovedo nicht nehmen, unsere zur Verlosung anstehende Gibson Les Paul-Gitarre zu signieren. Die Liste der Ausnahmekünstler auf dem immer wertvoller werdenden Instrument wird immer länger - und es ist noch lange kein Ende in Sicht!



05.09.



Schon die ganzseitige Anzeige im Austin Chronicle Ende Mai ließ Gutes erahnen, wurde da doch ein "Red Dirt Music Festival" angekündigt, das am 4. September im "Backyard" in der texanischen Hauptstadt stattfinden sollte. Die Riege der auftretenden Künstler und Bands hatte es wahrlich in sich: Cross Canadian Ragweed, Stoney LaRue, Micky & The Motorcars, The Band Of Heathens, Bruce Robison, Charlie Robison, Mike McClure Band und Seth James. Der Termin passte voll in die Planungen von Label-Manager Edgar Heckmann, der sich bereits für die Americana Music Conference in Nashville vom 8. bis 11. September angemeldet hatte, und so setzte er kurzerhand noch ein paar Tage in seiner 2. Heimat Austin davor. Sein Kumpel und "freier Mitarbeiter" Thomas "Chill Music" Dewers ließ sich von der Euphorie anstecken und kam mit.

Am Freitag Nachmittag in Atlanta beim Zwischenstopp der Schock per SMS: Die komplette Veranstaltung war ein Tag zuvor ohne bekannte Gründe abgesagt worden! Aber schon wenige Stunden später zeigte es sich, wie professionell in Austin mit Musik umgegangen wird. Innerhalb von wenigen Stunden wird eine Ersatzlocation gefunden und sämtliche Acts - außer der Band Of Heathens! - waren auf der Liste im "Nutty Brown Amphitheatre". Das ist nicht etwa ein Hinterhof eines Restaurants, sondern ein Open Air-Gelände mit einem Fassungsvermögen von ca. 2.000 Leuten. Der Tag war also gerettet, und pünktlich um 15 Uhr waren wir am Eingang, wo wir auch bereits von der Managerin von Micky & The Motorcars empfangen und mit einem Backstage-Pass ausgestattet wurden. Direkt in den Nightliner und diversen Bandmitgliedern der "Motorcars" sowie Cross Canadian Ragweed "Hallo" gesagt. Cody Canada, der unumstrittene Kopf von CCR, begrüßte uns ebenfalls sehr freundlich - ein Jammer, dass sich die Band bereits in Kürze, nach Erledigung ihrer restlichen gebuchten Shows, für längere Zeit von der Bühne verabschieden wird. Der Auftritt im "Nutty Brown" würde der letzte in der Austin Area sein.

Bereits seit mehreren Wochen herrschen in Texas hochsommerliche Temperaturen zwischen 34 und 40 Grad und auch der Samstag bildete keine große Ausnahme, obwohl man es (im Schatten) ganz gut aushalten konnte. Das obligatorische kühle Shiner Bock tat ein Übriges, um unsere blendende Stimmung - trotz des Fehlens der Band Of Heathens - aufrecht zu erhalten. Micky Braun und sein Bruder Gary hatten bereits unsere Gibson Les Paul-Gitarre mit ihrer Unterschrift versehen, die einer unserer Mailorderkunden im Rahmen unserer Jubiläums-Aktion CATCH THE PREMIUMS gewinnen wird, und auch die restlichen Bandmitglieder setzten im Laufe des Abends ihre Unterschrift auf das Instrument.

SETH JAMES, der mit dem Album That Kind Of Man ein hervorragendes Album veröffentlicht hatte (und das über unseren Webshop im General Store erhältlich ist), machte Punkt 16 Uhr den Anfang einer nicht nur für uns denkwürdigen 9-stündigen Veranstaltung. Thomas machte von Anfang an fleißig Notizen und hier sein Eindruck vom Nachmittag:

 
Seth James
Endlich! Endlich Live Music in Texas, dafür sind wir schließlich hier! Ja, in der Tat: 9 Stunden Freiluftmusik am Stück bei sengender Hitze und einem Sitzanteil von vielleicht 20-30 Minuten insgesamt - das will erstmal ausgehalten werden… Aber schon nach wenigen Akkorden von Opening Act SETH JAMES und seiner dreiköpfigen Begleitung legt sich ein breites Lächeln auf unsere Gesichter: 35, 36, 37 oder 38 Grad…, egal, dieser Tag würde ein richtig guter werden, ganz klar.

"He's got a sound that mixes a little bit of Freddie King, Leon Russell and Delbert McClinton", sagt Ray Benson. Georgia Satellites, Shaver, Kenny Wayne Shepherd und Jeff Healey kann man gerne noch hinzufügen. Genauso wie auf seinem exzellenten jüngsten Album That Kind Of Man startet Seth James in elektrischer Quartettformation mit einem zweiten erstklassigen (Slide-) Gitarristen im Stile eines neuen texanischen Blues Guitar Rockers. Aber sein Spektrum hat er längst ausgebaut - auch live! So würzt er diesen typischen Texas Roadhouse/Southern Rock/Roots & Country Blues-Mix mit klaren Singer/Songwriter-Mustern. 'Cigarettes, Anger And Wine', 'Thing For You', Ain't No Problem', 'Two For Tuesday', aber auch so unverschämt radiofreundliche Sachen wie 'Leaves Of September' hören wir also zum Einstieg in diesen tollen Festivaltag.

 
Charlie Robison
Bruce hatte ich schon öfter gesehen, seinen Bruder CHARLIE ROBISON noch nie. Und der kommt nun als nächster. Und mit ihm kommt Country! Große Besetzung mit Robison an der elektrischen Gitarre und als Sänger - ganz der souveräne Frontman, der seinen 5 Mitstreitern jede Menge Raum zu ausladenden Soli gibt: zwei Leadgitarren, Keyboards, Bass, Drums - alles Profis, die mühelos diesen John Prine-meets-Jerry Jeff Walker Mix aus Good Time Country Rock, Honky Tonk und Texas Roadhouse Americana mitgehen. Jawohl - good times! Trotz medienreicher Scheidung von Dixie Chicks-Emily und ihrer Verarbeitung auf etlichen Songs des neuen Albums, das auch noch ironischerweise Beautiful Day heißt. Natürlich bringt er auch viele Klassiker wie 'Poor Ma
n's Son', 'Sunset Boulevard', 'El Cerrito Place'. Und klar, für ein paar Stücke kommt Bruce auf die Bühne. Passt. Ein schöner Tag!

 
Mike McClure Band
Next in line: Der Pate der Red Dirt Scene von Stillwater, Oklahoma höchstpersönlich, MIKE McCLURE! Gott und die Welt hat er produziert, vor allem Cross Canadian Ragweed, eine fantastische, mittlerweile vermutlich längst vergessene Country Rock Band hat er gehabt (Great Divide) und seit 2002 hat er nicht weniger als 7 eigene CDs herausgebracht. Fleißig der Mann! Und so hält er sich bei seinem Set auch nicht wirklich lange mit Nebensächlichkeiten auf: Es wird gerockt im Trio (Tom Skinner am Bass, Eric Hansen am Schlagwerk), also richtig hart gerockt, um nicht zu sagen: Das ist Hard Rock, Okie-style! McClure, der im Outfit eines Roadies auf die Bühne geht und nicht gerade mit dem Charisma eines Frontmans gesegnet ist, schafft sich aber richtig rein in seinen Job, und der heißt: Riffs und Hooklines raushauen, als würde es kein Morgen mehr geben. Well done, very well done!! Dazu kommt, dass alle Drei einen höllischen Spaß an ihrem Tun bekunden und eine richtig gute Stimmung im langsam voller werdenden Nutty Brown's erzeugen.

 
Bruce Robison und Kelly Willis
Okay, jetzt wird's mainstreamig und schmalzig, denken wir uns beim nächsten Künstler. Der erwähnte BRUCE ROBISON ist angesagt. Ich mag ihn auf CD eigentlich ganz gerne, aber hier wird denn doch frühzeitig klar, wo der Edgar seine Grenzen hat, wenn's um C.O.U.N.T.R.Y. geht… (ich bin da wohl etwas schmerzempfindlicher). Honky Tonk, Herzballaden, Texas 2-Step, straight Country halt, aber was soll ich da meckern: Der Typ kommt geradezu aufreizend lässig-souverän rüber, seine Band ist Extraklasse (Lead Guitar, Bass, Keyboards/Accordion, an den Drums Joey Shuffield von Fastball), die Setlist ist clever und ausgewogen konzipiert, das Publikum ist zum ersten Mal richtig euphorisch, singt lauthals mit und kennt alle Songs auswendig! 'Red Letter Day', 'Wrapped', 'The Hammer', 'Angry All The Time', und natürlich das unvermeidliche, leider immer wieder aktuelle 'Travelin' Soldier', das von den Dixie Chicks zum großen Hit geführt wurde und hier und heute besonders goutiert wird. Und die neue Single 'Heartaches To Houston'. Ich habe sie ja schon neben der Bühne warten sehen…, aber nun wird es wahr: Ehefrau KELLY WILLIS, ewig bezaubernd und leider viel zu inaktiv in eigener Sache, kommt für zwei Nummern hinzu und verziert 'When I Loved You' von den Louvin Brothers und 'The Closest I Get'. Wie sie auf schmachtende Weise ihren Göttergatten anhimmelt… - nun, da stehen die Amis halt drauf, zumindest am Nachmittag, it's family time.

 
Micky Braun
Es wird Abend, das Publikum scheint sich - dem Lärmpegel nach - gewaltig zu verjüngen, die sonst so sprichwörtliche Höflichkeit in diesem Land, auch und gerade bei Konzerten, wird mit steigendem Alkoholkonsum dann doch erheblich vernachlässigt. Okay, akzeptiert, es ist Saturday Night und da geht die Post ab. Und MICKY & THE MOTORCARS sind diejenigen, die das Ganze höllisch anheizen! 'Bloodshot', 'Naive', 'Grow Old', 'Nobody's Girl' von Brüdercombo Reckless Kelly, 'Stay With Me' von den Faces, Jon Dee Grahams 'Twilight', übrigens das einzige von Gary Braun gesungene Stück heute, Randy Rogers' 'Long Enough To Leave' usw. usw. - ein Hit, ein Crowd Pleaser nach dem anderen. Ganz klar Chef auf der Bühne ist "Micky not Mickey" Braun, der die Rock'n Roll-Schule mit Auszeichnung absolviert und seinen Laden im Griff hat. Größere Ausflüge zu Country Rock, Texas Balladen, Americana sind heute eher nicht geplant. Man hat die Menge mit den überlauten und durchweg schnell und heftig runtergeholzten Nummern sicher am Haken, muss in ohnehin nur 40 zur Verfügung stehenden Minuten kein Risiko eingehen.

 
Stoney LaRue
Wie man das besser macht, nämlich ein interessantes, ausgewogenes, abgestuftes, dennoch unterm Strich rockiges Programm anzubieten und das Publikum jederzeit im Begeisterungsgriff zu halten, das beweist dann STONEY LARUE, der als Inbegriff der Stillwater/Oklahoma-Szene gilt. Ich gestehe, dass ich mir zuvor noch nie was von diesem Typen angehört hatte und meine Vorurteile extrem groß waren: Schweinerock, Haudrauf-Country, Red Dirt Proll-Musik… Ich nehme das alles zurück, ich hatte ja gar keine Ahnung. Letztlich sind er und seine höchst interessante, variable, spielfreudige Band die Überraschung des ganzen Festivals geworden. Das ist Bandana Rock, Southern Rock und Jam Rock auf hohem Niveau mit vielen stilistischen Bögen zu verschiedenen Roots & Americana-Varianten bis hin zum Western Swing, kraftvollen Songs voller Eigenleben und nicht zuletzt einem wirklich überragenden, transparenten Sound. Stoney LaRue ist ein kleines Energiebündel mit kerniger Stimme und erstaunlichen Fähigkeiten auf der akustischen Gitarre, die dann auch öfter im Vordergrund steht - Acoustic Rock! Seine Band (Bass, Drums, Electric Lead/Lap Steel, Fiddle/Mandolin/Keyboards) bekommt sehr häufig Gelegenheit zu glänzen, Fiddler und Leadgitarrist singen mehrmals eigene Stücke, auch Gäste wie Brandon Jenkins und Cody Canada werden für kleine Nebenrollen dazugeholt. Ein rundum zutiefst befriedigender Gig, in dem ein Bandklassiker wie 'In Oklahoma' natürlich eine zentrale Rolle spielt.

 
Cody Canada
Gemessen am Aufwand und Drumherum für die nächste/letzte Band war alles zuvor Gehörte lediglich Vorprogramm. CROSS CANADIAN RAGWEED sind Superstars! Nicht nur hier im Süden und Südwesten, ihre letzten Platten haben sogar die nationwide Billboard Charts auf hohen Plätzen geknackt, ihre Konzerte sind ausverkauft von San Francisco bis NYC. Vor einer längeren bzw. unbestimmten Pause aus familiären Gründen - es soll keine Auflösung sein! - geben sie heute ihr Abschiedskonzert in der Austin Area, was ja - wie Edgar bereits eingangs erzählt hat - fast in die Hose gegangen wäre. Aber nun sind sie da, überschwänglich angesagt vom Chef des aktuellen Kult-Internet-Radio-Senders KNBT-FM in New Braunfels, Mattson Reiner, und frenetisch empfangen von einer wahren "rowdy crowd": RAAAGWEEED!!! Und CCR geben von der ersten Sekunde an alles zurück. Nach Cody Canadas Ansage "fuck the Backyard" rollen die Hits: 'Fightin' For', 'Soul Agent', 'Hammer Down', '17', nochmal 'In Oklahoma', 'Suicide Blues', 'Deal', 'Sister', natürlich die Band-Hymne 'Boys From Oklahoma'. Und eben diese Boys wissen was sich gehört, schenken ihren Texas-Fans Stephen Bruton's 'To Find My Love' und gleich noch ein hammermäßiges Willie Nelson-Medley mit 'Whiskey River' und 'Shotgun Willie' obendrauf. Stoney LaRue und sein Fiddler kommen zwischendurch auf die Bühne, Micky Braun singt mit, Mattson Reiner von KNBT muss eine ganze Strophe von 'Boys In OK' singen... Ein irrer Abend! Die Menge tobt, enthusiastisches Mitsingen bei fast allen Stücken, die Leute kennen nicht nur die Refrains, sondern singen zu Hunderten komplette Songs - es ist Wahnsinn, einige scheinen kurz vorm Hyperventilieren, die Foto-Handys laufen auf Dauerbetrieb und wir beiden aus dem "steifen Deutschland" versuchen irgendwie in der allgemeinen Begeisterung nicht unterzugehen. Oh Mann, der Tag war anstrengend! Und einfach nur toll!!



03.08.

LEEROY STAGGER & THE WILDFLOWERS
Little Victories


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 24,90
Nach einem knappen Jahrzehnt der regelmäßigen Veröffentlichungen und pausenlosen Touren gehört der kanadische Singer/Songwriter und Roots & Country Rocker LEEROY STAGGER wahrlich nicht mehr zu den Unbekannten innerhalb der weltweiten CanAmericana-Liebhaberszene. Besonders mit seinem letzten Werk Everything Is Real, gleichzeitig sein Debüt auf Blue Rose, gelang ihm der Durchbruch zu internationaler Anerkennung und der Einzug in die globalen Americana Charts. Little Victories ist bereits sein 6. Album unter eigener Regie. Es trägt zum ersten Mal auch den Namen seiner aktuellen Band und entspricht auf ganzer Linie einer würdigen, konsequenten Fortsetzung seiner musikalischen Vita.

Seit ein paar Jahren wohnt Leeroy Stagger in Lethbridge in der Provinz Alberta, südlich von Calgary mitten im kanadischen Hinterland gelegen. Sein Umzug aus der kulturellen Westcoast-Metropole Vancouver ging einher mit einer bewusst gewählten neuen Lebensweise, speziell dem Abschwören von Drogenkonsum jeder Art, besonders vom Alkohol. Hier findet er die erforderliche Ruhe und Muse für seine poetischen Texte, die sich wie selbstverständlich mit den Widrigkeiten, aber auch mit den Reizen des Alltags in all den Small Towns der weiten Prairie, und den nötigen Abstand zur Reflektion mit der eigenen, gar nicht so lange zurückliegenden Vergangenheit, beschäftigen.

"Everyone's fryin', everyone's stealin', everyone's lyin', everyone's dyin'..." - heißt es in der desolaten Story des Openers 'Everyone's On Drugs', auch die erste Single in seiner Heimat und quasi eine Abrechnung mit seinem früheren Leben in Fremdbestimmung und Abhängigkeit. Über einem markanten Riff entwickelt sich ein Balladenrocker der Extraklasse, der zum Mitsummen einladende Refrain gerät förmlich zu einer schonungslosen Antidrogenhymne. 'Long Way Home' verhandelt Einsamkeit, Fernweh und Liebesleid innerhalb von 4 Minuten, lässt aber am Ende doch noch eine Tür für bessere Zeiten offen - "...it's a long, long way to happiness". Beispielhaft für viele Leeroy Stagger-Songs: Da werden Depressionen gepflegt, der alltägliche Stumpfsinn beklagt, gescheiterten Beziehungen hinterher geblickt, von falschen Freunden erzählt, aber jetzt wird der Frust nicht mehr im Alkohol ertränkt, sondern mit einem geradlinigen, sinnerfüllten Leben fernab der Süchte besiegt - auch wenn man mitunter noch scheitert oder nur in kurzen Schritten vorankommt. Das sind dann die kleinen Erfolge des Lebens - 'Little Victories' fürwahr!

'Sit Around This House' greift ein weiteres beliebtes Stagger-Thema auf, "ich hasse diese Stadt, komme aber nicht weg, obwohl ich es immer wieder versuche". Ein zügig galoppierender Country/Folk Rocker mit akustischer Lead Guitar und Harmony Vocals von Gitarrist Kevin Kane sowie Pedal Steel von Veteran Bob Egan (Blue Rodeo, Freakwater, Sadies), der die bis hierhin etwas schwermütige Stimmung des Albums erheblich auflockert. 'Holy Water' bietet sumpfig-stampfenden Acoustic Roots Rock, der einer Südstaatentruppe zur Ehre gereichen würde. Hier kann die exzellent aufeinander eingespielte Band - allen voran Axeman Kevin Kane, dazu Bassist Tyson Maiko und Drummer Kyle Harmon - alle Register ziehen. Das erstaunlich Memphis-soulige, von Sessiongast Geoff Hillhorsts Orgel und der Einmann-Bläsersektion von Daniel Lapp (Carolyn Mark) unterstützte 'Good Things' ist ein echtes Herzblut-Duett mit der bekannten kanadischen Singer/Songwriter-Kollegin Romi Mayes. Kevin Kane beweist hier seine ganze Vielseitigkeit, indem er den Steve Cropper gibt.

Nach dem geradlinigen Heartland Rocker 'Waste Of Wedding' setzt sich Kane für 'Poor Little Rock Star' ans Klavier. Bei diesem später mit schwer dräuenden elektrischen Gitarren versetzten Track erinnert Leeroy Stagger - nicht zum ersten Mal - sehr an Ryan Adams. 'Way Down The Bottom' mit herb-schöner Pedal Steel von Studiogast Bob Egan ist langsamer Country Rock, auf den ein Gram Parsons stolz sein würde - wahrlich eine große Nummer! 'George's Blues' kommt im klassischen Texas Folk-Stil von Guy Clark und Townes Van Zandt, beginnt nur mit akustischer Gitarre zu Staggers Troubadour-Gesang und erfährt dann mit Mundharmonika und zweiter Gitarre etwas Prairieweite. Und zitiert nebenbei die bekannteste Songzeile von Kris Kristofferson. Stark im Kontrast dazu erleben wir danach lebendig rockenden CanAmericana-Stoff mit klarsten Bekenntnissen zur historischen Musik von The Band und Blue Rodeo. Kevin Kane spielt dazu perfekte Fills auf seiner Elektrischen, um dann im richtigen Moment das finale Solo von der Leine zu lassen! Gar als Steigerung folgt 'She Will Be Received', bei dem die Wildflowers völlig befreit von allen Songvorgaben einfach nur lustvoll abrocken, bevor der Boss mit 'I Believe In Love' seine persönliche "Do/Don't Do"-Liste abarbeitet, dabei angelegentlich Einblicke in seine bodenständige Sicht der Dinge bietet und - Achtung: Seltenheitswert! - regelrecht freundlich in die Zukunft blickt: "I don't believe in a world of war/ I don't believe we are born to hate/ I don't believe that the church is justice..., I believe in the power of people/ I believe that we all should be free/ I believe in love..."!!

Allerdings wäre Stagger nicht authentisch, entließe er uns mit solch einer Perspektive. So setzt er zum Schluss mit 'Love Will Let You Down' eine sehr getragene, melancholische Marke. Ein Lied mit viel Klavier, sentimentalem, wehmütigem Gesang, "sing-a-long"-Refrain und großem Streicherpathos, fast ein Gegenentwurf zu 'All You Need Is Love', eher ein 'Only Love Can Break Your Heart'; ja, in der Tat: Die Beatles grüßen Neil Young, nichts weniger! Welch ein starker Abgang von Leeroy Stagger & The Wildflowers nach 13 Tracks in einer knappen Stunde!

Little Victories ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 20. August erhältlich.



01.08.



Wir haben wieder einmal einen kleinen Streifzug durch das World Wide Web gemacht und einige schöne Reviews unserer jüngsten Veröffentlichungen entdeckt, die wir euch nicht vorenthalten möchten:

LEEROY STAGGER - Little Victories:
countryjukebox.de

TOM GILLAM - Better Than The Rest - An Anthology:
musicheadquarter.de
countryjukebox.de
rocktimes.de

THE DUSTIN BENTALL OUTFIT - Six Shooter:
musicheadquarter.de

JULIAN DAWSON - Live:
hooked-on-music.de
rocktimes.de
gaesteliste.de

RAINRAVENS - Rattle These Walls - Live At The Crossroads/Rockpalast Festival:
musicheadquarter.de
hooked-on-music.de

US RAILS - US Rails:
countryjukebox.de
gaesteliste.de

THE SLUMMERS - Love Of The Amateur:
rocktimes.de
gaesteliste.de

RICH HOPKINS & LUMINARIOS - El Otro Lado/The Other Side:
hooked-on-music.de
musikansich.de
gaesteliste.de

SUSAN COWSILL - Lighthouse:
countryjukebox.de
musicheadquarter.de
hooked-on-music.de
gaesteliste.de



25.07.


TOM GILLAM
Better Than The Rest - An Anthology


CD € 13,90
2-LP+CD
€ 27,90
Better Than The Rest - An Anthology von TOM GILLAM, einem der aktuell prominentesten Blue Rose-Acts - was soll man sich darunter vorstellen? Eine schlichte Best Of-Kopplung, eine chronologische Karrierewerkschau oder eine Sammlung von Demos, Outtakes und Livematerialien? Eigentlich nichts von alledem, sondern fast ein richtig neues Produkt, das in Gillams Discographie höchst eigenständig für sich stehen wird. "Fast" nur deshalb, weil es sich in der Tat um älteren Stoff handelt, den allerdings kaum jemand kennt!

Die meisten hier in Europa haben Tom Gillam durch Blue Rose anlässlich seiner Never Look Back-CD in 2007 kennengelernt. Gut, so mancher aufmerksame Musikfan, der auch mal gerne hinter die Kulissen schaut und das Kleingedruckte in den CD-Beilagen liest, wird bereits zuvor den Namen Tom Gillam als Sideman von Labelkollege Joseph Parsons entdeckt haben. Die beiden liefen sich vor Jahren in ihrer damaligen Heimatstadt Philadelphia über den Weg und so gelangte Gillam zunächst auf Parsons' The Vagabond Tales (Blue Rose, 2005) und wurde danach festes Bandmitglied als (Slide) Gitarrist. Er nahm in den Jahren 2005/06 gleich mehrfach an den vielen Europa-Gigs der Joseph Parsons Band teil, bestritt u.a. auch das legendäre Rockpalast-Konzert, das als Bonus-DVD der folgenden Parsons-Veröffentlichung The Fleury Sessions beigegeben wurde (Blue Rose, 2006). Mit seinem kompetenten, kraftvollen Gitarrenspiel und seiner sympathischen Bühnenpräsenz konnte er nachweislich das Publikum für sich einnehmen, ohne dabei dem Hauptakteur die Schau zu stehlen.

Danach kam Tom Gillams Karriere so richtig ins Rollen: Das Album Never Look Back markierte den Durchbruch in 2007 - mit einem Epochen umspannenden stilistischen Rundumschlag vom 70er Jahre (Country) Rock à la Poco, Eagles und ganz viel Joe Walsh über die Musik solcher Americana Stars wie Steve Earle und John Hiatt bis zum gesunden, kraftvollen Mainstream Rock eines John Mellencamp oder Bob Seger. Die fulminante 2008er Live-CD Play Loud...Dig Deep und ein weiteres Studioalbum in 2009, selbstironisch Had Enough? betitelt, erweiterten sein internationales Standing bei den Fans und seinen Rang innerhalb der Blue Rose-Hierarchie.

Weitgehend im Nebel blieb dagegen bis heute die Tatsache, dass es für Tom Gillam bereits ein musikalisches Leben davor gab. Drei frühe Alben stehen da nämlich auf seinem Konto, die sicher nicht oft über den Atlantik geflogen wurden: das 1998er Debüt First Of All, Dallas von 2001 und das in einschlägigen Gazetten von "No Depression" bis "Freight Train Boogie" goutierte Shake My Hand (2004). Bewegten sich die beiden ersten Platten noch deutlich im klassischen Country/Roots/Folk Rock-Bereich, so erweiterte Gillam mit Album #3 sein Spektrum, steuerte auf einen straighteren Rockkurs - mit reichlich Americana-Wissen als Fundament, versteht sich!

Die nun vorliegende Zusammenstellung Better Than The Rest würdigt genau diese Ära, bietet einen Auszug der wichtigsten Stücke, von Tom Gillam höchstpersönlich - nicht chronologisch, sondern rein nach Gusto! - ausgewählt und in den liebevoll gestalteten Liner Notes ausführlich besprochen: drei Tracks vom Debütalbum und je vier der beiden anderen. Dazu kommt der vielleicht wichtigste Song seiner gesamten Karriere: 'Never Look Back', nicht nur Titelstück der gleichnamigen CD, sondern Bindeglied zwischen dem "alten und neuen" Tom Gillam, die aber - wie wir beim Hören der Anthology sofort merken - so unterschiedlich gar nicht sind! Doch damit nicht genug, Better Than The Rest hat auch noch drei bislang unveröffentlichte Tracks aufzubieten: 'Fountain Bleu', eine herrlich dahinfließende, semiakustische Ballade mit melodischer Leadgitarre und schöner Steel, entstanden während der Never Look Back-Sessions; dann 'Emily', ein kraftstrotzender 6:42-Electric Rocker von 2009, der ungemein an Neil Youngs 'Words' erinnert und auf dem seine Begleitband Tractor Pull, insbesondere der zweite Leadgitarrist Craig Simon, alle Register ihres Könnens zieht; und schließlich 'Long Way Home' aus der Shake My Hand-Phase - Tom Gillam verschärft auf Country-Kurs, mit Backingchor, Harmonica, Pedal Steel und Endlosrefrain zum entfesselten Mitsummen!

Better Than The Rest ist optisch und musikalisch ein hochwertiges Produkt geworden, dem man unbedingt anmerkt, wieviel Leidenschaft und Herzblut Tom Gillam dafür aufgebracht hat. Und Zeit! Ein kleines Wunder, bedenkt man seine vielen Aktivitäten, gerade auch mit dem aktuellen US Rails-Projekt, und seine Ankündigung, bereits wieder an neuen Songs zu arbeiten! Außerdem kündigt er schon mal vorsorglich eine mögliche Fortsetzung der Anthology an... Genießen wir doch erst einmal diese!

Better Than The Rest - An Anthology ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 13. August erhältlich.



20.07.

Auf der "Jagd" nach weiteren Unterschriften für unsere Gibson Les Paul-Gitarre, die wir als einen der Hauptpreise unserer 15-Jahre-Jubiläumsaktion CATCH THE PREMIUMS anbieten, konnten wir jüngst 2 weitere großartige wie auch kaum unterschiedlichere Singer/Songwriter für ein Autogramm gewinnen. JULIAN DAWSON machte einen kurzen Abstecher nach Heilbronn, um Exemplare seines Buches über den Musiker Nicky Hopkins zu signieren. Richtig in Schwung, war es dann auch kein Problem, seinen Namen auf die Les Paul zu schreiben. Direkt nach dem Signierungsprozedere schaute ich er sich zusammen mit Labelmanager Edgar Heckmann das Fußball-WM-Spiel Deutschland-England an. Viel Grund zum Jubel hatte der Engländer Julian Dawson allerdings dabei nicht...

KRIS KRISTOFFERSON, mittlerweile stolze 74 Jahre alt und immer noch "on the road", um seine bewegenden und weltbekannten Songs wie "Me And Bobby McGee", "Help Me Make It Through The Night", "Sunday Mornin' Comin' Down", "The Taker", "Loving Her Was Easier", Jody And The Kid", "The Silver Tongued Devil And I", "For The Good Times", "Best Of All Possible Worlds", "Casey's Last Ride", "Darby's Castle", "To Beat The Devil" oder "Why Me", nur von der akustischen Gitarre begleitet, einem andächtig und ergriffen lauschenden Publikum zu präsentieren, machte für 3 Konzerte auch wieder in Deutschland Halt. Wir waren Zeuge im Zirkuszelt in Tuttlingen und im Serenadenhof in Nürnberg, und beide Shows waren so gut wie bzw. ausverkauft. Beim Honberg-Sommer-Festival drängten sich Jung und Alt, um so nahe wie möglich an der "Living Legend" zu sein, sangen viele Songs mit, worauf Kristofferson das Venue mit einer Kirche verglich und sichtlich gerührt war von so viel Begeisterung. Der Serenadenhof, Innenhof der Nürnberger Kongresshalle, war wiederum komplett bestuhlt, Kristofferson nicht zum Anfassen, da die Bühne dazu einfach zu weit weg war, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat und auch hier jedes "Thank You" nach den Songs mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde.

Unserem Wunsch, sowohl die Gibson Les Paul zu signieren als auch eine Akustikgitarre mit seiner Unterschrift zu veredeln, kam er sehr gerne nach. Wie die Gibson-E-Gitarre ist auch die Akustik-Gitarre Bestandteil und Premium-Preis unserer Jubiläums-Gewinn-Aktion CATCH THE PREMIUMS, die bis einschließlich 10.12.2010 läuft. Jeder Mailorderkunde hat bei dieser Aktion die Gelegenheit, seine Chancen auf einen der Premium-Preise selbst zu bestimmen, indem er einen möglichst hohen Umsatz über Käufe aus dem Angebot in unserem Mailorder-Shop erzielt. Zu weiteren Einzelheiten bzgl. unserer Jubiläums-Aktionen bitte hinunterscrollen zum 1.5.



16.07.

 
Nachdem das zweite Studioalbum One Foot In The Ether der BAND OF HEATHENS jetzt auch schon wieder 10 Monate "alt" ist und die Fans bereits auf ein neues Album hoffen, gibt es gleich 2 gute Nachrichten: Die Band findet zwischen ihrem vollen Tour-Terminkalender immer wieder Zeit, um ins Studio zu gehen und Stücke für ein neues Album aufzunehmen. Während einer dieser Studioaufenthalte hat die Band einen Song eingespielt, der eigentlich nur positiv aufgenommen werden könnte, wenn der Anlass dazu nicht so unglaublich traurig und ärgerlich wäre: "Free Again" behandelt den unzumutbaren Zustand im Golf von Mexiko, wo seit 3 Monaten unvorstellbare Mengen Öl für die größte Ölpest der US-Geschichte sorgen. Wollen wir nur hoffen, dass die Meldung von heute Morgen, wonach erstmals seit drei Monaten kein Öl mehr aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko strömt, nicht nur von kurzer Dauer ist. Experten von BP sei es danach gelungen, alle Ventile eines Auffangzylinders in 1500 Meter Tiefe zu schließen. Das Ölleck gut 60 Kilometer vor der US-Küste sei damit vorübergehend abgedichtet, sagte ein BP-Manager.

"Free Again" gibt es als kostenlosen Download! "Like everyone, we've been watching what's been happening (not happening?) in the Gulf of Mexico this summer. We took a couple of days in the studio to record some new material and this song came out. We're sharing it with you as a free download. We hope you dig it," gibt das Quintett aus Austin, Texas auf ihrer Website bekannt. Zum Herunterladen des Songs auf das "Free Download"-Logo klicken.





30.06.

Welcome to Blue Rose:
DUSTIN BENTALL


THE DUSTIN BENTALL OUTFIT
Six Shooter


CD € 13,90
2-LP € 24,90
Der Name Bentall ist für den jungen Musiker DUSTIN BENTALL aus Vancouver, Kanada sicher eine Verpflichtung zu guter handgemachter Musik mit starken Songs. Sein Vater Barney hatte ja vor allem in den 90ern mit Barney Bentall & The Legendary Hearts kanadische Rockgeschichte geschrieben. Aber auch heute liefert er noch ausgezeichnete Alben ab, wie die letzten beiden Solo-CDs (Gift Horse - 2006 und The Inside Passage - 2009) belegen. Barney hat zum Glück nie versucht, seinen Sohn in eine bestimmte musikalische Richtung zu drängen. "There's no question I've learned more from him than anyone else in the business. He never pushed the guitar on me but was always there to answer any questions I had, and left the actual learning up to me. I spent a few years wishing he had cracked the whip a little more but I have come to realize that the style I have developed has been a product of my own chosen influences. The old man proved over and over that he can rock with the best of them. I've always been really proud of that and hoped that it's written in my DNA."

Für die Entwicklung einer eigenen musikalischen Handschrift war für Dustin Bentall noch ein weiterer Musiker von großer Bedeutung: Gram Parsons. Im Booklet der Six Shooter-CD ist ein Bild, das den jungen Musiker vor dem Joshua Tree Inn zeigt, in dem GP 1973 gestorben ist.

Auf einem zweimonatigen Urlaubstrip durch Kanada mit einem guten Freund im Jahr 2004 begann Dustin, die Songs für sein Debütalbum zu schreiben. Der Urlaub endete in einer Katastrophe: Bei einem Autounfall wurden die beiden jungen Männer schwer verletzt. Diese Grenzerfahrung zwischen Leben und Tod ist sicher mit dafür verantwortlich, dass Dustins Debüt-Album Streets With No Lights (2007) "erwachsener" klang, als es das Lebensalter des jungen Musikers erwarten ließ.

Jetzt liegt mit Six Shooter der Zweitling des kanadischen Talents vor. Und das Album ist ein gutes geworden: Zehn der elf Songs stammen aus der Feder von Dustin. Die einzige Fremdkomposition der Platte ist der Song "Three Thousand Miles" des jungen Songwriters Corin Raymond aus Toronto. The Outfit besteht natürlich aus Dustin (Vocals, Rhythm Guitar und Harmonica), Pat Steward (Drums), Del Cowsill (Bass, BG Voc., Guitar) und dem neuen Leadgitarristen Adam Dobres. Als Gastmusiker sind der Pedal Steeler Johnny Ellis, der ja unter anderem auch die CDs von Leeroy Stagger mit seinem sehr geschmackvollen Spiel bereicht hat, Dustin's Freundin Kendel Carson (BG Vocals), Randall Prescott (Harmonica) und Luke Doucet (Guitar) zu hören.
Kommen wir zum Wesentlichen, nämlich der Musik des jungen kanadischen Songwriters und seiner Band: Der erste Song "Railroad" ist gleich eine klassische Countryrock-Nummer mit einer tollen Pedal Steel. Textlich geht es ebenso klassisch um den "lonesome hobo". Richtig stark ist der Refrain des Songs: "Heartbreaking on a road less taken / Heartbreaking in a boxcar racing down / The old railroad" mit einer wunderbaren Melodie, die man gar nicht oft genug hören kann. "Take The Money" bleibt dem Genre Countryrock treu. Neben der phantastischen Pedal Steel von Johnny Ellis gibt es ein richtig gutes Gitarrensolo von Adam Dobres. Die einzige Coverversion "Three Thousand Miles" erinnert von der Stimmung her ein wenig an Blue Rodeo. Und das ist ja wahrlich keine schlechte Referenz.
Auch in "Draft Dodger" geht es textlich um den einsamen Vagabunden. Musikalisch ist hier eher der Folkrock eines Neil Young angesagt. Ein langes Gitarrensolo zeigt die Klasse des neuen Leadgitarristen. Mit dem Titeltrack "Six Shooter" wird das Tempo deutlich angezogen. Nicht zu überhören ist die Gretsch "White Falcon" von Luke Doucet. Ellis spielt hier ein eigentümlich klingendes Instrument namens Ektar. Das folgende "Arizona" ist dagegen fast Classic Country mit einer Prise Westernswing. Was jetzt schon klar ist: "Six Shooter" ist eine sehr abwechslungsreiche Scheibe geworden. Etwas düsterer als alle anderen Songs ist "Secrets". Schon die ersten Textzeilen passen zur düsteren Stimmung des Songs: "I feel the weight come crashing down / I walk around but I don't make a sound". Der nächste Song "Little Bird In A Big Wind" klingt wie ein klassischer Countryrocker aus der 70er Jahren, wieder mit einem sehr starken Refrain, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Mein aktueller Lieblingssong des Albums ist "The Sweetest Of Heart" mit zwei explosiven Gitarrensoli von Adam Dobres. Klasse. Deutlich mehr Pop-Appeal hat das letzte Stück der CD: "Desert Of Our Minds" erinnert vor allem im Refrain an den einen oder anderen Song der Beatles.

Definitiv hat der junge kanadische Songwriter zusammen mit seiner sehr guten Band eine CD eingespielt, die gegenüber dem ausgezeichneten Debüt eine klare Steigerung darstellt. Vor allem das Songwriting von Dustin ist deutlich reifer geworden. Dustin Bentall ist Teil einer neuen Generation von Roots (Country, Blues usw.) orientierten Musikern/Bands in Kanada wie Matt Mays, Leeroy Stagger, NQ Arbuckle, Luke Doucet, Justin Rutledge, John Henrys, Deep Dark Woods, Cuff The Duke und vielen anderen. Sicher gibt es nicht so viele Musiker/Bands wie beim südlichen Nachbarn, aber das Niveau ist ausgesprochen hoch. Ich hoffe, mit meinen Reviews ein klein wenig dazu beizutragen, dass den kanadischen Musikern mehr Beachtung zukommt. (Mailorderkunde Michael Stepien als Gastrezensent)

Six Shooter ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 30. Juli erhältlich.



30.06.

Welcome to Blue Rose:
US RAILS


US RAILS
US Rails


CD € 13,90
2-LP € 27,90
 
US RAILS: Ben Arnold, Matt Muir, Tom Gillam, Scott Bricklin
und Joseph Parsons (v.l.n.r.)

Seit längerem geistert der Name US RAILS durch die gut informierten Americana-Zirkel links und rechts des Atlantiks. Eine neue kleine Supergroup mit einigen bekannten Singer/Songwritern soll sich an der US-Ostküste zusammengefunden haben und mit ersten Konzerten in den einschlägigen Clubs für Aufmerksamkeit sorgen. Spätestens nach einer kurzen Stippvisite im Dezember 2009 bei der Blue Rose Christmas Party in Hannover steht auch für hiesige Fans fest: Jawohl, US Rails sind ein echtes Pfund, doch es gibt noch keinen Tonträger zu erwerben. Mit dem längst überfälligen Erscheinen des selbstbetitelten Debüts US Rails wird diese Lücke nun endlich geschlossen!

Gleich vier ansonsten eigenständige Künstler (plus Drummer) bilden den musikalischen Verbund von US Rails, man steht damit formal in der Tradition von CSNY bis Traveling Wilburys und ähnlich gelagerter Fälle auf Blue Rose wie die Resentments und Flatlanders aus Texas, ESP (Easton/Stagger/Phillips) oder Hardpan. US Rails sind direkte Erben der Formation 4 Way Street aus Philadelphia. Es handelt sich dabei zunächst um keinen Geringeren als Joseph Parsons. Der sympathische, mittlerweile in Niedersachsen lebende Singer/Songwriter gehört seit 1998 mit 8 eigenen offiziellen Veröffentlichungen sowie Kollaborationen mit Todd Thibaud und dem bereits erwähnten Hardpan-Projekt unbedingt zu einem der ultimativen Eckpfeiler des Blue Rose-Labels. Der Mann mit der warmen, sonoren Stimme, der wie kaum ein anderer den melodischen, sensiblen Folk Rock beherrscht, aber auch und gerade live mitunter richtig zupacken kann, muss nach all seinen Alben und unzähligen Tourneen - besonders auch in unseren Breitengraden - natürlich niemandem mehr vorgestellt werden! Mitte des Jahrzehnts betrieb er neben seiner Solokarriere jene 4 Way Street, die mit ihrem Bandnamen sicher nicht ganz zufällig an das berühmte CSNY-Erfolgsalbum appellierten. Mit dabei waren Ben Arnold, Scott Bricklin und Jim Boggia sowie im erweiterten Kreis Drummer Matt Muir. Während Boggia ausgestiegen ist, um eigenen Ambitionen zu folgen, machen die übrigen nahtlos bei US Rails weiter und holen sich zur Komplettierung ihres Quintetts einen weiteren Eastcoast Rocker hinzu, den es erst vor zwei Jahren nach Austin, Texas verschlagen hat: Tom Gillam, seines Zeichens ebenfalls arrivierter Blue Roser der Güteklasse "A" und einer, der schon oft mit Joseph Parsons zusammen unterwegs war - live und auf Platte.

Der Star ist das Team! Auf ihrem in der Nähe von Paris eingespielten Debütalbum erweisen sich die Fünf als absolut gruppentauglich, ausgeprägte Egotrips finden nicht statt, auch wenn die individuellen Stärken und verschiedenen Charaktere selbstverständlich Stück für Stück leicht zu identifizieren sind, im Songwriting und anhand von völlig unterschiedlichen Leadstimmen. So geben Parsons, Arnold, Bricklin und Gillam bereits im Opener 'My Lucky Stars', gleichzeitig eine Art Erkennungslied der Band, ihre gesangliche Visitenkarte ab - jeder bekommt eine Strophe, um dann im Refrain auf harmonieträchtige Weise zusammenzutreffen. Welch ein Hors D'Oeuvre für eine durchweg tolle Platte mit insgesamt 14 Tracks, darunter einigen von Soloscheiben bekannten Nummern in neuen US Rails-Arrangements, extra für dieses Projekt geschriebenen Kompositionen und einer fantastischen Coverversion zum fulminanten Ende, die - denkt man an hochentwickelte Folk Rock-Harmonien und erinnert sich an den 4 Way Street-Querverweis - nur von einer Quelle stammen kann: Crosby, Stills & Nash. Es ist der Klassiker 'Suite: Judy Blue Eyes' von Stephen Stills!

Bis dahin gibt es reichlich Folk & Roots Rock, Americana, Gitarrenrock, Harmonieballaden und komplexen Rock mit Slide Guitar. Tom Gillam's 'Simple Plan', 'Shine Your Light' und 'Ready To Begin' sowie Joseph Parsons' 'Sun Gonna Shine', 'Burning Fire' und 'Brown Me In The Sun' kommen dabei auf dem hohen Niveau, das man von den beiden Blue Rose-Acts gewohnt ist. Vielleicht sind es aber gerade die Stücke der bei uns noch Unbekannteren, Ben Arnold und Scott Bricklin, die bei US Rails Salz und Pfeffer in die Americana-Suppe streuen. Ben Arnold spielt Keyboards (Klavier, E-Piano, Orgel) und Gitarren, hat sicher die markanteste, weil "rostigste" Stimme und brilliert hier mit solchen Songperlen wie 'Rainwater' und 'The New Goldrush'. Seit 1995 bringt er eigene CDs heraus, zuletzt wurde er - übrigens zusammen mit US Rails-Drummer Matt Muir - bei den Indie Pop/Rockern Pistol For Ringo gesichtet. Multiinstrumentalist, Produzent, Recording Engineer, Sänger und Songwriter Scott Bricklin hat ebenfalls bereits eine lange Karriere hinter sich: Mit seinem Bruder Brian spielte er in der 80er Kultband Bricklin, dann bei Martin's Dam, tourte viel mit Joseph Parsons, begleitete die Figgs und Graham Parker, lebt seit ein paar Jahren in Paris. Bei US Rails ist er hauptamtlich am Bass zu hören und als Sänger seiner Stücke, z.B. 'Spell' und 'Good TImes'.

US Rails ist ab sofort über unseren Webshop, im regulären Handel ab dem 2. Juli erhältlich.



15.06.

Das reguläre WIN THE PRIZES-Jubiläums-Preisausschreiben wird aufgewertet - noch spannendere/lukrativere/fanbezogenere Preise zu gewinnen!

Einige unserer Kunden und Freunde des Hauses waren teils etwas enttäuscht, als sie von unseren beiden Jubiläums-Aktionen gehört hatten. Vor allem die umsatzabhängige CATCH THE PREMIUMS-Aktion ließ für viele die Hoffnung schwinden, in den Genuss solcher verlockender Preise wie USA-Reise, von Blue Rose-Künstlern signierte Musikinstrumente oder Hauskonzerte zu kommen.
Aus diesem Grunde werden wir auch für das für alle Kunden/Freunde/Fans ausgelobte "normale" Preisausschreiben mit "Premium"-Preisen ausschmücken. Dazu gehört ab sofort eine weitere E-Gitarre der Firma Gibson, die uns für dieses Preisausschreiben zur Verfügung gestellt wurde. Wie schon bei der CATCH THE PREMIUMS-Aktion handelt es sich um eine Original Gibson Les Paul, gebraucht, allerdings in Top-Zustand, und das Sahnehäubchen werden die Autogramme sämtlicher Mitglieder der BAND OF HEATHENS sein. Einer der drei Songschreiber/Sänger/Gitarristen des Quintetts aus Austin, Texas, Gordy Quist, machte den Anfang und setzte im Gibson Showroom in der texanischen Hauptstadt und gleichzeitigen "Live Music Capital of the World" seine Unterschrift auf den silbergrauen Korpus. Wir werden natürlich auch die Unterschriften-Aktionen der übrigen Bandmitglieder für die Nachwelt festhalten.

Um die Chance wahrzunehmen, dieses herrliche Stück zu gewinnen, muss man nur den Teilnahmecoupon des Preisausschreibens ausfüllen und an uns zurücksenden. Zu finden sind die Coupons in unserem zweimonatlich erscheinenden Mailorderkatalog (der nächste erscheint bereits Anfang Juli) oder als PDF-Datei zum Ausdrucken weiter unter auf dieser NEWS-Seite (bitte zum zum 1.5. herunterscrollen). Der Einsendeschluss ist der 10.12.2010.






15.06.

A GIBSON ON TOUR

Unsere Reise mit der Gibson Les Paul durch Texas erwies sich als sehr erfolgreich, was die Sammlung von weiteren Unterschriften von Blue Rose-Artists betrifft. Jede Menge kamen hinzu, wobei ein Bild von JAMES McMURTRY nachgereicht werden muss, nachdem der nur zwischen Aufbau und Konzert schnell sein Autogramm abgeben konnte. Außerdem hat mit OWEN TEMPLE ein Künstler unterschrieben, der gar nicht zur Blue Rose-Familie gehört. Noch nicht - wir stehen kurz vor Abschluss der Vertragsverhandlungen und die Unterschrift auf der Gibson bedeutet praktisch bereits ein "JA" zur Veröffentlichung seines neuen Albums Mountain Home.

Die GIBSON ON TOUR-Aktion ist Bestandteil und Premium-Preis unserer Jubiläums-Gewinn-Aktion CATCH THE PREMIUMS, die bis einschließlich 10.12.2010 läuft. Jeder Mailorderkunde hat bei dieser Aktion die Gelegenheit, seine Chancen auf einen der Premium-Preise selbst zu bestimmen, indem er einen möglichst hohen Umsatz über Käufe aus dem Angebot in unserem Mailorder-Shop erzielt. Zu weiteren Einzelheiten bzgl. unserer Jubiläums-Aktionen bitte hinunterscrollen zum 1.5.

 
Bruce Hughes (Resentments)
 
Herb Belofsky (ex-Rainravens)
 
Andy Van Dyke (Rainravens)
 
Jon Dee Graham
 
Tom Gillam
 
Austin Collins & The Rainbirds
 
Owen Temple
 
Cody (links) und Willy Braun (Reckless Kelly)
 
Michael Hall



08.05.

A GIBSON ON TOUR

Einer der Hauptpreise der CATCH THE PREMIUMS-Aktion anlässlich unserer "15 Jahr-Feier" ist eine E-Gitarre der Firma Gibson, und zwar eine wunderschöne und nagelneue Les Paul Studio. Diese Gitarre wird während der Dauer dieser Aktion (Näheres dazu siehe weiter unten) auf Konzerte mitgenommen, bei denen Blue Rose-Künstler auftreten und die dieses Instrument dann signieren. Da es ein Frevel wäre, diese Gitarre anschließend ihrem eigentlichen Sinn zuzuführen, ist sie natürlich auch für Jede(n) ein absolutes Sammlerstück, die/der dieses herrliche Teil nicht spielen kann und es stattdessen da platziert, wo es hingehört - an die Wand!

Die A Gibson On Tour-Aktion begann gestern in Geislingen, zwischen Stuttgart und Ulm gelegen, wo THE BAND OF HEATHENS eine weitere grandiose Show ablieferten, und zwar mit einem sehr ungewöhnlichen Set, bestehend aus selten live gespielten Stücken wie etwa den Covers "Two Hands" und "If I Needed You" (Townes Van Zandt), "(Is Anybody Going To) San Antone" (Doug Sahm), "Handbags And Gladrags" (Michael d'Abo/Rod Stewart) und "Millionaire" (Kevin Welch), aber auch eigenen Songs wie "No Great Mystery", "Love Me Till The Sun Shines", "Philadelphia", "Bella Negra", "Quarter And Dimes" oder "Water In The Sky". Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse (200 Besucher hatten den Weg in die "Rätsche" gefunden, darunter gar einige Hardcore-Fans aus Essen) wurden aber auch "Pflichtnummern" (ja gibt es die überhaupt bei der Band???) wie "L.A. County Blues", "Unsleeping Eye" oder "Shine A Light" nicht außer acht gelassen.

Die Pause zwischen den beiden Sets wurde zum Signieren der Les Paul genutzt. Der Anfang ist hiermit gemacht, weitere Acts folgen bereits in zwei Wochen, wenn die "Gibson Tour" über den großen Teich nach Austin, Texas fortgesetzt wird. Da wird es dann Unterschriften (und Beweisfotos) in geballter Form geben!




01.05.

 
    
Große Jubiläums-AKTIONEN!
Großartige Preise zu gewinnen!!!

CATCH THE PREMIUMS, WIN THE PRIZES!!!

Wir feiern das 15-jährige Jubiläum von Blue Rose und was wäre eine solche Feier ohne eine dem Anlass entsprechende Aktion, mit der wir uns bei unseren Kunden und Freunden für die jahrelange Treue bedanken möchten?

Wir haben 2 wunderbare Aktionen vorbereitet, die bestimmt eure Zustimmung finden:

Aktion CATCH THE PREMIUMS
Wir stellen diverse "Premium"-Preise zur Verfügung, die diejenigen Kunden erhalten sollen, die über unseren Mailorder den höchsten Umsatz über einen bestimmten Zeitraum erzielen.

Aktion JUBILÄUMS-GEWINNSPIEL
Jede Person, die die Teilnahmebedingungen erfüllt (siehe unten), kann mitmachen und Warengutscheine, Musikzeitschriften, CDs, LPs, DVDs sowie weitere attraktive Preise oder gewinnen.

Beide Aktionen beginnen am 1. Mai 2010 um 0.00 Uhr und enden am 10. Dezember 2010 um 24 Uhr.

Hier die Einzelheiten:

CATCH THE PREMIUMS
Jeder Mailorderkunde hat bei dieser Aktion die Gelegenheit, seine Chancen auf einen der Premium-Preise selbst zu bestimmen, indem er einen möglichst hohen Umsatz über Käufe aus dem Angebot in unserem Mailorder-Shop erzielt. Und die Preise können sich wahrlich sehen lassen, wobei wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal sagen können, wie viele Preise es letztlich geben und was der "Hauptpreis" sein wird. "Hauptpreis" ist in unserem Fall mehr subjektiv von Seiten des Gewinners zu betrachten, da ihm der eigentliche 3. Preis eventuell mehr bedeutet als der "Hauptpreis". Dieser ist derzeit der

Besuch des SXSW Music Festivals in Austin, Texas im März 2011

Er beinhaltet den Flug, 7 Übernachtungen in einem sehr guten Hotel in Downtown Austin, ein Wristband zum Einlass in die vielen Konzerte während des Festivals sowie ein Taschengeld von € 200. Außerdem sind "Familienanschluss" (sowohl Blue Rose-Labelmanager Edgar Heckmann als auch weitere regelmäßige SXSW-Gänger werden mit von der Partie sein) und Reisetipps inbegriffen. Weitere großartige Preise werden etwa eine E-Gitarre der Firma Gibson sein, die wir über mehrere Monate auf Konzerte mitnehmen und von den Musikern signieren lassen (Fotos werden auf unserer Website gepostet und den "Vollzug" bestätigen), Blue Rose-Künstler werden handsignierte Musikinstrumente und andere Memorabilia-Gegenstände zur Verfügung stellen sowie Hauskonzerte anbieten. Ein weiterer Premium-Preis ist ein kostenloser 2-Tage-Aufenthalt in einem Tonstudio, in dem ein Solist oder gar eine komplette Band (max. 5 Personen) eine professionelle Aufnahme einspielen können. Der Outdoor-Ausstatter Jack Wolfskin hat uns hochwertige Produkte zur Verfügung gestellt, darüber hinaus gibt es viele Warengutscheine sowie Abonnements verschiedener Musikzeitschriften. Die Palette an Preisen wird sich im Laufe der nächsten Monate ständig erweitern.

Es stellt sich jetzt natürlich die Frage, wie man an diese Preise kommt bzw. was man dafür tun muss. Bringen wir es kurz auf einen Nenner: Die Kunden, die über unseren Mailorder am kauffreudigsten sind, sollen die besten Gewinne "abgreifen". Wir werden ab 1.5. den getätigten Umsatz jedes Einzelnen bis einschließlich 10.12.2010 festhalten und danach nach Umsatzgröße auswerten. Der Kunde mit dem wertmäßig größten Umsatz (evtl. Versandkosten werden dabei nicht berücksichtigt) darf sich aus dem Topf der zur Verfügung stehenden Preise den für ihn wertvollsten aussuchen, danach folgt die Nummer 2, anschließend die Nr. 3 usw,, bis alle Preise vergeben sind.

Bereits in Kürze werden wir die ersten PREMIUM-Preise etwas näher vorstellen!

JUBILÄUMS-GEWINNSPIEL
Die Teilnahme an unserem Gewinnspiel ist nicht an Käufe aus unserem Shop gebunden. Um daran teilnehmen zu können, muss lediglich ein Teilnahmecoupon ausgefüllt werden. Dieser Coupon muss an uns zurückgeschickt werden, entweder per Email, Fax oder Brief. Zu finden ist dieser Coupon in diesem Katalog sowie in den folgenden 3 Ausgaben, ferner kann auf unserer Website ein Exemplar als pdf-Datei heruntergeladen werden. Außerdem besteht in Kürze die Möglichkeit, den Coupon online auszufüllen und direkt an uns zurück zu mailen. Der Einsendeschluss für diesen Coupon ist wie bereits erwähnt der 10.12.2010, 24 Uhr (bei Briefen gilt das Datum des Poststempels). Ferner liegt er allen Mailorder-Bestellungen bei.

--------------------------------------------------

Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass die Teilnahme bei der CATCH THE PREMIUMS-Aktion automatisch bei einer Bestellung erfolgt. Wer nicht daran teilnehmen möchte, soll uns dies bitte wissen lassen. Für die Teilnahme am JUBILÄUMS-GEWINNSPIEL (eine Teilnahme an beiden Aktionen ist natürlich auch möglich) muss der Teilnahme-Coupon komplett und korrekt ausgefüllt und an uns zurück geschickt werden.

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind alle am 1.5.2010 volljährigen Personen. Für eine gültige Teilnahme am Gewinnspiel muss der Teilnehmer seinen vollständigen Namen (Vor- und Nachname), seine Anschrift, Telefonnummer sowie Emailadresse angeben. Ohne eine vollständige Angabe der Daten werden Einträge als ungültig betrachtet und der Anspruch auf Teilnahme bzw. den gewonnenen Preis verfällt. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind alle Mitarbeiter und Angehörige der Firma Massacre Records GmbH. Die Gewinner des Gewinnspiels werden per Los ermittelt, die Gewinner der Premium-Preise nach Auswertung der während des Aktionszeitraumes getätigten Umsätze. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Auszahlung des Gewinnwertes in bar ist nicht möglich. Unter allen Einsendern werden die Gewinner ermittelt und nach Ende der beiden Jubiläumsaktionen entweder per Mail oder per Brief benachrichtigt. Gewinnansprüche können nicht auf andere Personen übertragen werden. Der Gewinner muss seinen Gewinn bis spätestens 30 Tage nach der Ziehung annehmen. Geschieht dies nicht, verfällt der Anspruch auf den Gewinn. Die Firma Massacre Records GmbH gibt Ihre persönliche Daten nicht an Dritte weiter. Druckfehler, Irrtümer, Änderungen sind vorbehalten.

    
 



30.03.



Wir haben wieder einmal einen kleinen Streifzug durch das World Wide Web gemacht und einige schöne Reviews unserer jüngsten Veröffentlichungen entdeckt, die wir euch nicht vorenthalten möchten:

THE DUSTIN BENTALL OUTFIT - Six Shooter:
musicheadquarter.de

JULIAN DAWSON - Live:
hooked-on-music.de
rocktimes.de

RAINRAVENS - Rattle These Walls - Live At The Crossroads/Rockpalast Festival:
musicheadquarter.de

US RAILS - US Rails:
countryjukebox.de

THE SLUMMERS - Love Of The Amateur:
rocktimes.de

SUSAN COWSILL - Lighthouse:
countryjukebox.de
musicheadquarter.de
hooked-on-music.de

RICH HOPKINS & LUMINARIOS - El Otro Lado/The Other Side:
musicheadquarter.de

AUSTIN COLLINS - Wrong Control:
hooked-on-music.de
musicheadquarter.de
rocktimes.de

JOHN HIATT - The Open Road:
countrymusicnews.de
hooked-on-music.de
weser-kurier.de
Aachener Zeitung - az-web.de
rocktimes.de
chill-music.net
countryjukebox.de

KASEY ANDERSON - Nowhere Nights:
hooked-on-music.de
rocktimes.de
countryjukebox.de

CRACKER - Live At The Rockpapast Crossroads Festival:
hooked-on-music.de
musicheadquarter.de

JASON & THE SCORCHERS - Halcyon Times:
hooked-on-music.de
Track4-info.de
countryjukebox.de
rocktip.de
rocktimes.de

JON DEE GRAHAM - It's Not As Bad As It Looks:
hooked-on-music.de
rocktimes.de

HANK SHIZZOE - Breather:
hitparade.ch
rocktimes.de
countryjukebox.de
gaesteliste.de
kassel-zeitung.de
badische-zeitung.de
bernerzeitung.ch
saarbruecker-zeitung.de

RECKLESS KELLY - Somewhere In Time:
hooked-on-music.de
track4.de
rocktip.de
countryjukebox.de

SONS OF BILL - One Town Away:
hooked-on-music.de

VARIOUS ARTISTS - CRAZY HEART Motion Picture Soundtrack:
hooked-on-music.de
countrymusicnews.de
laut.de
countrymusicstars.de
countryjukebox.de

KRIS KRISTOFFERSON - Closer To The Bone:
computerbild.de
country.de
musikreviews.de
plattentests.de
schallplattenmann.de